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Pay-by-Bank, Echtzeitüberweisung und Lastschrift:
Wie Open Banking den Check-out neu strukturiert

Zahlung, Verifikation und Risikobewertung laufen zunehmend zusammen

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, während sie an einem Laptop arbeitet. Auf dem Smartphone-Bildschirm wird der Status „Payment Successful“ angezeigt. Umgeben von Symbolen, die verschiedene Aspekte des Online-Zahlungsverkehrs darstellen.
finapi/AdobeStock_1900565027

Der Zahlungsverkehr im E-Commerce wirkt derzeit erstaunlich stabil. Das zeigte die EHI-Erhebung „Online-Payment 2026“, die auf dem EHI Payment Kongress vorgestellt wurde. PayPal und Rechnungskauf dominieren demnach weiterhin, Kartenzahlungen legen leicht zu, während Lastschrift und klassische Überweisung zuletzt Marktanteile verloren haben. Dahinter verändert sich jedoch gerade einiges. Denn Händler und Payment Service Provider erwarten heute deutlich mehr von Zahlungsprozessen als die reine Transaktionsabwicklung.

Ein Grund dafür ist die zunehmende mobile Nutzung im E-Commerce. Wallets und Kartenzahlungen profitieren vor allem davon, dass sie sich im mobilen Check-out schnell und einfach nutzen lassen. Genau hier geraten klassische Konto-Zahlungen unter Druck. Gleichzeitig wächst aber auch das Interesse an Verfahren, die Kosten senken, Risiken reduzieren und sich stärker in digitale Prozesse integrieren lassen. Der Check-out entwickelt sich zunehmend zu einem Ort, an dem Zahlung, Verifikation und Risikobewertung zusammenlaufen.

Vom Zahlungsmittel zum Prozessbaustein

Der Check-out übernimmt heute zusätzliche Aufgaben: Risiken bewerten, Kosten steuern, Conversion sichern. Händler integrieren dafür immer häufiger Funktionen wie Kontoverifizierung, Bonitätsprüfungen oder Sicherheitsmechanismen direkt in den Bezahlprozess. Konten werden nicht mehr ausschließlich für die Zahlung selbst genutzt, sondern zunehmend werden Kontodaten als Grundlage für Entscheidungen innerhalb digitaler Prozesse integriert.

Die Prioritäten im Handel sind dabei eindeutig. Laut des 4-Säulen-Modells des EHI wurden Kosten erstmals als wichtigster Baustein für erfolgreiche Zahlungssysteme bewertet, noch vor Sicherheit/Datenschutz. Danach folgen Geschwindigkeit und Investitionsschutz. Das ist wenig überraschend, denn viele Händler geraten im Payment zunehmend unter Kostendruck. Internationale Kartenverfahren, Wallets und komplexe Payment-Set-ups können höhere Gebühren verursachen und zusätzliche technische Abhängigkeiten schaffen.

Autor: Georg Schardt, Chief Commercial Officer bei finAPI
Georg Schardt, Chief Commercial Officer bei finAPI, präsentiert sich in einem professionellen Umfeld. Seine Verantwortung umfasst die Entwicklung digitaler Finanz- und Paymentlösungen, die die Wachstumsstrategie von finAPI im europäischen Open-Finance-Sektor unterstützen.
finAPI

Georg Schardt ist seit Februar 2026 Chief Commercial Officer bei finAPI. Dort verantwortet er die Entwicklung und Vermarktung digitaler Finanz- und Payment­lösungen und stärkt damit die Wachstumsstrategie von finAPI im europäischen Open-Finance- und Payment-Markt. Zuvor war er neun Jahre maßgeblich am Aufbau des Open-Banking-Pioniers Sofort AG beteiligt, der heute Teil von Klarna ist. In dieser Zeit prägte er die Konzeption und Umsetzung von Lösungen und Projekten auf Basis der Zweiten Zahlungs­dienste­richtlinie (PSD2) entscheidend mit. Insgesamt blickt Schardt auf 17 Jahre Erfahrung in führenden Positionen im Payment-Umfeld zurück. Zuletzt verantwortete er den erfolgreichen Markteintritt des Payment-Anbieters Zaver in Deutschland.

