PPI STUDIE23. Dez. 2014

MaRisk, Basel III, BCBS 239, EMIR, PSD II: regulatorische IT-Anpassungen bringen wenig bis nichts

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Mehr als die Hälfte der Banken sind der Meinung, dass ihre Kunden wenig Verständnis für die Regulierungsfolgen haben – und – 77 Prozent der deutschen Kreditinstitute sind der Überzeugung, dass die IT-Anpassungen aufgrund regulatorischer Vorgaben nur einen geringen oder überhaupt keinen Nutzen für ihren Unternehmenserfolg bringen. Das zeigt die 35 Seiten umfassende Studie „Stauatlas: IT in der Bankenregulierung“ des Software- und Beratungshauses PPI AG, für die 30 IT-Leiter in 30 verschiedenen Banken befragt wurden. 

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Bei früheren Projekten, etwa Basel I und II, hat die Bankbranche den Nutzen für das eigene Geschäft noch deutlich erkannt. Weitere Verschärfungen der Regularien stoßen zunehmend auf Unverständnis.“


Thomas Reher, Studienleiter und Vorstandsvorsitzender der PPI

Nahezu alle Banken sind von Umstellungsanforderungen durch MaRisk und Basel III betroffen.  PPI
Nahezu alle Banken sind von Umstellungsanforderungen durch MaRisk und Basel III betroffen. PPI
Die Umsetzung neuer Regelwerke wie die Eigenkapitalreform (Basel III) und die Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) werden – davon sind 40 Prozent der Banken überzeugt – überhaupt keinen Nutzen für den eigenen Geschäftserfolg bringen. Von einem eher geringen Nutzen gehen 30 Prozent aus, 7 Prozent von einem sehr geringen. Nur 16 Prozent glauben, dass die Geldhäuser in größerem Maße von den Neuerungen profitieren werden.

Stand der Umsetzung im August 2014PPI
Stand der Umsetzung im August 2014PPI
Für die Marktstudie „Stauatlas: IT in der Bankenregulierung“ wurden 30 IT-Verantwortliche aus 30 deutschen Banken im Auftrag der PPI AG zur Umsetzung regulatorischer Vorgaben befragt. Die Befragung wurde vom Marktforschungsinstitut Forsa nach der CATI-Methode (Computer Assisted Telephone Interview) durchgeführt und fand von Juni bis Juli 2014 statt.

Wem nutzt die Regulierung?

„In den Kreditinstituten staut sich nicht nur der Aufwand für IT-Projekte, sondern auch Frust aufgrund immer neuer Regelwerke an“, sagt Thomas Reher, Studienleiter und Vorstand des auf Finanzunternehmen spezialisierten Software- und Beratungshauses PPI AG. „Bei früheren Projekten, etwa Basel I und II, hat die Bankbranche den Nutzen für das eigene Geschäft noch deutlich erkannt. Weitere Verschärfungen der Regularien stoßen zunehmend auf Unverständnis.“

Die Kundenzufriedenheit ist gefährdet

Aus Sicht der Geldinstitute betrifft dies auch die eigenen Kunden. 57 Prozent der befragten Entscheider betrachten die fehlende Akzeptanz beim Kunden als eines der Hauptprobleme bei den aktuell zu bewältigenden Umstellungen. „Den erhöhten bürokratischen Aufwand durch Regelwerke wie MiFID II bekommt auch der Kunde zu spüren“, sagt Thomas Reher. „In einer Zeit, in der Banken hart um das Vertrauen der Verbraucher kämpfen müssen, sind immer neue regularische Hürden kontraproduktiv.“

PPI-Studie
PPI-Studie „Stauatlas: IT in der Bankenregulierung“

Regulierung für Innovationen nutzen

PPI rät den IT-Verantwortlichen deshalb massiv dazu, den hohen regulatorischen Druck für neue Geschäftsmodelle zu nutzen: „In vielen Banken sind ohnehin umfassende Modernisierungen der IT notwendig, auch um sich auf veränderte Kundenbedürfnisse einzustellen. Den Druck durch neue Regularien sollten die Banken dafür als Rückenwind nutzen, dann können die IT-Umstellungen auch zu nachhaltigem Geschäftserfolg beitragen“, so Reher.

Die 35-seitige Studie kann kostenlos bei PPI über das Kontaktformular bestellt werden.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=7805
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