ONLINE-, POS- & MOBILE-PAYMENT27. Jun. 2016

Omni-Payment für 22 Länder: Worldpay Total soll bezahlen per Smartphone, Online & POS ermöglichen

Worldpay
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Worldpay hat die europaweite Einführung eines neuen Omnichannel-Bezahlsystems angekündigt: Worldpay Total. Der Service wird in Zu­sam­men­ar­beit mit Aevi (einer Wincor-Nixdorf-Tochter) realisiert. Worldpay Total will ein einheitliches und bequemes Einkaufen über alle On- und Offline Vertriebskanäle anbieten, beispielsweise via mobilem Endgerät, der Website oder am Point-of-Sale. Das Omichannel-Angebot wird in 22 europäischen Ländern verfügbar sein.

Worldpay
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Die Testphase habe „Worldpay Total“ schon hinter sich: Das neue Bezahlsystem wurde in Frankreich erprobt und soll dort auch ab September 2016 eingeführt werden. Bis Januar 2017 wird es dann sukzessive in den restlichen Märkten verfügbar sein – Deutschland sei im Januar 2017 dran. Insgesamt seien folgende Märkte geplant: Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich (ab September 2016), Island, Italien, Luxemburg, Niederland, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich (seit 2014).

Kanalübergreifender Verkauf, Umtausch und Rückerstattung möglich

Das Woldpay-Angebot klingt fast so, als hätten Händler „Wünsch Dir was“ gespielt: Alle Kanäle, alle Zahlarten, Rückerstattung und Umtausch inklusive. Fehlt eigentlich nur noch Punkte sammeln. Das Omichannel-Angebot zielt besonders auf eine spürbare Reduktion von Kosten und Komplexität – insbesondere bei einer Expansion bzw. Internationalisierung des Geschäfts. Das Angebot biete darüber hinaus ein konsolidiertes Reporting, beispielweise mit einen Überblick über Verkaufsaktivitäten von jedem Vertriebskanal sowie Informationen über internationale Zahlungs- und Kundendaten. Der Clou: Worldpay Total werde ein dynamisches Produkt, dass alle aktuellen und zukünftigen Zahlungsmethoden berücksichtigt. So könnten Unternehmen ihren Kunden stets die aktuellen Zahlungsmethoden anbieten und trotzdem den immer schneller wandelnden Technologien und Verbraucherwünschen Rechnung tragen (Stichwort: Biometrie). Ein kanalübergreifender Umtausch sowie Rückerstattung sei ebenso problemlos möglich. Damit dürfte ein weiterer ernsthafter Konkurrent für die Bezahlsysteme deutsche Banken gestartet sein.

Rogier de Boer, Vize Präsident EMEA Business Development, Global eCommerce, WorldpayWorldpay
Rogier de Boer, Vize Präsident EMEA Business Development, Global eCommerce, WorldpayWorldpay

Drei Fragen an Rogier de Boer, Vize Präsident EMEA Business Development, Global eCommerce, Worldpay

Warum steigen Sie in einen Markt ein, den ApplePay und AndroidPay bereits aufräumen werden?

Mit Bargeld-, Kreditkarten- und Onlinezahlungen als den wichtigsten Zahlungsmethoden, die von Unternehmen bisher angeboten wurden, war der Zahlungsmarkt bislang relativ stabil. Doch seit Kurzem kommen immer mehr Zahlungsoptionen auf den Markt, so dass Verbraucher eine größere Auswahl haben und mehr Benutzerfreundlichkeit genießen können: Neben den Zahlungsmöglichkeiten via Bargeld, Kreditkarte, Banküberweisung oder digitalen Wallets, wie sie beispielsweise Alipay oder PayPal anbieten, gibt es nun auch neuere Methoden wie die eWallets auf Smartphones oder Smartwatches.

