ANWENDUNG22. Aug. 2014

Hinter der Kulisse: Finanz Informatik stellt ihr IT-Service-Management vor

Finanz Informatik in Frankfurt Quelle: Finanz Informatik
Finanz Informatik in Frankfurt Quelle: Finanz Informatik

IT-Verantwortliche sollen sich auf die IT-Strategie konzentrieren – deshalb lagern Sparkassen IT-​​Routinearbeiten zur Finanz Infor­ma­tik (FI) aus. Die FI – als IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe – gewährt einen Blick hinter die Kulissen. FI spricht über die aktuellen Erfahrungen mit ihrem IT-Service Management.

Zu den zentralen Herausforderungen für Banken, Sparkassen und Versicherungen gehören in der IT die Effizienzsteigerung der Systeme, die Optimierung von Geschäftsprozessen und die Senkung der IT-Kosten. Darüber hinaus müssen IT-Verantwortliche mehr denn je die Anforderungen aus den Fachbereichen berücksichtigen, die Lösungen für den Einsatz mobiler Endgeräte suchen. Aber auch Berücksichtigung steigender aufsichtsrechtlicher Vorgaben und die Gewährleistung der IT-Sicherheit stehen weiter oben auf ihrer Agenda.

Kurzportrait:
Finanz Informatik
Die Finanz Informatik (FI) mit Sitz in Frankfurt ist der IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Zu ihren Kunden gehören 417 Sparkassen, 8 Landesbanken, die DekaBank, 10 Landesbausparkassen, öffentliche Versicherer und weitere Unternehmen. Die FI leistet: Entwicklung und Bereitstellung von IT-Anwendungen, Netzwerken und technischer Infrastruktur über den Rechenzentrumsbetrieb bis hin zu Beratung, Schulung und Support. Es entwickelt und betreibt die Gesamtbanklösung OSPlus (mit 125 Millionen Konten;  98 Milliarden technischer Transaktionen). Das Unternehmen beschäftigt (mit Tochtergesellschaften) rund 5000 Mitarbeiter.
Um sich mehr auf die mit diesen Herausforderungen verbundenen strategischen und taktischen Aufgaben fokussieren zu können, suchen CIOs und IT-Verantwortliche verstärkt Unterstützung bei externen Dienstleistern für eine gesicherte Auslagerung des IT-Service Managements: Vor diesem Hintergrund benötigen auch die über 410 Sparkassen in Deutschland IT-Unterstützung rund um die Infrastruktur am Arbeitsplatz inklusive Administration oder Einbindung in das Sprach- und Daten-Netz.

„Maßgenaues“ Endgeräte-Management

Durch die Auslagerung von operativen Aufgaben gewinnen IT-Verantwortliche mehr Freiheiten, um sich auf die IT-seitige Unterstützung der strategischen Ausrichtung des Instituts in Richtung Beratung und Vertrieb konzentrieren zu können. Damit sich Sparkassen-Mitarbeiter ganz auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, benötigen sie am Arbeitsplatz eine funktionierende technische Infrastruktur mit Thin Clients, Monitoren und Druckern, die das Tagesgeschäft in Sparkassen unterstützen.

Neben Serviceleistungen für die regelmäßige Wartung von Endgeräten oder im Störungsfall, setzen Institute schon vor der Beschaffung eine abgestimmte Beratung voraus. Sie wünschen ein Konzept, das den gesamten Produktzyklus berücksichtigt – von der Beschaffung über die Inbetriebnahme und Administration der Geräte bis hin zur Störfallbehebung und Entsorgung der Altgeräte. Dabei darf nur validierte und zertifizierte Hardware zum Einsatz kommen, die auf die Gesamtbanklösung OSPlus abgestimmt ist. IT-Verantwortliche profitieren auf diesem Weg davon, dass stets aktuelle Software-Releases und -Updates auf den Systemen genutzt werden können. Dabei benötigen die Institute eine sorgfältig aufeinander abgestimmte und hoch skalierbare Infrastruktur als Grundlage für den reibungslosen Betrieb der Clients.

