Adacta analysiert Automatisierung in der Schadensbearbeitung – Versicherer haben Nachholbedarf

Reeve AI
Auch bei den erzielten Effekten zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Laut Studie verfehlen Versicherer ihre ursprünglich definierten Ziele in allen sieben untersuchten Nutzenkategorien – darunter Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und Kundenzufriedenheit – teilweise um bis zu 34 Prozentpunkte. Die erwarteten Produktivitätsgewinne durch Automatisierung stellen sich vielerorts langsamer ein als geplant.
Hohe Investitionsbereitschaft, geringer Reifegrad
Als zentraler Bremsfaktor gilt weiterhin die bestehende IT-Landschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten nennt Legacy-Systeme als größtes Hindernis für Fortschritte in der Schadensautomatisierung. Hinzu kommen Unsicherheiten hinsichtlich des Return on Investment sowie Defizite bei Datenqualität und Datenverfügbarkeit. Entsprechend hoch ist der Modernisierungsdruck: 85 Prozent der Studienteilnehmer sehen die Erneuerung ihrer Kernsysteme im Schadensmanagement als wichtigste strategische Maßnahme.
„Europäische Versicherer erkennen zunehmend den Wert der Schadensautomatisierung, und die geplanten Investitionen belegen diesen Trend“, erklärt Sebastjan Plavec, Chief Marketing Officer bei Adacta – und führt weiter aus:
Nachhaltiger Fortschritt in diesem Bereich wird jedoch nur möglich sein, wenn Versicherer ihre Kernsysteme modernisieren. Ohne eine solide technische Basis bleibt das volle Potenzial der Automatisierung unerreicht.“
Sebastjan Plavec, Chief Marketing Officer bei Adacta
Auch aus Produktsicht sieht Adacta noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Beti Ilinčič, Claims Product Managerin bei Adacta, verweist darauf, dass insbesondere in der Schadensaufnahme und Kommunikation bereits Fortschritte sichtbar seien. Die komplexeren und arbeitsintensiveren Abschnitte der Wertschöpfungskette seien jedoch bislang nur begrenzt automatisiert und rückten nun stärker in den Fokus zukünftiger Modernisierungsinitiativen.
Der erste Teil der State of Claims Automation Market Study 2026 steht ab sofort kostenlos zur Verfügung. Der vollständige Bericht mit vertiefenden regionalen und branchenspezifischen Analysen soll im April 2026 veröffentlicht werden.tw
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/240598


Schreiben Sie einen Kommentar