Auftakttreffen: Was die Deutsche Kreditwirtschaft 2026 vorhat

Die Deutsche Kreditwirtschaft, Marius Schwarz
- Christian Sewing, Bundesverband deutscher Banken (BdB)
- Ulrich Reuter, Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV)
- Thomas Groß, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)
- Gero Bergmann, Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Europa kann wirtschaftliche Stärke nur behaupten, wenn Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfähigkeit zusammenwirken. Eine leistungsfähige Kreditwirtschaft ist dafür unverzichtbar. Banken und Sparkassen finanzieren Immobilien, die deutsche Wirtschaft sowie die öffentliche Hand und Infrastruktur.“
Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
Sie würden damit Transformation ermöglichen und Arbeitsplätze und Wohlstand sichern, so Kolak weiter. Die drei Schwerpunkte spiegelten zentrale Herausforderungen des europäischen Finanzstandortes wider. Es gelte erstens, die Finanzmarktregulierung weiterzuentwickeln.
Dies solle durch die Adressierung relevanter Risiken geschehen, ohne durch unnötige Komplexität Kapital zu binden oder das derzeitige Kapitalniveau weiter zu erhöhen und so Geschäftsmodelle zu lähmen. Die DK sprach sich dafür aus, eine bessere und einfachere Regulierung sowie Proportionalität stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Damit solle die Leistungsfähigkeit der Institute gesichert werden.
Sichere Infrastrukturen, resiliente Datenräume und faire Regeln
Zweitens wolle die Deutsche Kreditwirtschaft zur digitalen und finanziellen Souveränität Europas beitragen. Mittel dafür seien sichere Infrastrukturen, resiliente Datenräume und faire Regeln für Wettbewerb, Haftung und Zugänge.
Drittens sollten die europäischen Kapitalmärkte gestärkt werden, um Sparen, Investieren und Vorsorgen besser miteinander verbinden zu können.
Die digitale und finanzielle Souveränität Europas seien strategische Voraussetzungen für die wirtschaftliche Stärke unseres Kontinents geworden, betont die DK. Für den europäischen Zahlungsverkehr stünde mit der EPI beziehungsweise dem Bezahlsystem wero bereits ein privatwirtschaftliches Instrument zur Verfügung, das europäische Souveränität in diesem Bereich stärke.
Digitaler Euro soll privatwirtschaftliche Lösungen ergänzen
Ein digitaler Euro könne ein weiterer Baustein für mehr Resilienz sein, betont Marija Kolak. Dieser müsse sich in die bestehende europäische Infrastruktur integrieren. Europa entscheide nicht nur über ein neues Zahlungsmittel, sondern über wirtschaftliche Handlungsfähigkeit. Entscheidend sei deshalb die Ausgestaltung. Der digitale Euro dürfe privatwirtschaftliche Lösungen nicht ersetzen, sondern müsse sie ergänzen.
Mit ihrem Arbeitsprogramm bringt die Deutsche Kreditwirtschaft (Website) laut eigener Aussage die Perspektive der gesamten deutschen Kreditwirtschaft in den politischen und regulatorischen Prozess ein und setzt Impulse für einen leistungsfähigen Finanzstandort.dw
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/238554


Schreiben Sie einen Kommentar