Zugriff nur per Web-Browser

Wichtig für Sparkassen-Mitarbeiter: Funktionierende technische Infrastruktur mit Thin Clients, Monitoren und Druckern.
Wichtig für Sparkassen-Mitarbeiter: Funktionierende technische Infrastruktur mit Thin Clients, Monitoren und Druckern.
Unabhängig vom Endgerät greifen die Mitarbeiter ausschließlich über Web-Browser auf die zentralen bankfachlichen Anwendungen zu. Diese laufen auf Terminalservern in den Rechenzentren der FI. Damit ist sowohl die Infrastruktur als auch die Anwendungsarchitektur bereits so ausgerichtet, dass clientseitig keine lokalen Komponenten installiert sind. Durch die Auslagerung der Verantwortung der Arbeitsplatz-Hardware können Sparkassen sowohl gebundenes Kapital reduzieren als auch die eigenen Mitarbeiter entlasten.

Administration nach Wunsch

Auch die regelmäßige Administration der Gesamtbanklösung OSPlus bindet Kapazitäten in der IT-Abteilung. OSPlus wird von allen deutschen Sparkassen genutzt und basiert auf einer einheitlichen modernen Architektur, die den aktiven Verkauf von Sparkassen- und Verbundprodukten über alle Phasen des Vertriebsprozesses durchgängig unterstützt. Grundlage hierfür ist die integrierte Daten- und Informationsbasis, die alle relevanten Kunden- und Vertragsinformationen enthält. Als zukunftsfähige IT-Lösung ist OSPlus durch eine hohe Flexibilität und Integrationsfähigkeit gekennzeichnet, denn entsprechende Schnittstellen der Anwendungsarchitektur erlauben es, Markt- und Verbundpartner über einen standardisierten und direkten Zugang zu integrieren.

Zweimal pro Jahr müssen Sparkassen ein aktuelles Release zu feststehenden Terminen in ihre Systeme einspielen und administrieren. Damit Sparkassen diesen administrativen Teil auslagern können, muss ein Dienstleister weitreichende OSPlus-Kenntnisse haben. Nur dann ist gewährleistet, dass die Vorgaben der „Muss-Administration“ zum festgelegten Zeitpunkt unter Beachtung der institutsspezifischen Anforderungen realisiert werden. Optionale OSPlus-Angebote kann das Institut im Rahmen der „Kann-Administration“ durch einen IT-Dienstleister implementieren lassen. Hier Sparkassen profitieren von einem Dienstleister, der bereits für andere Institute administrative Aufgaben übernommen hat und seine Erfahrungen im Rahmen einer Best Practice-Administration auf andere übertragen kann.

IT-Administratoren können durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern Vorteile auf unterschiedlichen Ebenen für das Tagesgeschäft erzielen: So kann der Dienstleister aktive Impulse für eine bessere OSPlus-Nutzung setzen und entwickelt Lösungsszenarien gemäß fachlicher Anforderungen. Dabei müssen die Lösungen stets auf einen umfassenden OSPlus-Einsatz ausgelegt sein. Gleichzeitig profitieren die Sparkassen-Institute davon, dass die Abteilungen kein Administrations-Know-how mehr vorhalten müssen. Der IT-Dienstleister übernimmt dann nicht nur dauerhaft operative Aufgaben, sondern bringt auch umfangreiches Wissen für die technischen Umsetzungsmöglichkeiten der Systeme mit. Dabei stellt er sicher, dass Synergien genutzt und bestehende Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Von der Verlagerung administrativer Aufgaben profitieren Sparkassen nachhaltig, weil die Qualität und Zuverlässigkeit der IT-Infrastruktur steigt und Prozesse effizient gestaltet werden.

Telefonieren via Internet

FI Hannover Quelle: Finanz Informatik
FI Hannover Quelle: Finanz Informatik
Infolge stabiler Breitbandverbindungen stellen Unternehmen ihre Telefonanlagen auf Voice-over-IP-Technik um. Die Verantwortung dafür liegt bei der IT-Abteilung. Auch Sparkassen erkennen die Vorteile von internetbasierten Telefonaten, wie beispielsweise fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Kommunikationsmedien, und entschieden sich für einen Wechsel.

