STUDIEN & UMFRAGEN29. Sep. 2016

SWIFT: Neue Studie zur Vereinfachung von Routing-Praktiken im Zahlungsverkehr

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SWIFT hat die neue Studie „Information paper – Simplifying payment routing data“ veröffentlicht, die sich mit den Möglichkeiten für Banken zur Rationalisierung ihrer internen Leitwegsteuerung (Routing) im Zahlungsverkehr befasst. Die Studie zeige auf, wie einige Banken den Übergang zur SEPA als geeigneten Zeitpunkt für die Vereinfachung ihrer internen Routing-Praktiken genutzt haben – und welche ähnlichen Möglichkeiten neu aufkommende Initiativen bieten können.

Die Einführung des Business Identifier Code (BIC) und der International Bank Account Number (IBAN) waren die wichtigsten Werkzeuge zur Standardisierung des Transaktionsformats für SEPA-Zahlungen. Allerdings gab es erhebliche Unterschiede in der Methode, mit der verschiedene Banken BICs und IBANs übernommen haben. Während ein Großteil der Banken sich für den direkten Weg entschied, nutzten andere die Gelegenheit, um zunächst ihre Kontonummern und Bankleitzahlen zu bereinigen.

In der Praxis bedeutete dies die Einrichtung einer zentralen Kontoverwaltung und Zahlungsabwicklung, die das bisher übliche interne Routing von Zahlungen zu den Zweigstellen überflüssig machte. In der Studie wird erläutert, dass einige Banken sich entschieden, ihre vielfachen BICs durch einen einzigen BIC für das gesamte Institut zu ersetzen. Dies führte in den letzten Jahren zu einer erheblichen Reduzierung der bei SEPA-Zahlungen eingesetzten Anzahl von BICs. Zugleich verlagerte die Regelung, bei Überweisungen lediglich die IBAN anzugeben, die Verantwortung für die Angabe eines BIC vom Kunden auf die Bank.

Head of Reference Data, Marketing at SWIFTSWIFT
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Finanzinstitute sehen zunehmend die Vorteile einer Vereinfachung ihrer Routingdaten. Von geringeren Kosten und höherer Kunden­zu­frieden­heit bis hin zu einer Steigerung des Straight-Through-Processing und erhöhter Effizienz können die Banken in vielen unterschiedlichen Bereichen profitieren.“

Hervé Valentin, Head of SWIFTRef

Ein Projekt dieser Größenordnung kann schwierig und teuer werden – daher ist der beste Weg, dies zu einem Zeitpunkt in Angriff zu nehmen, wenn die Bank ihre Zahlungsabwicklung aus einem anderen Grund umstellen muss. „Da die SEPA-Migration bereits Vergangenheit ist, können andere anstehende Initiativen ähnliche Möglichkeiten zur Vereinfachung der Routingdaten bieten“, ergänzte Valentin. Vom SEPA Instant Credit Transfer (SEPA Inst) bis zur Global Payments Innovation-Initiative (GPII) von SWIFT untersucht die aktuelle Studie, inwieweit die derzeit anstehenden Initiativen den Banken eine weitere Möglichkeit eröffnen, diesen Bereich neu zu organisieren.

Weitere Informationen zum Thema sowie die gesamte Studie zum Herunterladen finden Sie hier kostenfrei als PDF.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=37601
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