MEDIA: ERKLÄRVIDEO12. Okt. 2014

Filmbericht: Sprachdialogsystem der Sparda Bank Nürnberg

 Fiona Krakenbürger lässt sich von Dr. Jürgen Haas, Experte für Spracherkennung und Dialogdesign beim Münchner Systemhaus Crealog, erklären, wie das Sprachportal der Sparda Bank Nürnberg funktioniertCrealog
Fiona Krakenbürger lässt sich von Dr. Jürgen Haas, Experte für Spracherkennung und Dialogdesign bei Crealog, erklären, wie das Sprachportal der Sparda Bank Nürnberg funktioniertCrealog

„Für Meinungen ist der Computer nicht da.“ Mit diesem Satz beschließt der Informatiker Dr. Jürgen Haas, Experte für Spracherkennung und Dialogdesign beim Münchner Systemhaus Crealog, seine Erklärungen zum Sprachdialogsystem der Sparda Bank in Nürnberg.

Von Routineaufgaben entlasten

Bereits seit 2008 ist bei der Sparda Bank in Nürnberg ein Sprachdialogsystem von Crealog im Einsatz, unter anderem um das dortige Service-Team von Routineaufgaben zu entlasten. So soll es den Nutzern des Telefonbankings zum Beispiel die Abwicklung eines kompletten Überweisungsauftrages in nur 45 Sekunden ermöglichen – einschließlich Anwahl, Legitimation und Auftragsbestätigung! Die Bloggerin Fiona Krakenbürger und ihr Filmteam wollen mehr wissen und haben einen unterhaltsamen Blick auf das System geworfen.

Crealog
Crealog

Erkennen ist nicht gleich verstehen

Was beim menschlichen Gehirn im besten Falle in einem Rutsch funktioniert, also das Erkennen der verwendeten Sprache und das Verste­hen des Inhalts, ist für Computer eine besondere Herausforderung. Denn der Unterschied liegt auch hier im Detail, erklärt Dr. Jürgen Haas im Filmbeitrag: Im ersten Prozess erkennt der Sprachcomputer nur die Worte, die höchstwahrscheinlich gesagt wurden. Im zweiten Prozess steckt ein Algorithmus das ‚Feld der Wahrscheinlichkeiten‘ ab und holt sich bei Bedarf zusätzliche Informationen aus anderen Datenquellen. Erst danach kann man so etwas wie ein ‚Verstehen‘, zum Beispiel der richtigen Bankleitzahl, attestieren. Da aber ein Dialog im Bereich Banken und Finanzen in ihrem Kontext mit rund 3.000 bis 4.000 Wörtern auskommt, bleibt die Komplexität relativ übersichtlich.


Fiona Krakenbürger und ihr Filmteam sind Teil der Krautreporter. Viele journalistische Projekte sind leider nur noch über Crowdfunding zu realisieren, da die Etats bei Magazinen, Zeitungen und TV-Sendern immer weiter eingekürzt werden. Umso schöner, dass die Krautreporter, die diesen Herbst offiziell starten,  mit ihren journalistischen Themen auf sehr großes Interesse stoßen.
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