PREISE FÜR GESTOHLENE DATEN20. Okt. 2015

Darknet: Kreditkarte 30 Euro, PIN-Nummer 190 Euro, Online-Banking-Account 20 – 300 Euro

Intel Security
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Der Schwarzmarkt für gestohlene personenbezogene Daten boomt. Die organisiertee Cyber-Kriminalität verzeichnet einem explosionsartigen Anstieg. Ein äußerst spannender Report „The Hidden Data Economy“ von Intel Security/McAfee Labs gibt Einblicke in die Preise für gestohlene Daten und die Funktionsweise der verborgenen Schwarzmärkte. 

Sensiblen Daten sind nicht so teuer wie man meinen könnte – und gehandelt wird alles, was sich vermarkten lässt. Besonders hart trifft es Banken und Bankkunden. Die McAfee Labs der Intel Security Gruppe untersuchten die Preise für gestohlene Kredit- und Debitkartendaten, Bankanmeldedaten, betrügerische Bank­transfer­dienst­leistungen, Anmeldedaten für Onlinebezahldienste und Firmennetzwerke sowie für Kundenkarten und Online-Auktionen.

Kredit- und Debitkarten gibt es nach Qualitätsstufen sortiert

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Zahlungskarten-Daten gehören zu den am häufigsten gestohlenen und verkauften Daten. Die Forscher stießen auf eine hierarchische Einstufung hinsichtlich der Bündelung, Preisgestaltung und dem Verkauf der Daten innerhalb der Schattenwirtschaft. Die Preise steigen mit dem Informationsgehalt der Daten, da Cyberkriminelle die angereicherten Kerndaten noch weiterreichend nutzen können.

Einkaufen mit Full-ServiceIntel Security
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Ein Datenpaket mit hohem Informationsgehalt umfasst beispielsweise die Kennnummer einer Bankverbindung, das Geburtsdatum der betroffenen Person und die Rechnungsadresse sowie die PIN-Nummer, die Sozialversicherungsnummer und den Mädchennamen der Mutter. Sogar der Benutzername und sein jeweiliges Passwort für den Zugriff auf das Online-Banking werden als Zusatzdaten geliefert, um online auf das Konto des Kontoinhabers zuzugreifen und bestimmte Änderungen vorzunehmen.

Konten für Onlinebezahldienste werden aufgrund ihrer eingeschränkten Verwendung scheinbar nur nach ihrem jeweiligen Kontostand gehandelt. Anmeldedaten für Konten mit einem Guthaben von 400 bis 1.000 US-Dollar kosten schätzungsweise 20 bis 50 US-Dollar.

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Bankanmeldedaten können von Cyberkriminellen gekauft werden, um gestohlene Gelder ins Ausland zu transferieren. Die McAfee Labs haben Bankanmeldedaten für ein Konto mit einem Saldo von 2.200 US-Dollar für 190 US-Dollar ausfindig gemacht.

Cybercrime-as-a-Service und Marktplätze

„Wie jedes unkontrollierte, effiziente Wirtschaftssystem hat sich die Internet-Kriminalität schnell zu einem Markt entwickelt, auf dem jeder zahlreiche Tools und Services erwerben kann, der zu strafbaren Handlungen bereit ist“, erklärt Raj Samani, CTO bei Intel Security EMEA. „Dieser sogenannte „Cybercrime-as-a-Service“-Marktplatz trägt wesentlich zum explosionsartigen Anstieg der Cyberattacken bei – sowohl was Häufigkeit und Umfang als auch deren Intensität betrifft. Das Gleiche gilt für die zunehmende Verbreitung der Geschäftsmodelle, die den Handel mit gestohlenen Daten zu einem lukrativen Geschäft machen.“

Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Bericht: The Hidden Data Economy.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=21220
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