Um diese Art des Telefonierens umfänglich nutzen zu können, muss die Integration insbesondere in das OSPlus-Netzwerk (OSPN) abgestimmt sein. OSPN unterstützt als IP-Netzplattform mit zentral im Rechenzentrum aufgestellten Anwendungs-Servern als auch das dezentrale Client-Server-Umfeld unterschiedlichste Einsatzszenarien. Mit OSPN nutzen die Sparkassen eine effiziente Netzwerklösung, die die Leistungsansprüche des heutigen System- und Anwendungsbetriebs berücksichtigt und bereits jetzt auf zukünftige technische Anforderungen ausgerichtet ist.

Für den Einsatz einer Internetbasierten Telefonanlagen benötigen Sparkassen eine Lösung mit einer durchgängigen End-to-End-Verschlüsselung, um sowohl die regulatorischen Vorgaben der Aufsichtsbehörden zu erfüllen, als auch die Richtlinien des sicheren IT-Betriebes einzuhalten. Im Zuge der Verschmelzung von Telefon und Internet kann die Telefonielösung auch unmittelbar in die Gesamtbanklösung OSPlus integriert werden. Diese Verknüpfung vereinfacht unter anderem den Workflow der Mitarbeiter durch eine komfortable Anbindung an das bestehende Mailsystem wie Outlook oder Lotus Notes oder die Zeiterfassung. Gleichzeitig beinhalten Voice-over-IP-Anlagen auch ein signifikantes Kostensenkungspotenzial, etwa durch kostenfreie Gespräche zwischen einzelnen Filialen oder von einer Filiale zur Hauptgeschäftsstelle im eigenen Netz.

Sparkassen lagern IT-Aufgaben aus 

Bei der Vielzahl der operativen Aufgaben bietet sich die Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister an, der nicht nur ein umfassendes Leistungsspektrum bietet, sondern auch weitreichende Erfahrungen in Bezug auf die IT-Landschaft in der Sparkassen-Finanzgruppe mitbringt. Sparkassen lagern vermehrt Aufgaben rund um den Arbeitsplatz aus und setzen IT-Outsourcing zielgerichtet ein. Die aktuellen Erfahrungen der Finanz Informatik lassen den Stellenwert gezielter Outsourcing-Maßnahmen erkennen: IT-Verantwortliche können sich verstärkt auf die IT-Strategie konzentrieren, um Vertrieb und Beratung in Sparkassen stärken zu können.
Für den wachsenden Bedarf an operativen IT-Services hat die FI ein auf die Anforderungen der einzelnen Institute abgestimmtes Angebot entwickelt und übernimmt dabei die zentrale Betreuung der komplexen IT- und Kommunikationsstrukturen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Dazu gehören mit „Full Service Thin Client“ und „Full Service Drucker“ zwei Dienstleistungs-Angebote für das Endgeräte-Management. Beim Einkauf der Hardware durch die FI profitieren Sparkassen dabei auch von Skalen- und Mengeneffekten.

Die Übernahme zentraler administrativer Aufgaben rund um die Gesamtbanklösung OSPlus der IT-Dienstleister ist im „AdminService“ zusammengefasst. Das aktuelle Portfolio beinhaltet aktuell sechs Module: Aktiv, Kontokorrent und Karten, Passiv, Zahlungsverkehr, Dokumente und Basisadministration. Fachlich werden dabei etwa Institutswerte, OSPlus-Parameter und Konditionen angepasst. Zudem übernimmt die FI die auftragsspezifische Beratung des Institutes und stellt die elektronische Archivierung der Aufträge gemäß der aktuellen Gesetzeslage sicher. 
Mit „OSPlus-Telefonie“ erhalten Sparkassen eine maßgeschneiderte internetbasierte Telefonielösung. Die Lösung ist hochverfügbar und redundant in den Rechenzentren aufgebaut, so dass die Vorteile im Zusammenspiel mit OSPlus-Netze zum Tragen kommen. Durch die Zusammenarbeit mit der FI und der Konzentration auf einen IT-Dienstleister ergibt sich eine vom Server bis zum Arbeitsplatz durchgehende Verantwortungs- und Servicekette.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=2634
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Stimmen, Durchschnitt: 3,54 von maximal 5)
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

tashatuvango-bigstock-change-258
Personaler verlieren Change Management an Unternehmensstrategen

Bei Veränderungsprojekten beziehen Führungskräfte die Unter­nehmens­ent­wicklung und -steuerung als Begleiter stärker mit ein. Der Personalbereich hingegen hat als so genannter Change Agent einen zunehmend...

Schließen