KARRIERE23. Sep. 2016

Auswertung: 1 Prozent weniger Jobangebote bei Banken, 4 Prozent mehr bei FinTechs

Joblift
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Anhaltender Stellenabbau und Filialsterben: Ist die Digitalisierung Schuld am Abbau bei klassischen Banken? Die Frage mit „Ja“ zu beantworten, wäre wohl etwas zu platt, denn Banken schreiben satt 17-mal mehr Stellen aus als FinTechs. Dafür wächst aber der Mitarbeiter-Bedarf der FinTechs monatlich um 4 Prozent, fanden die Betreiber der Meta­job­such­ma­schine Joblift bei ihrer Auswertung heraus.

Finanzspezialisten zieht es von Frankfurt nach Berlin

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Mit der zunehmenden Digitalisierung der Finanzindustrie verlagere sich der Stellenmarkt von der Finanzmetropole Frankfurt in die Startup-Hochburg Berlin und erfordert andere Aus­bildungs­profile: So lässt sich eine Tendenz weg von kauf­män­nischen und beratenden Berufen hin zu Soft­ware­ent­wick­lern sowie Vertriebs- und Marketingfachkräften erkennen. Die FinTechs verzeichnen zwar aktuell 17-mal weniger offene Stellen als Banken, das Jobangebot wächst jedoch monatlich um 4 %

FinTechs suchen derzeit 530 Mitarbeiter, …

Derzeit schreiben deutsche FinTech-Unternehmen 530 Jobs auf joblift.de aus, den stärksten Bedarf verzeichnen dabei mit je 45 Vakanzen der Inkubator HitFox, der insbesondere junge FinTech-Unternehmen fördert, sowie Wirecard, ein Technologieunternehmen mit Fokus auf elektronischem Zahlungsverkehr. Darauf folgt Deposit Solutions, eine Plattform für Privatkundeneinlagen, mit 16 Stellenanzeigen.

… Banken bräuchten dagegen derzeit 8931 Mitarbeiter

Betrachtet man hingegen die traditionelle Bankenbranche ohne FinTech, so zählt man 8.931 aktive Jobangebote, wobei die Commerzbank mit 383, die HypoVereinsbank mit 331 sowie die Targobank mit 202 Jobs die Top-Arbeitgeber bilden. Auch wenn im FinTech-Bereich zurzeit deutlich weniger Stellen ausgeschrieben werden, lag das durchschnittliche monatliche Wachstum der Jobanzeigen im letzten Jahr bei rund 4 %, während die Bankenbranche einen leichten Rückgang der Stellenanzeigen von monatlich rund 1 % erfuhr.

FinTech-Startups bringen bestehende Branchenverhältnisse ins Wanken: Sie schreiben fast viermal mehr Stellen in Berlin als in der Finanzmetropole Frankfurt aus.“

Momentan scheint das Gewicht der FinTech-Unternehmen gegenüber den traditionellen Banken recht gering. Allerdings könnten die aufstrebenden Technologiestartups die Branchenverhältnisse nachhaltig verändern. Zum einen brechen sie bereits heute die Vormachtstellung von Frankfurt am Main als Finanzmetropole: Während die etablierten Banken zum größten Teil in der hessischen Großstadt ansässig sind – 17 % ihrer Anzeigen sind für diesen Standort geschaltet, 10 % in Berlin und 8 % München – suchen FinTech-Unternehmen vor allem in der Hauptstadt (49 % der Anzeigen) nach Personal. Relativ weit abgeschlagen folgen München mit 15 % und Frankfurt am Main mit 13 % der ausgeschriebenen Positionen.

Herkömmliche Finanzinstitute suchen zu 27 % Bankkaufleute und Berater, FinTech-Unternehmen hingegen zu 33 % hoch qualifizierte Entwickler und Vertriebsexperten.“

Zum anderen verlangen FinTech-Unternehmen andere Berufsprofile als der klassische Bankensektor. Die TOP 3, der gesuchten Mitarbeiter bei FinTechs:

1. 18 % der von diesen ausgeschriebenen Stellen richten sich an Software- und Webentwickler
2. 15 % an Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb und Business Development sowie
3. 7 % an Marketing- und Kommunikationsexperten.

Bei traditionellen Banken:

1. Im traditionellen Bankensektor hingegen werden hauptsächlich Bankkaufleute, vor allem für die Kundenberatung beziehungsweise -betreuung gesucht (17 %)
2. Unternehmens- und IT-Berater mit rund 10 %
3. Angestellte im Finanz- und Rechnungswesen mit 5 %.

Joblift
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Zum großen Teil handelt es sich im traditionellen Bankensektor um Ausbildungsberufe: 27 % der ausgeschriebenen Stellen erfordern explizit eine Fachausbildung, 23 % ein Master- und 5 % ein Bachelorstudium. Der Ausbildungsgrad bei FinTech-Jobs scheint im Vergleich dazu deutlich akademischer zu sein: 32 % der offenen Jobs verlangen einen Master-, 14 % einen Bachelorabschluss und nur 7 % eine abgeschlossene Ausbildung.

Joblift
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Geht man davon aus, dass die Bankenbranche immer stärker digitalisiert wird, wird sehr wahrscheinlich ein Großteil der klassischen kaufmännischen Angestelltenberufe überflüssig, während die Nachfrage nach hoch qualifizierten IT- sowie Marketing- und Vertriebsspezialisten zunehmend wachsen dürfte.
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http://www.it-finanzmagazin.de/?p=37178
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