SECURITY25. August 2026

TU Darmstadt und Commerzbank entwickeln Simulationen für den Devisenhandel

. Die Commerzbank und die TU Darmstadt entwickeln agentenbasierte Simulationsmodelle für den Devisenhandel. Statt den Markt als Ganzes zu modellieren, bilden die Forschenden dabei einzelne Marktteilnehmer als autonome Agenten mit unterschiedlichen Handelsstrategien nach. Aus deren Zusammenspiel sollen realitätsnahe Preisbewegungen und Marktdynamiken entstehen. Das Forschungsprojekt verbindet mathematische Modellierung, agentenbasierte Simulationen und Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Mechanismen des Devisenmarktes in einer kontrollierten Umgebung nachzubilden und Handelsstrategien zu entwickeln, zu testen und miteinander zu vergleichen, ohne dabei in reale Märkte eingreifen zu müssen. Anders als bei rein datengetriebenen Ka I Modellen soll die Entwicklung des Gesamtmarktes dabei nicht unmittelbar aus historischen Daten abgeleitet oder durch übergeordnete Annahmen vorgegeben werden. Stattdessen bilden die Wissenschaftler einzelne Marktakteure und deren Entscheidungsprozesse ab. Diese Agenten verfolgen unterschiedliche Strategien, reagieren auf Marktentwicklungen sowie auf andere Akteure und erzeugen dadurch im Zusammenspiel die simulierte Marktdynamik.Der entscheidende Punkt unseres Ansatzes ist, dass wir den Markt nicht als Gesamtsystem durch vorab festgelegte Annahmen über sein Verhalten beschreiben. Stattdessen modellieren wir die einzelnen Marktteilnehmenden als autonome Agenten mit ihren jeweiligen Entscheidungsprozessen und Interaktionen.“sagt Professor Dominik L. Michels, TU Darmstadt.. . Virtuelles Labor für den Devisenhandel!. . . Damit entsteht im Prinzip ein virtuelles Labor für Finanzmärkte. In diesem lassen sich beispielsweise unterschiedliche Handelsstrategien unter identischen Ausgangsbedingungen gegeneinander testen oder untersuchen, wie sich das Verhalten einzelner Akteursgruppen auf Liquidität, Kurse und andere Marktparameter auswirkt. Interessant ist der Ansatz insbesondere deshalb, weil Finanzmärkte klassische komplexe Systeme sind: Preisbewegungen entstehen nicht allein aufgrund einzelner Nachrichten oder Fundamentaldaten, sondern auch durch das gleichzeitige Handeln zahlreicher Marktakteure, deren Entscheidungen wiederum voneinander abhängen. Agentenbasierte Modelle sollen solche Wechselwirkungen explizit abbilden. Die Forschenden versprechen sich davon nicht nur bessere Möglichkeiten zum Test von Handelsstrategien, sondern auch zusätzliche Erkenntnisse darüber, wie bestimmte Markteffekte überhaupt entstehen. „Langfristig bietet der Ansatz das Potenzial, Entscheidungsprozesse im Handel besser zu verstehen und komplexe Marktmechanismen transparenter zu machen“, erklärt Professor Dominik L. Michels, der die Professur für Intelligente Algorithmen in Modellierung und Simulation an der TU Darmstadt innehat. Commerzbank will Ka I stärker ins Handelsgeschäft bringen!. . Für die Commerzbank ist die Kooperation zugleich Teil des Ausbaus von Ka I im Kapitalmarktgeschäft. Die Modelle sollen perspektivisch Erkenntnisse liefern, die sich für unterschiedliche Kundengruppen im Devisenhandel nutzen lassen, vom exportorientierten Mittelständler bis zum institutionellen Investor.Ob mittelständischer Exporteur oder international agierender Esset Manager: Der Einsatz agentenbasierter Ka I macht unseren Devisenhandel für alle Kundengruppen noch wettbewerbsfähiger und noch relevanter.“sagt Hinrich W. Paul, Global Head of Financial Markets, Commerzbank.Paul bezeichnet die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt als weiteren Baustein der Ka I getriebenen Weiterentwicklung des Handelsgeschäfts. Sie solle zeigen, wie sich moderne Forschungsmethoden in konkrete Anwendungen für den Finanzmarkt übertragen lassen. Für Banken könnte agentenbasierte Ka I dabei über die reine Optimierung von Handelsalgorithmen hinaus interessant werden. Simulationen ermöglichen es, neue Strategien oder Entscheidungsmodelle zunächst unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Gerade im Handel, wo ein Test unter realen Marktbedingungen unmittelbar finanzielle Auswirkungen haben kann, lässt sich damit eine zusätzliche Entwicklungs- und Testebene zwischen theoretischem Modell und produktivem Einsatz schaffen.

