POS-PAYMENT20. Okt. 2014

Sparkasse: Apple Pay, girogo und innovative Mehrwerte

Montage: So könnte der Einsatz der girogo-Karte aussehenApple.com, DSGV, ITFM
Bildmontage: So könnte der Einsatz der girogo-Karte aussehen, wenn Apple dem Sparkassen-Vorschlag zustimmt.Apple.com, DSGV
Spiegel Online meldete gestern „Sparkassen wollen mit Apple zusammenarbeiten„. Doch es steckt deutlich mehr dahinter! IT Finanzmagazin hat bei Alex­an­der von Schmet­tow, Pres­se­spre­cher des Deut­schen Spar­kas­sen– und Giroverband, nachgefragt, wie Apple Pay mit den eigenen Lösungen wie girogo zusammenpasst.

Ja, die Sparkassen gehen auf Apple zu und bieten die Zusammenarbeit an, denn der DSGV hält NFC für den richtigen Weg. Die NFC-Technologie nutzen die Sparkassen mit girogo bereits seit vier Jahren und möchten sie Anfang 2015 verstärkt in den Markt tragen und bewerben. Mit Apple kann das Ziel noch schneller erreicht werden. Das ist die eine Seite der Geschichte. Die Andere ist: Die Sparkassen haben offenbar ein neues Dienstleistungs-Geschäftsmodell im Auge und Apple könnte der kommunikative Enabler sein, weil auch Apple das Thema NFC stark vorantreibt.

girogo ist der Antrieb für den Sparkassen-Vorstoß

Bis Ende das Jahres möchten die Sparkassen 85 Prozent der EC-Karten mit girogo-Funktionalität ausgestattet haben. „Aber es genügt nicht, nur die NFC-Karte zu haben. Es werden auch die entsprechenden Terminals benötigt“, so von Schmettow.

Alex­an­der von Schmet­tow, Pres­se­spre­cher des Deut­schen Spar­kas­sen– und Giroverbandes DSGV
Alex­an­der von Schmet­tow, Pres­se­spre­cher des Deut­schen Spar­kas­sen– und Giroverbandes DSGV
Und da könnte Apple mit der Apple Pay der richtige Eisbrecher sein, denn „egal was Apple tut, sie erzeugen die notwendige Awareness“. Dementsprechend sehen die Sparkassen hier ein enormes Potential, um auf dem Weg NFC-Lösungen auf breiter Front als Bezahlsystem endlich am POS voran zu bringen. Denn das zentrale Problem ist das Henne-Ei-Problem mit dem Handel. Der Handel wird anbieten, was der Kunde nachfragt. Die Nachfrage könnte durch Apple Pay verstärkt werden.

Die Innovation ist ein Paradigmenwechsel:
Die Sparkassen wollen Mehrwertdienstleister im Zahlungsverkehr werden

Von Schmettow weiter: „Es gibt zwei denkbare Entwicklungen: Einerseits wäre es begrüßenswert, wenn girogo ein Bezahlsystem in Apple Pay werden könnte. Technisch ist das gut möglich, denn girogo basiert bereits auf NFC-Technologie. Zum Zweiten: Wenn Apple dazu Third-Party-Programme mit NFC-Zugriff erlauben würden, dann könnten wir die Sparkassen-App mit der girogo-Karte verknüpfen.“

Ziel der Sparkassen ist grundsätzlich (egal ob nun mit girogo oder Apple) Bezahlsystem-Mehrwerte zu liefern. Dem DSGV schwebt dabei ein eigener Dienstleistungs-Marktplatz für girogo vor. Über den girogo-Marktplatz lassen sich Zusatzleistungen wie Essensvorbestellungen in Kantinen (oder Schulverpflegung), Verwaltung von Konfektionsangaben und Anderes per girogo anbieten und steuern. Ein zusätzlicher Service rund ums Geld. Und das ist die innovative Idee hinter der NFC-Strategie: Es geht nicht mehr nur um den Zahlungsverkehr, sondern um zusätzliche Dienstleistungen

Weitere Artikel:
– Zah­lungs­ver­kehr ist Commodity

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=5098
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