Gleichzeitig wächst der Druck, Prozesse stärker zu automatisieren und Zahlungsausfälle zu reduzieren. Genau dort setzen direkte Konto-zu-Konto-Zahlungen an. Anbieter wie finAPI arbeiten daran, konto-basierte Prozesse so in Check-out- und Payment-Systeme zu integrieren, dass sie sowohl regulatorischen Anforderungen als auch den Erwartungen an Nutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit gerecht werden.

Pay-by-Bank-Verfahren und Echtzeitüberweisungen ermöglichen Zahlungen ohne zusätzliche Intermediäre. Parallel entstehen neue Anforderungen an die technische Infrastruktur der Banken. Mit der Einführung von Instant Payments und zusätzlichen Sicherheitsmechanismen wie Verification of Payee (VoP) müssen Zahlungsprozesse künftig in Echtzeit und deutlich stärker integriert bereitgestellt werden.

Warum direkte Kontozahlungen wieder interessanter werden

Mit Echtzeitüberweisungen steigen zugleich die Anforderungen an Verfügbarkeit und Prozessgeschwindigkeit. Zahlungsstatus, Verifikation und Risikoprüfung müssen innerhalb weniger Sekunden zusammenspielen.

Dass Lastschrift oder Überweisung zuletzt Marktanteile verloren haben, bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Verfahren langfristig an Bedeutung verlieren. Die Schwächen lagen oft weniger im Verfahren selbst als in umständlicher Nutzerführung und fehlenden Sicherheitsmechanismen. Genau hier verändert Open Banking die Ausgangslage. Verfahren wie IBAN-Name-Checks oder Verification of Payee (VoP) reduzieren Fehlüberweisungen und Betrugsrisiken deutlich. Gerade die Lastschrift könnte dadurch wieder attraktiver werden – nicht zuletzt wegen ihrer vergleichsweise niedrigen Kosten.

Gleichzeitig wächst im E-Commerce der Druck, Risiken früher zu erkennen und Prozesse stärker zu automatisieren. Für Händler bedeutet das vor allem eines: Zahlungsprozesse müssen in Echtzeit funktionieren und sich flexibel in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen. Regulierte Third Party Provider (TPP) wie finAPI zeigen, wie sich Zahlungsinitiation, Kontodaten und Verifikationsservices über APIs kombinieren lassen. In der Praxis rücken damit Zahlung, Verifikation und Risikobewertung enger zusammen.

Der nächste Schritt: Payment wird kanalübergreifend

Die Entwicklung endet nicht im Online-Shop. Viele Mechanismen tauchen inzwischen auch am Point of Sale auf. Über QR-Codes oder Zahlungscodes lassen sich Zahlungen direkt mit dem Bankkonto verbinden. Gleichzeitig können Händler Konten verifizieren oder Lastschriftmandate unmittelbar am POS anlegen und die IBAN verifizieren. Dadurch verändert sich die Funktion des Bankkontos. Es dient nicht mehr nur der Zahlung, sondern zunehmend auch als Grundlage für Kundenidentifikation und digitale Kundenkonten. Gerade im Zusammenspiel mit Loyalty-Programmen lassen sich Prozesse wie Mandatsanlage oder Verifikation deutlich schlanker und sicherer abbilden.

Die aktuellen Marktzahlen zeigen zwar keine plötzliche Verschiebung einzelner Zahlarten und auch für das laufende Jahr erwarten die Experten nur leichte Veränderungen. Die Marktzahlen zeigen aber sehr deutlich, dass sich die Anforderungen hinter dem Check-out verändern. Es geht deshalb weniger um die Frage, welche Zahlart sich durchsetzt. Wichtiger ist, für den eigenen Shop oder Anwendungsfall einen geeigneten Mix aus Zahlungsarten und Verifikations- und Prüfmechanismen zu nutzen. Open Banking schafft dafür die technische Grundlage – im E-Commerce genauso wie am Point of Sale.

Die eigentliche Herausforderung liegt heute oft nicht mehr in der einzelnen Zahlart, sondern in der Integration von Zahlung, Verifikation und Risikoprüfung in bestehende Prozesse. Genau dort entstehen neue Anforderungen an Check-out- und Payment-Architekturen.

finAPI unterstützt Unternehmen dabei, Konto-zu-Konto-Zahlungen, Kontodaten und Verifikationsservices modular und API-basiert in bestehende Systeme einzubinden, online wie am Point of Sale.

👉 Sprechen Sie mit uns darüber, wie sich konto-basierte Prozesse sinnvoll in Ihre bestehende Infrastruktur integrieren lassen.