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ChatGPT

Die Commerzbank und die TU Darmstadt entwickeln agentenbasierte Simulationsmodelle für den Devisenhandel. Statt den Markt als Ganzes zu modellieren, bilden die Forschenden dabei einzelne Marktteilnehmer als autonome Agenten mit unterschiedlichen Handelsstrategien nach. Aus deren Zusammenspiel sollen realitätsnahe Preisbewegungen und Marktdynamiken entstehen.

Das Forschungsprojekt verbindet mathematische Modellierung, agentenbasierte Simulationen und Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Mechanismen des Devisenmarktes in einer kontrollierten Umgebung nachzubilden und Handelsstrategien zu entwickeln, zu testen und miteinander zu vergleichen, ohne dabei in reale Märkte eingreifen zu müssen. Anders als bei rein datengetriebenen KI-Modellen soll die Entwicklung des Gesamtmarktes dabei nicht unmittelbar aus historischen Daten abgeleitet oder durch übergeordnete Annahmen vorgegeben werden. Stattdessen bilden die Wissenschaftler einzelne Marktakteure und deren Entscheidungsprozesse ab. Diese Agenten verfolgen unterschiedliche Strategien, reagieren auf Marktentwicklungen sowie auf andere Akteure und erzeugen dadurch im Zusammenspiel die simulierte Marktdynamik.

Der entscheidende Punkt unseres Ansatzes ist, dass wir den Markt nicht als Gesamtsystem durch vorab festgelegte Annahmen über sein Verhalten beschreiben. Stattdessen modellieren wir die einzelnen Marktteilnehmenden als autonome Agenten mit ihren jeweiligen Entscheidungsprozessen und Interaktionen.“

Professor Dominik L. Michels, TU Darmstadt

Virtuelles Labor für den Devisenhandel

Commerzbank in Frankfurt
bigstock Patrick-Poendl

Damit entsteht im Prinzip ein virtuelles Labor für Finanzmärkte. In diesem lassen sich beispielsweise unterschiedliche Handelsstrategien unter identischen Ausgangsbedingungen gegeneinander testen oder untersuchen, wie sich das Verhalten einzelner Akteursgruppen auf Liquidität, Kurse und andere Marktparameter auswirkt. Interessant ist der Ansatz insbesondere deshalb, weil Finanzmärkte klassische komplexe Systeme sind: Preisbewegungen entstehen nicht allein aufgrund einzelner Nachrichten oder Fundamentaldaten, sondern auch durch das gleichzeitige Handeln zahlreicher Marktakteure, deren Entscheidungen wiederum voneinander abhängen.

Agentenbasierte Modelle sollen solche Wechselwirkungen explizit abbilden. Die Forschenden versprechen sich davon nicht nur bessere Möglichkeiten zum Test von Handelsstrategien, sondern auch zusätzliche Erkenntnisse darüber, wie bestimmte Markteffekte überhaupt entstehen. „Langfristig bietet der Ansatz das Potenzial, Entscheidungsprozesse im Handel besser zu verstehen und komplexe Marktmechanismen transparenter zu machen“, erklärt Professor Dominik L. Michels, der die Professur für Intelligente Algorithmen in Modellierung und Simulation an der TU Darmstadt innehat.

Commerzbank will KI stärker ins Handelsgeschäft bringen

Für die Commerzbank ist die Kooperation zugleich Teil des Ausbaus von KI im Kapitalmarktgeschäft. Die Modelle sollen perspektivisch Erkenntnisse liefern, die sich für unterschiedliche Kundengruppen im Devisenhandel nutzen lassen – vom exportorientierten Mittelständler bis zum institutionellen Investor.

Ob mittelständischer Exporteur oder international agierender Asset Manager: Der Einsatz agentenbasierter KI macht unseren Devisenhandel für alle Kundengruppen noch wettbewerbsfähiger und noch relevanter.“

Hinrich W. Paul, Global Head of Financial Markets, Commerzbank

Paul bezeichnet die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt als weiteren Baustein der KI-getriebenen Weiterentwicklung des Handelsgeschäfts. Sie solle zeigen, wie sich moderne Forschungsmethoden in konkrete Anwendungen für den Finanzmarkt übertragen lassen. Für Banken könnte agentenbasierte KI dabei über die reine Optimierung von Handelsalgorithmen hinaus interessant werden. Simulationen ermöglichen es, neue Strategien oder Entscheidungsmodelle zunächst unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Gerade im Handel, wo ein Test unter realen Marktbedingungen unmittelbar finanzielle Auswirkungen haben kann, lässt sich damit eine zusätzliche Entwicklungs- und Testebene zwischen theoretischem Modell und produktivem Einsatz schaffen. tw

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