EVENTS & MESSEN2. Mai. 2016

#WIREDmoney: Die Tech‑Banken kommen

KPMG/Twitter
KPMG/Twitter

Legen Roboter unser Geld besser an und wieso ist die Bankenaufsicht immer noch so wichtig? Auf der #WIREDmoney erklärte Sven Korschinowski die Widrigkeiten der neuen Zeit. Zentraler Angelpunkt könnten neue FinTech-Banken wie die Solaris Bank (wir berichteten) werden.

von Moritz Ballerstädt, KPMG

FinTech-Experte Sven Korschinowski (KPMG) fasste es auf der Podiumsdiskussion mit Susanne Krehl (Cash Payment) und Marko Wenthin (Solaris Bank) treffend zusammen: „Die BaFin ist neuen Ideen gegenüber inzwischen sehr aufgeschlossen“. Ein Satz, der für viele Teilnehmer der #WIREDmoney noch besonders wichtig werden könnte.

Eine Banklizenz muss sein

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Sven Korschinowski, KPMGKPMG

Immer wieder berichten FinTech-Gründer von den Schwierigkeiten, eine Banklizenz zu erhalten und dann im Markt durchzustarten. Tatsächlich hat das Wirtschaftsmagazin „Wired“ eine illustre Runde ins Magazin Heeresbäckerei in den Berliner Stadtteil Kreuzberg eingeladen, denn der Umbruch der gesamten Bankenbranche läuft auf Hochtouren, und die Herausforderungen sind vielfältig.
Das alles ist ganz normal

Beispiel gefällig? PIN life ausgelesen

KPMG
KPMG

Hacker Fabian Bräulein zeigte in einer Live-Demonstration, wie einfach Cyberkriminelle die PIN der Bankkarte auslesen können. Peter Smith von Blockchain musste kurz zuvor einsehen, dass selbst viele der Anwesenden noch gar nicht richtig verstanden hatten, wie das mit der Blockchain eigentlich funktioniert, und dann sind da ja noch die Sache mit den Bitcoins und die generellen Probleme bei der Startphase von Start-ups.

Smith hatte im Vorfeld der Veranstaltung auf „Wired“ darüber geklagt, dass das Bitcoin-Konzept in der Krise stecke und die zündende Idee zur Massentauglichkeit noch ausstehe.
Brigitte Zypries, Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), indes will Deutschland zu einem der wichtigsten Standorte für die Industrie 4.0 ausbauen.

FinTechs und die BaFin

Es gibt gerade jetzt ein hohes Maß an Informationsinteresse und natürlich auch Sorgen um ganz praktische Dinge. Ein guter Draht zur BaFin ist wichtig. Die regulatorischen Anforderungen in Deutschland sind auch ganz andere als beispielsweise in Großbritannien – die entsprechenden Unterschiede müssen FinTechs einfach kennen.

Regulierung als die große Herausforderung

Autor Moritz Ballerstädt
Moritz-Ballerstaedt-kpmg-516Moritz Ballerstädt begann seine journalistische Karriere beim Oranienburger Generalanzeiger. Über die Stationen „BILD“, dpa und ARD landete er 2014 schließlich als Redakteur bei KPMG in Deutschland.
Dazu wird auch immer wieder darüber diskutiert, wie der Gesetzgeber den Finanzmarkt reguliert. Seit dem 12. Januar gilt die EU-Direktive PSD 2 (binnen zwei Jahren umzusetzen). Hier ist vor allem das Stichwort XS2A (Access-to-Accounts) von herausragender Bedeutung, wodurch sich Banken verpflichten müssen, FinTechs beispielsweise Zugang zum Kundenkonto zu gewähren.

„Zweifelsfrei eine spannende Entwicklung. Die Konsequenz ist logisch: FinTechs versuchen, sich mit ihren Angeboten quasi zwischen Bankkonto und Kunde mit eigenen Angeboten zu etablieren. Auf Bankenseite verursacht das vielerorts einige Sorgenfalten. Sie suchen Antworten auf die technischen Herausforderungen und fürchten, dass sie das Hoheitsrecht über die Daten des Kunden verlieren könnten“, beschreibt Korschinowski die Situation. „Aber auch die Banken selbst können durch XS2A den Zugang zu den Konten anderer Banken erhalten – hierin besteht wieder ein interessantes Chancen-Potenzial.“

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=30562
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