P2P PAYMENT-LÖSUNG21. Okt. 2015

Jiffy von SIA: Italienisches P2P-Payment will europäische Banken im Sturm erobern

SIA
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Die Italiener kommen! Jiffy ist ein P2P-Payment mit großen Plänen: die Lösung soll bald in ganz Europa verfügbar sein – wenn nicht sogar inter­na­ti­onal. Was sich im ersten Moment äußerst verwegen anhört, hat eine erstaunlich solide Basis. Jiffy kommt von SIA – einem auf elektronischen Zahlungsverkehr spezialisierten Unternehmen, das auch bei der SEPA-Einführung eine beachtliche Rolle spielte. Außerdem unterstützte SIA die Deutsche Bundesbank beim Anschluss an TARGET2-Securities. Und: SIA hat für Jiffy bereits 13 Banken mit 80 Prozent Marktabdeckung in Italien anschließen können.

Cristina Astore (Head of SIA North West Europe) ist überzeugt: „P2P ist die Killerapplikation, die dem in vielen europäischen Ländern immer noch weitverbreiteten Einsatz von Bargeld entgegenwirken kann.“ Dazu passt eine aktuelle Studie des italienischen Wirtschafts- und Finanzministeriums die sage, das in Italien noch immer 82 % aller Transaktionen in bar erfolgen, und nach Angaben der Bundesbank beträgt dieser Anteil auch in Deutschland beachtliche 73 %. Einige Staaten intervenieren daher bereits mit spezifischen Verordnungen. So gestattet zum Beispiel ein Gesetzesentwurf in Dänemark Gewerbetreibenden, ab dem kommenden Jahr Barzahlungen abzulehnen.

P"P-Payment auf Itallienisch für Banken gedacht.SIA
P2P-Payment auf Itallienisch.SIA

Jiffy bedeutet auf Englisch „Augenblick“ und sei speziell für Banken entwickelt worden

Mit der App von SIA sollen in sekundenschnelle Geld per Smartphone verschickt und empfangen werden. Dabei wird das Smartphone, die IBAN des Bankkontos und die Handy-Nummer des Kontoinhabers miteinender verknüpft. So würde die Transaktion abgesichert. Die Nutzung des P2P sei dabei so einfach, wie etwa die typischen Dienstleistungen der Social Networks.

Soweit bekannte Kost. Aber:
– das System sei als Service auf europäischer Ebene konzipiert. Dabei denkt man offenbar klassisch und hat die Applikation mehreren Zentralbanken, darunter auch der Bundesbank, präsentiert.
– Jiffy soll zudem voll den Anforderungen des Euro Retail Payments Boards genügen. Vor diesem Hintergrund unterstützt SIA die Banken, die aus sicht des Unternehmens im Zahlungsverkehr weiterhin eine zentrale Rolle spielen und auch die gesamte Wertschöpfungskette kontrollieren, vor allem im Bereich der mobilen Endgeräte.

Jiffy will nach Deutschland expandieren

Das Jiffy-System basiert auf einer SEPA-Überweisung und könnte deshalb im gesamten Euro-Zahlungsverkehrsraum verwendet werden. Der deutsche Markt ist dabei eines der internationalen Expansionsziele von Jiffy. Das Hauptargument der SIA ist: Die SIA sei bereits als zuverlässiger Partner bekannt und geschätzt. Beispielsweise als Technologiepartner von EBA Clearing beim Management der Plattform STEP2 für die Abwicklung direkter Gutschriften und Belastungen nach den neuen SEPA-Normen. Darüber hinaus unterstützte SIA die Deutsche Bundesbank beim Anschluss an TARGET2-Securities, die einheitliche europäische Plattform für die inländische und die grenzüberschreitende Wertpapierabwicklung.

SIA
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Wir ha­ben be­reits Erfahrung mit den deut­schen Zahlungs­systemen und können mit un­se­ren Infra­struktu­ren die Abwicklung ho­her Trans­akti­ons­volumi­na garantie­ren. SIA steht nicht nur für Si­cherheit, sondern auch Innovati­on. Mit Jiffy möch­ten wir uns mit ei­nem einfa­chen und intuitiven Service auch an die deut­schen Bankkun­den wen­den.“

Cristina Astore, Head of SIA North West Europe

13 italienische Bankengruppen nutzen Jiffy bereits

In Italien ist Jiffy bislang vor allem bei den Banken auf großes Interesse gestoßen: 13 italienische, an Jiffy angeschlossenen Bankengruppen haben einen Anteil von mehr als 80 % der inländischen Bankkonten. Hierzu gehören: Unicredit, Intesa SanPaolo, UBI Banca, Gruppo Carige, Cariparma (Gruppo Credit Agricole), BNL (BNP Paribas Group) und Widiba (Gruppo Monte dei Paschi di Siena) bereits aktive Nutzer. Bis zum Jahresende werden auch die Kunden von Banca Mediolanum, Banca Popolare di Milano, Banca Popolare di Sondrio, Banca Popolare di Vicenza, Che Banca!, Monte dei Paschi di Siena und Gruppo Poste Italiane Zugang zum P2P von SIA haben. Auch mit den wichtigsten internationalen Kreditinstituten seien Gespräche im Gang.

Wie auch bei anderen P2P-Systeme, die es in Detuschland gibt, kann jede Bank kann Jiffy personalisieren und weiterentwickeln, um Neukunden zu akquirieren oder aber die Bindung zu ihren Bestandskunden zu festigen.

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