MEINUNG4. Dez. 2014

Bitcoin: Darknet & mangelnde Sicherheit machen der Digitalwährung zu schaffen

igor stevanovic/bigstock.com
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Die Bitcoin war einst als eine der ersten anonymisierten Digitalwährungen gepriesen worden, inzwischen jedoch ist es mit dem Ruf der virtuellen Münzen nicht mehr zum Besten bestellt. Der Grund: Märkte wie „The Silk Road“ und Skandale wie das Insolvenzverfahren gegen Mt. Gox. Gelingt der Bitcoin doch noch das „Comeback“ in die Seriosität?

Eine Bitcoin-Abrechnung von Timm Hendrichs IT-Sicherheitsexperte bei Netzsieger.de

The Silk Road war einer der größten Drogenumschlagsplätze der Welt und mit Bitcoin als Zahlungsmittel betrieben. Mt. Gox hingegen galt mit 70 % aller Transaktionen bis 2013 als die Börse unter den „Bitcoin-Banken“, bevor im Februar 2014 der Bankrott erklärt werden musste. Kurze Zeit später wurde die Leiterin des aufstrebenden Start-ups First Meta – ebenfalls ein Bitcoin-Händler – tot in einem Apartment in Singapur gefunden, als Grund wird Selbstmord angeführt. Das Ansehen von Bitcoin in der Öffentlichkeit scheint ruiniert. Eine Währung ohne Vertrauen ist keine Währung.

Anonymität zieht illegale Geschäfte an

Ursprünglich wurde die Bitcoin als Ersatz für Euro, Dollar & Co. eingerichtet. Die bei der Bezahlung mittels der Bitcoin herrschende Anonymität hat letztendlich dafür geführt, dass damit Drogen, Waffen und allerlei anderes illegales Gut in Dark Markets verkauft wurden. Wer nicht weiß, wie der Käufer heißt, kann ihn oder sie auch nur schwer belangen. Dies ist der Hauptgrund für die Nutzung der Bitcoin als Währung der Dark Markets.

Geringe Akzeptanz macht Reichweite überschaubar

Dennoch gibt es sowohl im englisch- als auch deutschsprachigen Raum zahlreiche Online-Händler, die Bitcoin als normales, legales Zahlungsmittel akzeptieren. Von Internetgütern wie Gutscheinen über Zubehör für Audio- oder Videotechnik und das Auto bis hin zu Musik, Spielen, Kleidung und Kunst kann bereits in hohem Ausmaß mit der Bitcoin bezahlt werden. Aber: Dabei handelt es sich in der Regel um kleine, nur in der jeweiligen Szene bekannte Händler. Damit die Bitcoin mindestens nationales und am besten globales Ansehen genießen kann, fehlt einer der „dicken Fische“. Wie groß wäre plötzlich das Interesse, wenn Amazon oder eBay reguläre Bezahlungen aller Produkte mit der Bitcoin akzeptieren würde?

Timm Hendrichs IT-Sicherheitsexperte bei Netzsieger.dePrivat
Timm Hendrichs IT-Sicherheitsexperte bei Netzsieger.dePrivat

Bitcoin ist ein Sicherheitsrisiko

Über das Thema Zukunftssicherheit der Bitcoin kann daher noch keine wirklich sichere Antwort gegeben werden, der Kurs erreicht sinnbildlich jede Minute neue Höhen und Tiefen. Aber: Sollten Sie im Besitz einiger Bitcoins sein, kann es nicht schaden, ihre digitale Geldbörse mittels aktueller Firewall zu schützen. Timm Hendrichs IT-Sicherheitsexperte bei Netzsieger.de warnt vor den Folgen eines mangelnden Internetschutzes: „In Bezug auf den Bitcoin sollte nicht an der IT-Sicherheit gespart werden, ansonsten kommt man irgendwann in die Verlegenheit, das Bitcoin-Portmonee zu verlieren – und das kann je nach Bitcoin-Anzahl unfassbar teure Schäden hervorrufen“.

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http://www.it-finanzmagazin.de/?p=7059
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