EVENTS & MESSEN4. Mrz. 2016

GENOHackathon: Ideen, Freundschaft, Spaß –
KIML siegt & „Immo Lotse“ wurde „genovativste“ Idee

FiduciaGAD
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Michael Luks begrüßte die Teilnehmer zum ersten GENOHackathon. FiduciaGAD

100 Teilnehmer, 12 Teams, 48 Stunden: Von Dienstag bis Donnerstag bot eine un­gewöhnli­che Locati­on auf der Münch­ner Pra­ter­in­sel den passen­den Rah­men für ein neues Ver­an­stal­tungs­format der Genossenschaftbanken: den ers­ten GEN­OHa­cka­thon (Twitter: #genohackathon). Das Event knüpfte an die Ha­cka­thons der Fiducia & GAD (wir berichteten) und die GENObarcamps an – und war offensichtlich ein riesen Erfolg.

Hackathons galten bisher als das Steckenpferd der FinTechs. Aber offenbar können es die Banken auch – denn: unter dem Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“ suchten Banker nach spannenden, neuen Ideen rund um das Bankgeschäft der Zukunft. Veranstalter und Initiatoren waren die ADG (Akademie Deutscher Genossenschaften),  DZ BANK Gruppe, die Fiducia & GAD und verschiedene VR-Banken. Entstanden ist die Idee übrigens auf dem vorigen genobarcamp.

Und dann wurde – wie bei Hackathons üblich – nicht nur gegrübelt, sondern die Ideen wurden auch sofort umgesetzt. Agile Programmierung. In wenigen Stunden entstanden so bereits beeindruckende Prototypen.

FiduciaGAD
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Der organisationsübergreifende Ansatz hat den GENOHackathon um neue Sichtweisen und andere Mentalitäten bereichert. Beim Hackathon geht es in erster Linie darum, gemeinschaftlich und mal ganz unbürokratisch Ideen weiter zu denken und in kurzer Zeit erste Prototypen zu entwickeln.“

Michael Luks, Leiter Innovation und Transformation Fiducia & GAD

Dabei wurden die Gruppen bunt gewürfelt: Bankberater, App-Entwickler oder auch Produktspezialisten, … spontan zu interdisziplinären Teams. Einzige Voraussetzung: Keine Unternehmensgrenzen – jedes Team hatte mindestens ein Mitglied aus der Fiducia & GAD, der DZ BANK Gruppe und aus einer der teilnehmenden Banken.

Kreativarbeit.FiduciaGAD
Kreativarbeit. FiduciaGAD

„So können Leute zusammenarbeiten, die normalerweise nicht in Kontakt kommen“, so Michael Luks. In zwölf Gruppen wurde an den unterschiedlichsten Ideen gearbeitet: Von der Prepaid-Versicherung, einer zeitlich flexiblen Versicherung für verschiedene Lebenssituationen, bis hin zu einem digitalen Geldbeutel, der bei Kaufentscheidungen Empfehlungen gibt, war alles dabei.

Ideen und Freundschaft standen im Fokus

„Der Umgang untereinander war direkt locker und freundschaftlich“, erzählt Luks. Wer aus welchem Unternehmen komme, sei von Anfang an total nebensächlich gewesen, die Idee, an der das Team gemeinsam arbeitete, stand völlig im Fokus.

Flankiert von Workshops rund um die Themen Kundenzentrierung, Geschäftsmodellierung und Pitch-Training diskutierten und programmierten die Arbeitsgruppen buchstäblich um die Wette, um am Donnerstagnachmittag beim finalen Pitch die Jury zu überzeugen. Diese bestand aus Sandra Bindler, Vertriebsvorstand der Münchner Bank, Thomas Ullrich, Vorstandsmitglied der DZ BANK AG, Dr. Christian Brauckmann, Vorstandsmitglied der WGZ BANK, Dr. Friedrich Zuther, Abteilungsleiter Bankorganisation und Informationstechnologie beim BVR und Gerd Müller, Leiter Architektur und Innovationen bei der Fiducia & GAD.

Die Pitches: Zwölf Teams – geniale Ideen in je sechs Minuten

Raum für Kreativität und IdeenFiduciaGAD
Raum für Kreativität und Ideen FiduciaGAD

Hier beeindruckten die zwölf Teams in je sechs Minuten mit ihren Lösungen, aber auch durch die kreativen und professionellen Präsentationen. Im Anschluss an den Pitch beriet sich die Jury, die aufgrund der vielen tollen Ideen der Teams keinen leichten Job hatte. Nach intensiven Diskussionen kürte sie schließlich einen Lösungsentwurf zum Gewinner …

Die Sieger: KIML – Kann ich´s mir leisten und „Immo Lotse“ ist „genovativste Idee“

Die Gesamtsieger entwickelten eine mobile Anwendung mit dem Namen „KIML – Kann ich´s mir leisten“ – einen cleveren digitalen Geldbeutel. Das Siegerteam: Anissa Boyamba (Münchner Bank), Rudi Mottinger (Fiducia GAD), Ferdinand Schneider (Schwäbisch Hall Kreditservice), AndyGeißl (Fiducia GAD), Thomas Fischer (Sparda Bank München), FabianHeiß (PSD Bank Berlin-Brandenburg) und  Markus Brendle (Fiducia GAD). Diese Sieben erhalten nun die Chance, die Idee weiter auszuarbeiten und diese zudem im Raum Perspektiven auf der diesjährigen Messe COM16 der Fiducia & GAD dem Publikum zur Diskussion und zur Bewertung vorzustellen.

Darüber hinaus wurde der beste Pitch prämiert und der Lösungsvorschlag, der am besten die genossenschaftliche Idee innovativ aufgreift: „Immo Lotse“. Die Jurymitglieder waren von den Ideen so begeistert, dass es darüber hinaus noch spontan mehrere Sonderpreise der Jury gab, damit die Teams ihre Idee weiter durchdenken und ausgestalten können. Wie zum Beispiel der schon erwähnten, spannenden Prepaid-Versicherungs-Idee. Noch mehr Details zur Veranstaltung finden Sie auf Twitter hier.

Nach drei intensiven, spannenden und ergebnisreichen Tage fasste Sandra Bindler, die als Sprecherin der Jury die Ehrung der Sieger vornahm, zusammen:

Es war unglaublich, mit welchem Engagement und Leidenschaft hier gearbeitet wurde. Wenn ich so etwas erlebe, glaube ich, dass wir gut mit den FinTechs mithalten können.“

Eine Bildersammlung zum Hackathon finden Sie hier. Weitere Berichte
– F.A.Z: „Die Volksbanken suchen die Super-App„,
– Czerwensky: „FinTechs: Genossen messen sich beim ersten „GenoHackathon“ in München“,
– Wir leben Genossenschaft: „Der erste GenoHackathon“ und
– Boris Janek: „Großer Bruder: GENOHackathon“

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http://www.it-finanzmagazin.de/?p=27603
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