MOBILE PAYMENT28. Jan. 2015

Visa 2015: Die neue Ausrichtung heißt Digital Wallet, Token-Technologie und Datenschutz

mipan/bigstock.com
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Visa Europe konnte im Dezember gleich zwei eigene Rekorde brechen: 1 Million Karteneinsätze im Internet und 60 Millionen Euro Online-Umsatz an einem einzigen Tag (15. Dezember). Diese Hausnummer zeigen wohin die Reise geht. Doch auch im Mobile Payment und kontaktlosem Bezahlen hätte sich Visa 2014 weiter etabliert, hieß es bei der Präsentation der Jahresergebnisse in Frankfurt. Und das soll weitergehen: Das bezahlen per Smartphone soll durch ein Token-System deutlich sicherer und attraktiver werden.

Visa Europe
Unsere neue digitale Wallet V.me by Visa ist in der Vorbereitung: Sieben Banken führen bereits Pilotprojekte mit Mitarbeitern im Livebetrieb durch bzw. starten diese in den kommenden Monaten“


Ottmar Bloching, Visa Europe Managing Director für Zentraleuropa und Geschäftsführer Deutschland

Das mobile Bezahlen ist 2014 stärker in den Fokus von Visa gerückt. Mit Vodafone und der Volkswagen Bank bieten bereits zwei Unternehmen das kontaktlose mobile Bezahlen mit Visa per Smartphone an. „2015 wird für viele Mitgliedsbanken im Zeichen des mobilen Bezahlens mit dem Smartphone stehen, da sie entsprechende Angebote für Verbraucher vorbereiten. Dabei wird die Token-Technologie einen großen Stellenwert einnehmen“, so Bloching. Die DKB, Landesbank Berlin, BW Bank und Hanseatic Bank sind, laut Visa, beim Pilotprojekte und Live-Betrieb der digitalen Wallet V.me dabei – drei weitere Banken dürfen noch nicht genannt werden.

Visa Europe
Beim Token-System wird statt eines Passwortes (wie bisher) nur eine verschlüsselte Transaktionsnummer (eine Geräte-basierte, zufällig generierte Nummer) übertragen.Visa Europe

Tokens: Bequem und sicher soll es sein

Voraussetzung für den Erfolg des mobilen und Online-Bezahlens sind Sicherheit und Bequemlichkeit bei der Zahlungsabwicklung. Deswegen hat Visa gemeinsam mit anderen Anbietern in der Dachorganisation EMVCo die Token-Technologie entwickelt. Tokens seien die größte Veränderung in der bargeldlosen Bezahlwelt, weil bei der Transaktionsabwicklung nicht mehr die Kartendaten übertragen werden. Stattdessen werden die Karteninformationen in Transaktionsnummern verwandelt, sogenannte Tokens (eine Geräte-basierte, zufällig generierte Nummer). Dadurch wird das Risiko des Missbrauchs von Kartendaten deutlich reduziert. Tokens können zum Beispiel beim mobilen Bezahlen mit Visa per Nahfeld-Kommunikation (NFC) im stationären Handel und beim Online-Bezahlen mit V.me by Visa eingesetzt werden. Ein solches System wird übrigens auch bei der Apple-Pay-Lösung verwendet und soll für das Bezahlsystem V.me im zweiten Quartal 2015 kommen.

Visa-Podiumsdiskussion
Auch bei Podiumsdiskussion am Dienstag drehte sich alles um das Thema Mobile Payment. Visa Europe hatte dazu Banken, Händler, Acquirer und Dienstleister aus der Payment-Branche geladen. Visa Europe

2015 wird die Mobile Payment-Entscheidung fallen

„Das ist eine unglaublich spannende Zeit für die Zahlungsindustrie – 2015 wird ein Jahr voller neuer Möglichkeiten. Unser Ziel ist es, den Bargeldanteil im Handel von derzeit 70 Prozent weiter zu reduzieren. Dabei werden wir die bestehenden Technologien nutzen und neue digitale Zahlungslösungen ermöglichen. Vor allem werden wir Händlern und Konsumenten weiter einen qualitativ hochwertigen Service bieten. Zahlungen werden einfacher und sicherer als jemals zuvor werden“, sagt Nicolas Huss, CEO von Visa Europe.

Visa Europe
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