Uns ist bewusst, dass sich der Zahlungsmarkt vielfältiger aufstellt und unsere aktuellen Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. Die Verbraucher haben mittlerweile auch Interesse an Zahlungsmethoden, die früher noch als weit hergeholt eingestuft wurden. So zeigte sich zum Beispiel in einer repräsentativen Umfrage, dass mehr als 40 Prozent der in Deutschland Befragten davon ausgehen, dass für die Abwicklung eines Warenkaufs im Jahr 2021 biometrische Daten verwendet werden. Zudem besteht laut Befragung der starke Wunsch danach, schon in der unmittelbaren Zukunft die Möglichkeit zu haben, Online-Zahlungsmethoden wie beispielsweise PayPal auch im stationären Ladengeschäft benutzen zu können …

… fast 40 Prozent (38,23 %) der Befragten gaben an, dass sie Online-Bezahlmöglichkeiten auch bei Transaktionen in einem Geschäft wünschen.“

Unsere Aufgabe ist es, ein dynamisches Bezahlsystem anzubieten, das sich schnell und einfach anpassen lässt und die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden stets gewährleistet – ganz gleich, wie sich die Landschaft rund um den Markt der Zahlungsoptionen in Zukunft verändern wird. Worldpay Total ist mit allen on- und offline sowie mobilen Zahlungsmethoden innerhalb vieler europäischer Länder kompatibel. Unsere Kunden müssen sich also nicht darüber den Kopf zerbrechen, wie sie mit den neuesten Technologien mithalten können. Sie machen einfach mit dem weiter, was sie am besten können: ihrem Geschäft nachzugehen.

Was ist ihr großer Vorteil ggü. Apple, Google und PayPal?

Die Stärke von Worldpay liegt in der Kompatibilität mit vielen verschiedenen Zahlungsmethoden: Wenn die Verbraucher mit Apple, Google oder PayPal bezahlen möchten, so ermöglichen wir es unseren Kunden, ihren Käufern dies anbieten zu können.

Worldpay Total ist keine Zahlungsmethode. Worldpay Total ist ein Omnichannel-Bezahlsystem…“

…, das es Unternehmen ermöglicht, ein einfaches, flexibles und skalierbares Zahlungssystem anzubieten, das mit allen In-Store- und Online-Zahlungsmethoden – einschließlich Bargeld, Kreditkarte, Banküberweisung oder digitalen Wallets wie Alipay oder PayPal – kompatibel ist. Die Unternehmen greifen auf ein einheitliches und unternehmensweites Zahlungssystem zurück, das alle Zahlungsmittel über alle Kanäle hinweg unterstützt und können dabei sicher sein, dass dieses System sich den verändernden Verbraucheransprüchen ständig anpassen wird. Worldpay Total ist ein auf den europäischen Markt ausgerichtetes Angebot, das in der Lage ist, mit den Unternehmen zu wachsen, wenn diese ihre internationale Präsenz ausweiten.

Alle Zahlungsmethoden unter einem System zusammenzuführen bedeutet zudem, dass Unternehmen den kompletten Überblick über ihre Zahlungsdaten sowie Einblicke in das On- und Offline-Kaufverhalten ihrer Kunden haben. Auf Basis dieser Erkenntnisse können Unternehmen ihr Geschäft besser analysieren und verstehen und letztendlich auch effektiver planen. Aufgrund der Tatsache, dass Unternehmen sich lediglich mit einem Datensatz befassen müssen, verwenden sie weniger Zeit auf administrative Prozesse und haben mehr Zeit dafür, das zu tun, was sie am besten können: ihr Geschäft erfolgreich führen.

Welche Bedeutung hat Worldpay für den Payment-Bereich? Wie groß ist ihr Kundenstamm, wie viele Transaktionen gibt es pro Monat?

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Worldpay operiert global und stellt seine Leistung Unternehmen in weltweit 146 Ländern zur Verfügung. An einem typischen Tag verarbeitet Worldpay 31 Millionen Transaktionen, die entweder mit einem mobilen Endgerät, online oder In-store durchgeführt werden – das sind etwa 360 Transaktionen pro Sekunde.

Im Jahr 2015 wickelte Worldpay insgesamt 13,1 Milliarden Transaktionen im Wert von über 400 Milliarden britischen Pfund ab.“

Worldpay unterstützt mit über 300 verschiedenen Zahlungsmethoden ca. 400.000 Unternehmen in 126 verschiedenen Währungen in 146 Ländern. In UK ist Worldpay der Nummer 1 Payment-Provider und wickelt dort rund 42 Prozent aller Transaktionen ab. Das Worldpay Netzwerk ist in der Lage, Zahlungen aus jenen Regionen zu akzeptieren, die mehr als 99 Prozent des weltweiten BIP abdecken.

Vielen Dank, Herr de Boer!aj

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http://www.it-finanzmagazin.de/?p=32744
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