SB & FILIALE5. Aug. 2016

Outsourcing: SIA übernimmt das eMoney-Processing der Unicredit – massiver Einstieg in Deutschland

HVB München
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Das die SIA schon geraume Zeit den deutschen Markt beäugt und den Einstieg plant, ist nicht erst seit Jiffy, Auriga & co bekannt – nun scheint ein weiterer wichtiger Schritt genommen zu sein: SIA steigt in das eMoney-Processing der Unicredit in Italien, Österreich und Deutschland ein. Damit übernehmen die Italiener unter anderem die GAA-Transaktionen der HVB. Die Akquisition umfasst das Management von etwa 13,5 Millionen Zahlkarten, 206.000 POS-Terminals sowie 12.000 Geldautomaten von UBIS.

Unicredit Business Integrated Solutions (UBIS), ein Unternehmen der Unicredit Group, und SIA unterzeichneten heute einen Vertrag zum Verkauf des Processing Geschäfts an SIA – für die Summe von 500 Millionen Euro. Das Processing Geschäft umfasst etwa 13,5 Millionen Zahlkarten sowie das Management und den Betrieb von 206.000 POS-Terminals und 12.000 Geldautomaten in Italien, Deutschland und Österreich.

Darüber hinaus unterzeichnete UBIS mit SIA einen 10-jährigen Outsourcing-Vertrag für die Bereitstellung von Processing Services für Zahlungstransaktionen, die über Debit-, Kredit- oder Prepaidkarten erfolgen sowie für das Management von POS-Terminals und Geldautomaten.

SIA
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Durch diese Akquisition bauen wir unsere führende Position in Europa aus, indem wir Zahlungs­transaktions­volumina erhöhen und größere Skaleneffekte erzielen.”

Massimo Arrighetti, CEO SIA

Für SIA bedeutet die Akquisition eine Fortsetzung ihrer Wachstumsgeschichte: Durch die Übernahme werden die Umsätze über 20 Prozent zulegen (2015 Pro-Forma Umsatzzahlen).

SIA-Logo-516„Diese Akquisition erlaubt SIA, seine Wettbewerbsposition auf inländischem und internationalem Level weiter zu stärken, insbesondere in Deutschland und Österreich – zwei ihrer Hauptzielmärkte im Business Plan 2016 bis 2018. Darüber hinaus können wir die Volumina der Zahlungen, die über unsere Technologie-Plattformen durchgeführt werden, steigern und dadurch auch die Skaleneffekte erhöhen“, so Massimo Arrighetti, CEO von SIA.

Die Vereinbarung könnte im Bereich eMoney, auf Basis der Pro-Forma-Zahlen 2015 von SIA, einen Anstieg der Kartenzahlungstransaktionen von rund 4 Milliarden auf über 5 Milliarden bedeuten. Bei der Akquisition waren für SIA als Rechtsberater Studio Chiomenti, für die steuerlichen Aspekte Studio Tremonti sowie Ernst & Young als Finanzberater tätig.

Seit Anfang 2016 habe SIA mehrere Initiativen gestartet. Dazu gehören unter anderem:
1. die Entwicklung der gesamteuropäischen Infrastruktur für Sofort-Zahlungen mit EBA Clearing, welche Ende 2017 starten soll;
2. die Realisierung der neuen Interbanken-Zahlungen von Neuseelands Zentralbank (die vierzehnte Zentralinstitution zwischen Europa, Afrika, dem mittleren Osten und Ozeanien, die SIAs Technologien adaptiert);
3. die Vereinbarung mit der Raphaels Bank über die Entwicklung und die Einführung neuer SEPA-Zahlungs-Lösungen und über Karten und Services über mobile Endgeräte in Großbritannien und dem Rest von Europa;
4. die Realisierung der ersten mobilen Wallet für NFC-Zahlungen in der Tschechischen Republik, welche sowohl MasterCard als auch Visa unterstützt, für die CSOB Bank, die Teil der belgischen KBC Group ist.

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