AKTUELL7. Aug. 2014

Per AccessNow: Chromebook als Thin-Client-Alternative

Quelle: Toshiba Chromebook/ eigen
Quelle: Toshiba Chromebook/ Montage
Giritech kündigt die Remote-Desktop-Lösung Ericom AccessNow als Version 3.4 an. AccessNow ist eine rein browserbasierte Lösung. Das Besondere: Es ist Clientseitig keine Software notwendig. Daher soll das Produkt auf allen Systemen unter allen Betriebssystemen lauffähig sein, sofern sie HTML5 beherrschen. Damit sei der Einsatz vom iPhone über Windows, Ubuntu bis hin zu RHEL-Lösungen durchführbar. Sogar Chromebooks könnten so zu Remote-Windows-Systemen werden.

Kostengünstige, einfach zu managende PCs sind das Ziel jeder IT. In der Regel wird das eher durch den Einsatz von Thin-Clients erreicht, denn sie entlasten nicht nur die Administratoren, sondern schonen auch die Budgets der Unternehmen. Grundsätzlich gilt aber: Anwendungen und individuelle Desktops verlagern sich in die Serverinfrastruktur und werden von dort bereitgestellt.

Virtuelle Desktops lassen sich mit der AccessNow-Lösung auf allen HTML5-fähigen Endgeräten darstellen.
Virtuelle Desktops lassen sich mit der AccessNow-Lösung auf allen HTML5-fähigen Endgeräten darstellen.

Der Chromebook-Ansatz

Einen cleveren, neuen Ansatz empfiehlt Giritech (DACH-Exclusivvertrieb von Ericom AccessNow): Hardwareseitig können preisgünstige Chromebooks eingesetzt werden. Chromebooks punkten mit vollwertiger Tastatur und Mausunterstützung und seien für typische Office-Aufgaben sehr gut geeignet. Die Anbindung an intern gehostete oder in der Private-Cloud befindliche Desktops und Anwendungen erledigt Ericom AccessNow direkt im Chrome Browser, entweder intern im LAN oder über Internet.

Dabei liefe AccessNow nativ im Browser, ohne dass Plugins, Softwaredownloads oder besondere Benutzerrechte notwendig sind. Der Anwender greife lediglich via Remote Desktop Services auf TS Sessions, virtuelle Desktops oder Applikationen – wie zum Beispiel SAP Business One als ERP Lösung – zu, die ansonsten über Chromebooks nicht erreichbar sind. Zusätzlich erhöht Ericom die Übertragungsgeschwindigkeit durch eine integrierte Komprimierung, die auf dem RDP-Beschleunigungsverfahren Ericom Blaze basiert.

Der Funktionsfumfang von AccessNow deckt auch typische Enterprise-Anforderungen ab. So sind Audioübertragung, Dateitransfer, Druckumleitung, Übertragung der Zwischenablage aber auch Lokalisierung für verschiedene Sprachen beinhaltet.

Flexibles Sicherheitskonzept

Bei AccessNow sind – je nach Anforderung – unterschiedliche Sicherheitsebenen definierbar. Die Palette reiche dabei von der einfachsten Variante mit Benutzername plus Passwort bis zur 2-Faktor Authentifizierung mit Hardware-Token (wobei hier Produkte von Drittanbietern integriert werden). Außerdem kann das kostenlose Ericom Secure Gateway als Sicherheitsinstanz mit Pre-Authentication in der DMZ platziert werden. Die Kommunikation läuft per WebSocket mit SSL Verschlüsselung und Zertifikat. Zudem sei das Produkt in bestehende SSL Portale, wie z. B. Cisco ASA oder Juniper, integrierbar.

Die serverseitige Konfiguration sei abhängig von der angestrebten Lösung (Security-Anforderungen, 3rd Party Integration und Konfiguration). Generell wird auf dem Zielssystem Terminal Server, Arbeitsplatz oder VDI) der Ericom „AccessServer“ Dienst eingerichtet. Für RemoteApps, Load-Balancing und Failover ist ein Terminal Server Agent Dienst erforderllich, ebenso können je nach Anforderung Infrastrukturdienste wie Ericom Secure Gateway oder Ericom PowerTerm Server sinnvoll sein. In grossen IT-Umgebungen kann Ericom PowerTerm WebConnect als zentrale Management-Instanz für AccessNow und Blaze dienen, gleichzeitig Load-Balancing uvm. bieten. Wichtig ist, dass diese Dienste in der Regel transparent implementierbar seien, ohne dass Infrastrukturänderungen erforderlich sind.

Alternative für BYOD, CYOD und Desktop-as-a-Service

Interessant: Auch Bring-Your-Own-Device (BYOD), Carry-Your-Own-Device (CYOD) und Desktop-as-a-Service lassen sich über diesen Weg innerhalb kürzester Zeit und zu deutlich geringen Kosten implementieren, ohne die bestehende Infrastruktur zu beeinträchtigen. AcessNow ist als „Any Device“-Lösungen im Finance- und Insurance-Sektor von A wie AXA, Allianz über Commerzbank, Deutsche Bank bis Wells Fargo vertreten.

AcessNow gibt es als „Named-Einzelplatz-Version“ für rund 65 EUR bis hin zu Volumenlizenzen (z.B. 1.000 Concurrent User für EUR 88.500,00 netto) erhältlich. Im Preis ist die Softwarepflege für 12 Monate enthalten.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=2190
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

BVR-Bernd-Lammel-258
Jobprofile: Drei Thesen zur Zukunft der Bankfiliale

Kosten- und Digitalisierungsdruck stellen aktuelle Herausforderungen an die Filialnetze der Banken. Welche Auswirkungen hat dies auf Jobprofile und den Personalmarkt? eFinancialCareers macht Beschäftigten mit drei...

Schließen