SB & FILIALE28. Sep. 2016

Auszahlung in nur 12 Sek.! Schweizer Credit Suisse zahlt Geld per Smartphone statt per Bankkarte aus

Diebold Nixdorf
Diebold Nixdorf

Bei der Credit Suisse können sich Kunden jetzt an ca. 330 Geld­auto­maten Geld per QR-Code-Scan (mit dem Smartphone) auszahlen lassen. Während bisherige Smartphone-Auszahlungen so kompliziert waren, das die Auszahlung länger als mit einer üblichen Bankkarte gedauert hat, soll die neue Variante die Transaktionszeit am System mehr als halbieren! Nur noch 12 Sekunden nehme die Auszahlung in Anspruch. Hinter dem neuen System steckt Diebold Nixdorf, die dafür spezielle Hard- und Software-Erweiterungen entwickelt haben.

Schnell, einfach und quasi im Vorbeigehen soll das Geldabheben an den aufgerüsteteten GAAs der Credit Suisse funktionieren. Die Kunden würden mit ihrem Smartphone per QR-Code statt mit ihrer Bankkarte Bargeld am Automaten beziehen. Sogar das Einzahlen sei möglich. Auch weitere mobile Technologien, die einen Mehrwert liefern, könnten eingebunden werden. Die dazugehörige App weise zudem den Weg zum nächstgelegenen Geldautomaten.

12 Sekunden am Automaten – nach Vorbereitung

Damit die Auszahlung dann quasi im Vorbeigehen funktioniert, muss der Kunde am Smartphone die Auszahlung vorbereiten. Dazu gibt es eine spezielle Mobile Banking App, in der unter anderem Auszahlbetrag, Belastungskonto und Stückelung gewählt werden können. Als Bestätigung erhalten die Kunden für die Transaktion einen QR-Code. Der QR-Code wird dann am Geldautomaten eingelesen, und die Auszahlung wird unmittelbar ausgeführt.

Erlaubt: QR-Code weitergeben – damit sich z.B. Kinder im Auftrag Geld abholen können

Bankkunden können den einmalig gültigen QR-Code auch an Dritte weiterleiten. Wenn ein Kunde zum Beispiel einem Freund oder Familienmitglied Bargeld zukommen lassen will, kann er dies nun ebenfalls mit dem neuen Dienst erledigen.

Im Fall der Credit Suisse seien für den neuen Dienst nur wenige Erweiterungen notwendig gewesen, sagt Diebold Nixdorf. Der Hersteller implementierte im Rahmen eines Professional Services Projektes eine entsprechende Software-Erweiterung auf den Geldautomaten. Darüber hinaus wurden die Systeme durch Diebold Nixdorf Techniker mit einem Barcode-Leser ausgestattet. Die Bank implementierte einen Server, der in der Lage ist, vorbereitete Transaktionen kanalübergreifend vorzuhalten. Anpassungen im Kernbankensystem seien nicht notwendig. Weitere Kanäle und Anwendungsfälle können mit dieser Architektur einfach hinzugefügt werden.

Das Konzept: Bediente Selbstbedienung

Denn neben dem schnellen und kundenfreundlichen Angebot für Verbraucher, mit dem Smartphone Bargeld abzuheben, ermöglicht die neue Lösung in Bankfilialen auch Anwendungsfälle für die „bediente Selbstbedienung“, wie sie bereits von zahlreichen Banken weltweit genutzt werden. Viele Banken haben im Rahmen neuer Filialformate Schalter und damit Bargeldbestände komplett aus ihren Filialen verbannt und verlagern Ein- und Auszahlungen komplett in die Selbstbedienung. Für Bankberater, die nunmehr keinen Zugriff mehr auf eine Bargeldkasse haben, ergibt sich bisweilen dennoch die Notwendigkeit Bargeld ein- oder auszuzahlen. Mithilfe von Smartphones oder Tablets können Bankmitarbeiter zum Beispiel einen QR-Code generieren, mit dem Kunden dann Bargeld in ein Cash Recycling System einzahlen können. Ebenfalls kann ein QR-Code für Einzahlungen auch als Ersatz für reine Einzahlkarten genutzt werden, die von den Banken häufig an ihre Firmenkunden ausgegeben werden.

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Quelle: Crealog, Spardabank, Fiona Krakenbürger
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