ZAHLUNGSVERKEHRS-STAMMDATEN10. Feb. 2015

SWIFT baut seine globale Stammdaten-Plattform für die Nutzung durch regionale Communities aus

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Auf Basis der weltweiten SWIFTRef-Plattform will SWIFT künftig auch Hosting und Management für nationale und regionale Dateninitiativen anbieten. Dazu stellt SWIFT seine globale Stammdaten-Plattform künftig auch für die zentrale Sammlung sowie das Management nationaler und regionaler Stammdaten zur Verfügung. Dies gab das Unternehmen heute bekannt. Die Grundlage hierzu bildet die Stammdatenplattform für den Zahlungsverkehr SWIFTRef. Die SWIFTRef-Plattform dient der Sammlung, dem Management sowie dem Einsatz globaler Zahlungsverkehrs-Stammdaten und wird von mehr als 5.500 Finanzinstitutionen und 500 Unternehmen auf der ganzen Welt genutzt.

Stephen-Gilderdale-150Hoch­auto­ma­ti­sier­te und effiziente Stammdaten-Plattformen sind künftig auch auf lokaler Ebene unerlässlich, da regulatorische Anforderungen und die Verlagerung hin zur Echtzeit-Verarbeitung den Druck verstärken, jederzeit sofort über korrekte Daten zu verfügen. Mit SWIFTRef können sich die Banken auf eine robuste und bewährte Infrastruktur für das Management ihrer nationalen und regionalen Daten verlassen.”
Stephen Gilderdale, Head of New Business Development SWIFT

SWIFTRef-Daten werden zur Kennzeichnung von internationalen, nationalen und SEPA-Zahlungsanweisungen sowie zur Unterstützung regulatorischer Reporting-Anforderungen eingesetzt. Infolge zunehmender Daten-Komplexität und strenger regulatorischer Anforderungen an die benötigten Daten stehen nationale Institute vor wachsenden Herausforderungen. Sie brauchen eine zentrale Quelle für die zuverlässige Bereitstellung sowie die Verwaltung korrekter regionaler Kennziffern wie nationale Bankleitzahlen, Clearing Codes und heimische SEPA-/IBAN-Daten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, stellt SWIFT künftig nationalen und regionalen Communities die Funktionalität und die Leistungen seiner globalen SWIFTRef-Plattform auch für den Einsatz auf lokaler Ebene zur Verfügung.

Eine solche Anwendung ist die Einrichtung einer landesweiten zentralen Dateninfrastruktur-Plattform in Großbritannien, mit der den Anforderungen der ausschließlich für die Eurozone geltenden SEPA/IBAN-Regulierung (EC 260/2012) begegnet werden soll. Um in Großbritannien einen reibungslosen Übergang für seine Mitglieder sicherzustellen (Endtermin ist der Oktober 2016 für Nichtmitglieder der Eurozone), hat das britische Payments Council die Bereitstellung einer zentralen automatisierten IBAN/BIC-Datensammlungs- und Verwaltungsplattform auf der Basis von SWIFTRef beschlossen.

Payments Council setzt auf IBAN/BIC-Stammdatenplattform

Die in den IBANs der Länder enthaltenen nationalen Bankkennziffern sind entscheidend für die Ableitung des korrekten BIC aus einer IBAN. Eine effiziente, automatisierte Einrichtung zur Erfassung dieser nationalen Bankkennziffern und der zugehörigen BICs auf nationaler Ebene ist dabei unverzichtbar. Der Service des Payments Council verschafft den britischen Finanzinstitutionen einen Echtzeit-Zugriff auf die korrekten IBAN-BIC-Daten von Partnerbanken und ermöglicht ihnen eine einfache Pflege der eigenen IBAN-BIC-Daten. Dank der Flexibilität ihrer Architektur und ihrer Software sowie ihres Daten-Managements kann die SWIFTRef-Plattform zudem auch weiteres Wachstum durch neue Services und Funktionen im Einklang mit den schnell wechselnden Anforderungen in Großbritannien verarbeiten.

SWIFTEin weiteres regionales Projekt, das auf der SWIFTRef-Plattform aufbaut und dort erfolgreich betrieben wird, ist die Stammdaten-Plattform EURO1/STEP 1 der Euro Banking Association (EBA). Künftig kann die SWIFTRef-Plattform von jedem nationalen oder regionalen Institut wirksam eingesetzt werden, das eine umfassende Lösung für seinen Stammdatenbedarf benötigt.

Maurice Cleaves, Interim-CEO des britischen Payments Council, ergänzte: „Wir haben uns für den Aufbau der IBAN/BIC-Stammdatenplattform in Großbritannien mit SWIFT entschieden, da die Position und die Expertise von SWIFT in der Finanzindustrie eine umfassende Vernetzung nicht nur innerhalb Großbritanniens, sondern auch mit der EU sicherstellt. Großbritannien ist kein Euro-Land, aber es hat enge Handelsbeziehungen mit der Eurozone. Daher sind solche Projekte zur weiteren Vernetzung und für die Einhaltung der SEPA-Regulierung essenziell für Großbritannien.”

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