BIOMETRIE/ SOFTWARE17. Okt. 2016

Biometrie: Lloyds Banking Group will Telefonbetrüger mit Audio-Fingerabdruck stoppen

sergey nivens/bigstock
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Die Lloyds Banking Group will mit der „Phoneprinting“-Tech­no­logie von Pindrop das ei­gene Callcen­ter gegen Betrug ab­si­chern. Die ­Tech­no­logie er­stel­le ei­nen „Au­dio-Fingerabdruck“ jedes Anrufs, indem sie 147 Anrufmerkmale analysiert.

pindrop
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So werden neben der Stimme selber zum Bei­spiel auch Ort, Hin­ter­grundgeräu­sche, Nummernhis­torie und Anruftyp überprüft – um so vor un­gewöhnli­chen Aktivitä­ten zu war­nen, poten­zi­el­len Betrug zu ermit­teln und kriminel­le Anru­fer zu stoppen. Die Kun­den selbst müs­sen kei­ne zusätzli­chen In­formationen be­reit­stel­len. Die „Phoneprinting“-Technologie biete den Kunden Schutz vor den neuesten Taktiken, die Betrüger einsetzen, um ihre Anrufe zu tarnen und Personen zu manipulieren. Dazu zählen etwa Call ID Spoofing,  Stimmverfremdung und Social Engineering. Als Mitglied der von der britischen Regierung eingesetzten Joint Fraud Taskforce will die Lloyds Banking Group Erkenntnisse gewinnen und austauschen, die dazu beitragen können, Kriminelle vor Gericht zu bringen.

Einführung bei drei UK-Banken

Die Gruppe wird die Software Anfang nächsten Jahres flächendeckend bei der Lloyds Bank, der Halifax Bank sowie der Bank of Scotland einführen. Mit diesem Schritt verstärkt die Lloyds Banking Group ihre Vorkehrungen gegen Betrug, um die Konten und Identitäten der Kunden noch besser zu schützen.

LinkedIn
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Der Schutz unserer Kunden, ihres Gelds und ihrer Daten hat für uns höchste Priorität. Die Investition in bahnbrechende Technologien ist nur eine von vielen Maßnahmen, die wir treffen, um potenzielle Betrüger zu stoppen.“

Martin Dodd, Group Telephony Managing Director
Lloyds Banking Group

pindrop
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Die Phoneprinting-Technologie sei hoch belastbar und könne die Audiomerkmale eines Anrufs sehr schnell ermitteln und analysieren, um herauszufinden, ob ein Anrufer verdächtig ist. Die Technologie soll auch feststellen können, ob mehrere Anrufer mit derselben Telefonnummer in Verbindung stehen, was die Erkennung und Verfolgung krimineller Organisationen ermöglicht.

„Banken sind zunehmend gefordert, zusätzliche Garantien zu geben, dass die Daten und Gelder ihrer Kunden geschützt bleiben – umso mehr, als die Kanäle, über die kommuniziert wird, in den letzten Jahren vielfältiger geworden sind. Auch wenn viele Kunden heute Online-Banking nutzen, sind Telefonate weiterhin erforderlich, und dieser Kanal darf nicht zum schwächsten Glied werden“, ergänzt Mike Haley, Deputy Chief Executive bei den Betrugsbekämpfungsexperten Cifas

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