TELEMATIK: TRANSPARENT & FREIWILLIG4. Dez. 2015

AXA DriveCheck: Telematik-Tarif per Smartphone ohne permanente Datenübermittlung

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AXA bringt mit dem „AXA DriveCheck“ das nach eigenen Angaben erste Telematik-Angebot auf den Markt, das auf App-Basis auf eine dauerhafte Erhebung der Fahrdaten verzichtet. Junge Fahrer bis einschließlich 25 Jahren können sich in einem selbstgewählten Zeitraum von maximal zwölf Wochen für einen Beitragsnachlass von bis zu 15 Prozent qualifizieren und ihren Ver­sicher­ungs­bei­trag so deutlich senken.

Telematik wird von den meisten Versicherern bisher als „Den Kunden für einen Rabatt gegen Daten an die Kette legen“ verkauft – die Axa dreht den Spieß nun äußerst clever um:
1. Es ist freiwillig. Man kann nach den Fahrten entscheiden, ob man die Daten verschicken will.
2. Es ist transparent, denn man bekommt vorab die Auswertung zu sehen.
3. Günstig: Man benötigt nicht mal zusätzliche Einbauten. Die Smartphone-App genügt.

Die App nutzt das GPS und den Be­schleu­ni­gungs­sensor des Smartphones. Aus der Position und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs werden vier Teilkriterien berechnet: Beschleunigung, Bremsen, Kurvenfahren sowie Geschwindigkeit. Aus diesen Teilkriterien wird unter Berücksichtigung der je Strecke gefahrenen Kilometer ein Wert berechnet. Dieser liegt zwischen null (schlecht) und einhundert (hervorragend). Als hervorragend wird dabei eine an die Straßen- und Verkehrsverhältnisse angepasste Fahrweise angesehen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, fließen zudem Wetter- und Verkehrslage in die Berechnung ein.

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Wir ha­ben uns bewusst gegen die permanente Auf­zeich­nung von Da­ten ent­schieden. Die Erhebung der Da­ten über das Smartphone räumt Versi­cher­ten die Möglichkeit ein, frei zu ent­schei­den, ob und wann sie Fahrda­ten teilen“

Dr. Daniel Schulze Lammers, Leiter Kraftfahrt bei AXA

Spaß und Freiwilligkeit statt unkontrollierter Überwachung

Besonders bemerkenswert ist der Freiwilligkeits-Ansatz. Denn für das Durchlaufen des „AXA DriveCheck“ sollen Kunden die App für 40 Einzelfahrten mit mindestens je drei Kilometern Fahrtstrecke nutzen (Gesamtstrecke mindestens 600 Kilometer). Die Versicherten entscheiden dann selbst, ob sie ihr Endergebnis an AXA übermitteln, um sich für einen Beitragsnachlass zu qualifizieren. Das hat einen doppelten Effekt: Zum einen erhält der Versicherer einen Einblick in die Fahrweise – noch wichtiger aber ist, dass der junge Fahrer so anfängt über seine Fahrweise nachzudenken und spontane „Ausraster“ vermeidet. Das bringt einen psychologischen Gewöhnungseffekt.

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Transparenz entscheidet über Telematik-Tarife

„Wir sind überzeugt, dass junge Auto­fah­rer ih­ren Fahr­stil im Laufe eini­ger Wo­chen recht eindeutig zei­gen“, ergänzt Schulze Lam­mers. Die Kun­den können in der App jederzeit trans­pa­rent nach­vollzie­hen, wie die Fahr­ten bewertet wur­den. Die Axa verzeichnet in der Alters­gruppe der bis 25-Jähr­igen ein auf­fällig ho­hes Schaden­aufkommen. De­shalb sei es das Ziel, dass die Nutzung des Telematik-Angebo­tes das Bewusst­sein für Verkehrssi­cherheit erhöht und ein fi­nanzi­el­ler Bonus zusätzli­che Anreize gibt.

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Denn es macht Spaß, sich über die App mit dem ei­genen Fahrverhal­ten aus­ein­anderzuset­zen. Wir sind ge­spannt auf das Feedback der Nutzer und wer­den die App kon­sequent weiter­entwickeln“

Unabhängig von der Einstufung des Fahrstils erhalten junge Kunden, die sich für das Telematik-Angebot entscheiden, einen Nachlass in Höhe von fünf Prozent auf ihren Beitrag. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Fahrverhalten erhalten sie Nachlässe in Höhe von maximal 15 Prozent. Das Telematik-Angebot kann von Fahrern bis einschließlich 25 Jahre in den Produktlinien komfort und kompakt genutzt werden.

Datenschutzkonform

Die Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen hat Mitte 2015 Vorgaben an Telematik-Angebote definiert, dies wurde bei der Konzeption des AXA Angebots berücksichtigt: „Mit der AXA Drive App erfüllen wir alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen, das schließt beispielsweise eine verschlüsselte Datenübertragung, eine umfassende Information der Nutzer über die Datenverarbeitung und eine zweckgebundene Datenerhebung und Anonymisierung der Daten ein“, so Schulze Lammers. AXA Deutschland als Versicherer werden zur Vertragsbearbeitung nur aggregierte Werte zur Verfügung gestellt. Fahrdaten, Aufenthaltsorte und Geschwindigkeitsübertretungen sind nicht Teil der aggregierten Daten. Strikt getrennte Datenkreise ermöglichen es, dass Fahrdaten und Registrierungsdaten separiert voneinander gespeichert werden.

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