In-App-Zahlungen mit der girocard:
Souverän bezahlen auch im digitalen Check-out

girocard / Studio Voltaire
Die Frage nach der wirtschaftlichen Souveränität Deutschlands betrifft Finanzinstitute im Kern. Starke heimische Zahlungssysteme sichern Unabhängigkeit, halten Wertschöpfung im eigenen Markt und verschaffen allen Beteiligten Wettbewerbsvorteile – vom Institut über den Handel bis zur Kundschaft. Die girocard wird in Deutschland für den hiesigen Markt weiterentwickelt. Auch im digitalen Raum optimiert das führende deutsche Zahlungssystem seine Position: Die neue In-App-Zahlungsfähigkeit verlängert die girocard in die mobilen Kanäle des Handels, sichert Instituten die direkte Kundenschnittstelle und bietet eine souveräne Bezahlmethode für den digitalen Check-out.
Mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten ist die girocard, die Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen, das Fundament des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Deutschland. Rund 88 Prozent der Bevölkerung nutzen sie mindestens gelegentlich.1 Am Point of Sale (POS) im stationären Einzelhandel ist sie seit Jahrzehnten die beliebteste bargeldlose Bezahlmethode hierzulande. Doch das Einkaufsverhalten der Kundschaft verändert sich rasant. So verschieben sich auch die Orte, an denen Zahlungen stattfinden: vom physischen POS hin zum digitalen Check-out, etwa in Händler-Apps. Laut Daten des EHI Retail Instituts nutzen bereits 36 Prozent der Handelsunternehmen Payment-Funktionen in ihren eigenen Apps oder befinden sich in der Pilotierungsphase; weitere 18 Prozent planen die Einführung in naher Zukunft.2
Marc Helmhold ist ausgewiesener Payment-Enthusiast mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Karten- und Zahlungsverkehrsbranche. Sein Einstieg in die Payment-Welt begann im Jahr 2000 über die EURO Kartensysteme (EKS), wo er zunächst die Issuing-Betreuung für die EUROCARD verantwortete. Nach weiteren Stationen in der Branche ist er seit Mai 2024 wieder bei der EKS tätig. Als Senior Relationship Manager pflegt er dort die Beziehungen zu den girocard ausgebenden Instituten sowie deren Verbänden.Kosteneffizienz für Institute und Handel
Bislang war die Zahlungsfunktion in Händler-Apps weitgehend von internationalen Zahlungsanbietern geprägt, doch mit der neuen In-App-Zahlungsfähigkeit der girocard steht nun eine souveräne Alternative bereit. Sie verhindert, dass wertvolle Transaktionsvolumina aus dem kostengünstigen System in teurere internationale Schemes abwandern. Denn für In-App-Zahlungen mit der girocard gelten die bewährten Entgeltkonditionen – bei denselben hohen Sicherheits- und Regulierungsstandards wie am physischen POS. Eine starke Basis, auf die der Handel gerne weiter aufbaut.
Auch Banken und Sparkassen profitieren laut einer Untersuchung des CFin – Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule3 von der girocard. Die Studie zeigt, dass die Kosten, die den Instituten durch den Einsatz internationaler Kartensysteme entstehen, um ein Vielfaches höher liegen. Dank ihrer enormen Verbreitung und der hohen Transaktionszahlen erzielt die girocard im Inland Skaleneffekte, die kein anderes System in dieser Form bieten kann. Mit der In-App-Zahlungsfähigkeit entsteht nun ein zusätzlicher Hebel: Jede weitere Transaktion im girocard-System stärkt diese Skaleneffekte und erhöht die wirtschaftliche Bedeutung der girocard für Institute.
Institute als vertraute Instanz und Mittler
Die neue Funktion stärkt zudem die Rolle der Banking-App als zentrales Bindeglied zwischen Issuer und Kundschaft. Bei jeder Hinterlegung der girocard – und je nach gewählter Freigabemethode auch bei einzelnen Zahlungen – führt das System die Nutzerinnen und Nutzer direkt in eine App ihres Instituts weiter, wo sie den Vorgang autorisieren. Institute sichern sich damit die direkte Kundenschnittstelle genau dort, wo digitale Transaktionen entstehen – statt diese an Drittanbieter zu verlieren. Außerdem bleibt die Banking-App der zentrale Vertrauensanker im digitalen Bezahlprozess – auch dann, wenn Zahlungen über Whitelisting ohne zusätzliche Authentifizierung ablaufen. Nutzerinnen und Nutzer erhalten trotzdem eine Push-Benachrichtigung der App, die sie über die erfolgreiche Transaktion informiert.
Für Institute bietet sich jetzt die Chance, sich aktiv an der Einführung der In-App-Zahlungsfähigkeit zu beteiligen – über eine standardisierte Pilotierungsvereinbarung. Mit der neuen Funktion beweist die girocard, dass die beliebte, komfortable und sichere Bezahlmethode „made in Germany“ den Anforderungen des digitalen Zeitalters gewachsen ist. Institute, die ihren Kundinnen und Kunden diesen Service anbieten, sichern sich nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern unterstützen die Unabhängigkeit und Sicherheit im nationalen Zahlungsverkehr.
Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.girocard.eu/fuer-unternehmen/girocard-funktionen/in-app-zahlungen.
1 infas quo im Auftrag der girocard: Befragung zur Souveränität 2026, Juni 2026, 2.024 Befragte
2 EHI Retail Institute: „Technologie Trends im Handel 2025“
3 CFin – Research Center for Financial Services (2024): Kartengeschäft der Kreditwirtschaft. Strategische Relevanz und Ertragsbedeutung verschiedener Kartensysteme für Banken und Sparkassen