DIGITALISIERUNG30. Sep. 2016

Jetzt werden dicke Bretter gebohrt: Deutsche Bank startet Digitalfabrik für 800 MA plus FinTechs plus MIT

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Die Deutsche Bank arbeitet offen­sichtlich vehement an der Um­ge­stal­tung und Modernisierung der Ge­schäfts­modelle. Nach der Eröffnung des Datenlabors in Dublin (wir berichteten) hat die Deutsche Bank nun ein eigenes Entwicklungszentrum für digitale Bankprodukte eröffnet: die Digitalfabrik in Frankfurt. Hier sollen rund 400 Mitarbeiter aus 14 Nationen neue Produkte und Software entwerfen und pro­gram­mieren. Im Kern werden es Software-Entwickler, IT-Spezialisten und Finanzfachleute sein. Von Beginn an dabei sind FinTechs, für die in der Digitalfabrik 50 zusätzliche Arbeitsplätze bereitstehen.

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Die neue Digitalfabrik der Deutschen Bank soll schon 2018 auf eine Kapazität von bis zu 800 Mit­arbeitern ausgebaut werden. Das Ziel: Die Bank solle im Wettbewerb um Ideen und Technologien zu den Vorreitern zählen. Dabei wird sie bei den digitalen Projekten mit dem renommierten MIT (Massa­chusetts Institute of Technology) zusammenarbeiten.

Christian Sewing, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und Leiter des Geschäfts mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden (PW&CC), hob in seiner Rede hervor, wie wichtig Investitionen in Forschung und Entwicklung für das Bankgeschäft sind.

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Die heutige Eröffnung der Digitalfabrik ist eine weitere Etappe auf dem Weg der Deutschen Bank hin zu einem Technologieunternehmen. Wir werden auf die Digitalisierung nicht nur reagieren, wir werden sie aktiv gestalten. Die Zahl erfolgreicher Anbieter im Bankgeschäft wird kleiner, die schnellsten unter ihnen werden Marktanteile gewinnen.“

Christian Sewing, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und Leiter des Geschäfts mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden (PW&CC)

Neue Aufgaben für die Filialen

Die Filialen der Bank spielen im Zusammenhang mit digitalen Neuheiten weiterhin eine wichtige Rolle. Sewing ergänzt: „Spezialisten schalten sich per Video ins Gespräch dazu, Berater besprechen die Finanzen des Kunden auf ihrem iPad und Robo Advisor analysieren die Kapitalmärkte: Das sind nur einige von vielen digitalen Elementen, mit denen wir die Qualität der Beratung und die Zufriedenheit der Kunden in den Filialen noch einmal spürbar steigern werden.“

Neue Impulse gemeinsam aus IT, Software-Entwicklung und Fachbereichen

Von der Digitalfabrik erwartet die Deutsche Bank Impulse für Innovationen sowie die weitere Digitalisierung und den Umbau der Bank. „Die Deutsche Bank Labs finden und bewerten neue Ideen. In der Digitalfabrik setzen wir diese Ideen in Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden um. Dies unterstreicht unseren Willen, zu investieren und die Bank zu digitalisieren“, sagt Kim Hammonds, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und Group Chief Operating Officer.

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Die Digitalfabrik ist die Keimzelle, in der wir Produkte agil entwickeln und umsetzen. Der Schwerpunkt unserer Techniker und Ingenieure liegt dabei auf Geschwindigkeit und Umsetzung in kurzen Entwicklungszyklen. Dieser Ansatz ist wesentlich für den Erfolg in einer sich dynamisch und schnell verändernden Welt.“

Kim Hammonds, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank

Dies spiele auch im Wettbewerb um die besten Talente eine wichtige Rolle: „Die Digitalfabrik ist ein attraktiver Arbeitsplatz. Er bietet ein gutes Umfeld, um kreativ zu sein und schnell greifbare Ergebnisse zu erzielen. Dadurch können wir die besten Talente für uns gewinnen”, sagt Hammonds.

Aus einigen Projekten in der Digitalfabrik sind bereits neue digitale Produkte und Dienstleistungen entstanden, darunter die App „Deutsche Bank Mobile“ (wir berichteten), die als erstes Projekt der Digitalfabrik gilt. „Die Digitalisierung des Privat- und Firmenkundengeschäfts liegt im Plan“, sagt Markus Pertlwieser, Digitalchef im Privat-, Vermögens- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank. „Die Zusammenarbeit mit FinTechs trägt Früchte, und wir arbeiten erfolgreich an weiteren Innovationen“, so Pertlwieser weiter.

Große Pläne für zukünftige Produkte

Im weiteren Jahresverlauf und Anfang 2017 erwarte die Kunden der Bank eine ganze Reihe an neuen digitalen Angeboten für Online, Mobile und Filiale:

1. Mit dem „FinanzPlaner MultiBanking“ erhalten Deutsche Bank-Kunden einen umfassenden Überblick über ihre Konten, Karten, Depots und Kredite bei nahezu allen deutschen Banken – egal, ob auf dem Tablet, Smartphone, Laptop oder Desktop
2. Der digitale Safe der Deutschen Bank (eSafe) startet ebenfalls in diesem Jahr. Darin können Kunden Dokumente und Passwörter sicher speichern.
3. Wenn die App „Deutsche Bank Mobile“ im November auch für Android verfügbar ist, steht den Kunden im nächsten Schritt ein Verfahren für das mobile Bezahlen zur Verfügung. Damit können sie von unterwegs zum Beispiel über das Smartphone bequem bezahlen.
4. Ab November 2016 können Neukunden außerdem in wenigen Minuten digital ein Konto eröffnen und mit Kreditkarte und Dispositionskredit unmittelbar nutzen.
5. Ab kommendem Frühjahr werden Privatkunden auf einem digitalen Marktplatz der Deutschen Bank zwischen unterschiedlichen Termingeldangeboten von anderen Banken wählen können

Neben den Produkten im Privatkundengeschäft spielt auch die Entwicklung von Zukunftstechnologien eine wichtige Rolle. So wird aktuell an konkreten Anwendungen für künstliche Intelligenz, Spracherkennung oder Blockchain gearbeitet.

Weitere Informationen zur Digitalfabrik der Deutschen Bank, ihren Produkten sowie Film- und Fotomaterial hat die Deutsche Bank hier zusammengestellt.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=37659
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