REGULATION IN EUROPA23. Sep. 2014

Bankenverband mahnt zur Fairness: Gutachten weist in die richtige Richtung

Bankenverband/Fotograf: Jochen Zick, Action Press
Bankenverband/Fotograf: Jochen Zick, Action Press

„Das Gutachten der Monopolkommission enthält eine wertvolle Analyse des deutschen Finanzplatzes“, erklärte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, anlässlich der heutigen Anhörung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

So teile der Bankenverband die grundsätzlich positive Auffassung der Kommission zur Europäischen Bankenunion. „Nicht nur durch die Bankenunion, sondern auch durch die zahlreichen Regulierungsvorhaben der letzten Jahre, haben wir heute mehr Stabilität auf den europäischen und deutschen Finanzmärkten“, sagte Kemmer. Dies sehe auch die Kommission so. Es sei zudem richtig, wenn die Monopolkommission darauf hinweise, dass Regulierung im Einklang mit freiem Wettbewerb stehen müsse, so Kemmer weiter.

Dr. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.  Fotograf: Marc Darchinger
Dr. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.
Fotograf: Marc Darchinger

Regulation ja – aber bitte fair …

Dazu passe allerdings nicht der Vorschlag, dass nationale Aufseher höhere regulatorische Anforderungen an die Banken stellen können. „Damit würde der Wettbewerb verzerrt und die Bankenmärkte zunehmend fragmentiert“, betonte Kemmer. Ziel sollte eine möglichst einheitliche Regulierung auf europäischer Ebene bleiben.

Mit Blick auf den deutschen Bankenmarkt begrüßte Kemmer, dass die Kommission den Gesetzgeber auffordere, die starren Strukturen des deutschen Bankensystems zu überdenken. „Ein freier Wettbewerb ist nicht zuletzt im Interesse des Kunden“, stellte Kemmer fest. Bestehende Wettbewerbsverzerrungen sollten deshalb abgebaut werden.

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