Banken streichen bis 2030 rund 200.000 Stellen durch KI-Integration – wie sicher sind unsere Jobs?

ChatGPT
Die Hauptursachen für den prognostizierten Stellenabbau sind dabei der intensivere Einsatz künstlicher Intelligenz zur Automatisierung von Routine- und Datenprozessen. KI-Systeme übernehmen dabei die Aufgaben früherer menschlicher Mitarbeiter, insbesondere dort, wo große Datenmengen effizient verarbeitet werden. Hinzu kommt die weitere Schließung von Filialen und physischer Infrastruktur, während digitale Angebote und automatisierte Plattformen ausgebaut werden und skalieren. Auch der Druck auf Banken, Effizienzgewinne und Kostenreduktionen zu realisieren, insbesondere angesichts höherer Kosten-Ertrags-Relationen im Vergleich zu US-Konkurrenten, werde dabei eine Rolle spielen.
Bis zu 30 Prozent mehr Effizienz – auf Kosten der Belegschaft
Viele Institute erwarten durch KI- und Digitalisierungsmaßnahmen Effizienzsteigerungen von bis zu 30 Prozent, vor allem in Bereichen, in denen Aufgaben standardisiert und datengetrieben sind. Besonders betroffen sind zentrale Funktionen wie Backoffice, Middle Office, Risikomanagement und Compliance, in denen automatisierte Systeme wiederkehrende Aufgaben zunehmend übernehmen.
Im Wettlauf um KI dürfen wir die Grundlagen nicht aus den Augen verlieren.“
Conor Hillery, Co-Managing Director von JPMorgan für EMEA
Erste Institute haben entsprechende Maßnahmen bereits angekündigt. So will die niederländische ABN Amro bis 2028 rund 20 Prozent ihrer Stellen abbauen, während die Société Générale im Zuge ihrer Restrukturierung keine Bereiche ausnimmt. Auch international zeigt sich der Trend: Goldman Sachs und JPMorgan setzen verstärkt auf KI-gestützte Prozesse, warnen jedoch zugleich vor Risiken eines zu schnellen Vorgehens. Branchenvertreter betonen, dass ein übermäßiger Personalabbau insbesondere die Ausbildung des Nachwuchses gefährden und langfristig negative Folgen für die Kompetenzbasis der Banken haben könnte.tw
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