MOBILE PAYMENT20. Mrz. 2015

Facebook will mit dem Messenger Geld per Visa und Mastercard überweisen

fb-3
fb-1
fb-2

Das Facebook ins Payment einsteigen wird, ist seit Sommer 2014 ein offenes Geheimnis. Unklar war bisher nur, welche Dienste Facebook anbieten wird. Gerüchten zufolge habe das Unternehmen vor ein PFM zu bringen – es blieb allerdings bisher beim Gerücht. Kein Gerücht ist dagegen: Facebook will in den nächsten Monaten einen Bezahldienst in den Messenger integrieren der mit VISA und Mastercard funktioniert. Zunächst in den USA.

In der amerikanischen Variante des Facebook-Messengers, dem Chat-Programm von Facebook, will das Unternehmen in den kommenden Monaten ein neues Icon im Messenger-Fuß integrieren, das es in sich hat:
Dollar
Das Besondere am neuen „Dollar“-Icon sei, dass sich so mit nur einem einzigen Klick Geldbeträge per Kreditkarte überweisen lassen – per Chat. Der Benutzer muss dafür nicht einmal den Messenger verlassen oder eine weitere App installiert haben. So soll die neue Funktion Menschen eine bequemere und sichere Weise ermöglichen, Geld zu senden oder zu erhalten – so Facebook. Zunächst sei das nur unter Freunden geplant und vollständig kostenlos.

In der Praxis funktioniere eine Überweisung denkbar einfach: einen Chat öffenen, Dollar-Symbol anklicken, Betrag eingeben, Visa oder Mastercard angeben, absenden. Fertig. Der Geldempfang soll ebenso leicht funktionieren: Chat starten, Geldbetrag und Kreditkarte für den Empfang angeben, absenden. Der Unterschied: Geld das verschickt wird, soll laut Facebook sofort übertragen werden – beim Geldempfang würde die Transaktion zwischen 1-3 Tagen dauern.

Große Sorgen um die Sicherheit

Die Kreditkartenzahlung können Facebook-Nutzer auf zwei Arten verwenden: Entweder man gibt die Kartennummer pro Transaktion neu ein oder man vertraut Facebook und lässt die Kreditkartendanten speichern. Das Unternehmen betont, dass bei Transaktionen ein Mehrschichten-Modell von Software und Hardware-Basis verwendet würde, um die Daten optimal verschlüsselt zu speichern. Das Zahlungssystem würden in einer zusätzlich gesicherten Umgebung gehalten, die getrennt von anderen Teilen der Facebook-Netzwerk getrennt sei. Zudem würden diese Systeme gesondert überwacht, kontrolliert und ein Team von Anti-Betrugs-Spezialisten würde verdächtige „Kaufaktivitäten“ überwachen.

Für die eigenen Sicherheit empfiehlt Facebook dennoch, zusätzlich die Touch-ID für iPhones zu verwenden – die Messenger-Zahlung soll es aber auch für Android und Desktops geben. In Deutschland hält sich Facebook (wie immer) noch sehr bedeckt: „Es gibt derzeit keine Informationen zum Zeitpunkt einer internationalen Einführung.“ Das es jedoch international eingeführt werden wird, daran besteht offenbar kein Zweifel.aj

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=11696
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, Durchschnitt: 4,00 von maximal 5)
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Andreas-Thonig-Tradeshift-516
Disruption der Finanzbranche: Können sich etablierte Player gegenüber FinTechs noch behaupten?

Broker werden durch Algorithmen ersetzt, Banken verzichten auf Filialen und die Blockchain-Tech­no­lo­gie verändert ganze Systeme – keine Branche ist gegenwärtig stärker im Umbruch als...

Schließen