DATENMANAGEMENT18. Feb. 2015

Software Defined Storage: IBM setzt auf Commodity-Hardware für große Datenmengen

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IBM kündigt Spectrum Storage an – ein neues Speichersoftwareportfolio, um die Effizienz der Datenspeicherung zu verbessern. Die Wirtschaftlichkeit der Datenspeicherung soll so künftig mit intelligenter Software erhöht werden. Die neue Software sorge für einen effizienteren „Data Footprint“ und speichert Daten zu optimierten Kosten. Dabei werde auch die Speicherleistung maximiert; Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit werden berücksichtigt, sagt IBM.

Was ein wenig nach Science Fiction klingt baut auf mehr als 700 IBM-Patenten und soll Kunden beim Übergang in Hybrid-Cloud-Geschäftsmodelle unterstützen. Die Lösung könne große Datenmengen von einer einzigen Steuerungskonsole verwalten und diese so ablegen, wie und wo Kunden es wünschen: Von Flash-Speicher für schnellstmöglichen Zugriff bis hin zu Tape und Cloud für niedrigstmögliche Kosten. Früher nannte man das hierarchisches Datenmanagement. Doch Spectrum Storage soll mehr können.

IBM setzt weiter auf OpenStack

Um die Entwicklung der nächsten Generation von Speichersoftware zu beschleunigen, hat IBM Investitionen von mehr als 1 Milliarde US-$ in sein Speichersoftware-Portfolio in den nächsten fünf Jahren angekündigt. Mit dieser Investition will das Unternehmen seine Position bei Software-Defined-Storage-(SDS)-Plattformen weiter ausbauen. Die geplante Investition wird sich auf Forschung bei neuen Cloud-Storage-Software-, Object-Storage- und Open-Standard-Technologien konzentrieren, inclusive OpenStack.

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Es braucht einen neuen Ansatz, um Kunden bei der Bewältigung des immensen Datenwachstums zu helfen. Traditionelle Speicher sind in einer Welt, in der der Wert einzelner Daten sich fortlaufend verändert, nicht mehr effizient“

Ralf Colbus, Senior Storage Experte, IBM

In gleichem Maß, wie neue Anwendungen eine Bereitstellung über die Cloud verlangen, wächst auch die Nachfrage nach Speicherung von Daten in der Cloud. Dies erfordert einen neuen Ansatz für die Verwaltung von Daten mit einer Softwareschicht oberhalb der vorhandenen Speicherhardware. Die Branchenanalysten von Gartner prognostizieren, dass „bis zum Jahr 2019 70 Prozent der Speicher-Produkte auch als Software-Only-Versionen zur Verfügung stehen“. Und im Jahr 2020 werden zwischen 70 und 80 Prozent aller polystrukturierten Daten auf kostengünstigeren Speichern durch Software-Defined-Speicherumgebungen verwaltet.

kubais/bigstock.com
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IBM setze deswegen darauf, die Intelligenz von den traditionellen Speicherhardware-Produkten zu trennen. Damit können Kunden diese künftig in jeder Form nützen – as-a-Service, als Appliance oder als Software. IBM Spectrum Accelerate sei dabei die erste IBM Software, die auf der IBM XIV High-End-Speicher-Lösung basiert.

IBM Spectrum Accelerate befähigt Kunden, ihre Speicherinfrastruktur mit intelligenten Funktionen aus der XIV-Speicherlösung zu versehen. Zu diesen Merkmalen gehören eine im Markt einzigartige Architektur, die kein Tuning benötigt. Sie ermöglicht, Speicherkapazität dynamisch in wenigen Minuten hinzuzufügen – im Gegensatz zu den Monaten, die es üblicherweise dauert, Speicherhardware heute zu beschaffen, zu installieren und zu betreiben. Die Software sorgt für Betriebskontinuität auch im K-Fall für alle zugeordneten Daten, verglichen mit dem Risiko des Verlustes von Daten aus 15 Minuten oder mehr Betriebszeit bei einigen konkurrierenden Speichersoftwareangeboten. Geschwindigkeit, Datensicherheit und -schutz sind für Kunden in datenzentrischen Branchen wie Finanz, Gesundheitswesen, Handel und Telekommunikation essentiell bei der Einführung neuer Workloads in Hybrid-Cloudumgebungen.

Öffnung für Commodity-Hardware

kjekol/bigstock.com
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Damit würde „IBM Spectrum Accelerate zur derzeit branchenweit offensten Speichersoftware – basierend auf Industriestandards und einsetzbar auf Commodity-Hardware.“ Kunden können Spectrum Accelerate dafür einsetzen, bestehende Rechenzentrumsressourcen zu bündeln, um damit ihre eigene skalierbare Hyper-Cloud-Umgebung zu bauen. Die Software  wird über ein zentrales Dashboard einsetzen, das besonders benutzerfreundlich sei. Die Software steuert damit die Datenhaltung flexibel und kosteneffizient quer über vorhandene Rechenzentren und für dedizierte Zwecke aufgebaute Cloud-Umgebungen.

Migration per Multi-Cloud-Connecter soll in 2015 kommen

IBM plant noch in diesem Jahr, einen Multi-Cloud-Connecter als Software-Funktion in IBM Spectrum Storage einzuführen. Diese Entwicklung ist ein Resultat der IBM Forschung aus Rüschlikon und ermöglicht es, Daten dynamisch zwischen multiplen Clouds zu migrieren. Daten bleiben dabei vertraulich und sicher. Dieses Werkzeug führt zu einem „Cloud-of-Clouds“-Ansatz der zu einem stärkeren Schutz vor Ausfällen und eventuellen Datenverlust führt, als eine einzelne Cloud sie jemals liefern könnte.

IBM Spectrum Accelerate bringe außerdem eine Reihe von cloud-bereiten Funktionen und Technologien mit wie Snapshot, synchrone und asynchrone Replikation, Mandantenfähigkeit, Automation über RESTful API und Openstack, VMware vCloud Suite-Integration und Self-Provisioning. 

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