ANWENDUNG10. März 2026

Commerzbank setzt bei Geldwäschebekämpfung auf KI des FinTechs Hawk

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KI, Mistral

Die Commerzbank baut ihre Systeme zur Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität weiter aus und setzt dabei verstärkt auf künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit dem Technologieanbieter Hawk integriert das Institut eine KI-basierte Lösung in seine bestehenden Compliance-Prozesse, um verdächtige Transaktionen präziser zu erkennen und Fehlalarme zu reduzieren.

Konkret nutzt die Bank das „AML AI Extended Risk Model“ von Hawk. Die Lösung ergänzt die bereits vorhandenen regelbasierten Monitoring-Systeme der Commerzbank durch KI-Modelle, die Muster in großen Datenmengen erkennen und neue Formen von Geldwäsche oder Betrug identifizieren können. Ziel ist es, die Effektivität der Bekämpfung von Finanzdelikten zu steigern, ohne bestehende IT-Landschaften umfassend umbauen zu müssen.

Wir werden Finanzkriminalität angesichts der steigenden Komplexität nur mithilfe von KI erfolgreich bekämpfen. Für uns hat es daher hohe strategische Priorität, unsere Compliance-Systemlandschaft kontinuierlich und proaktiv weiterzuentwickeln.“

Viktor Kraus, Cluster Lead Global Financial Crime Prevention Platform der Commerzbank

<q>Hawk
Hawk

Die Technologie von Hawk wird über einen Integrations-Layer in die vorhandenen Systeme eingebunden. Dadurch lassen sich KI-Modelle nutzen, ohne aufwendige Updates der bestehenden Infrastruktur vornehmen zu müssen. Nach Angaben der Commerzbank führt die Implementierung unter anderem zu einer höheren Trefferquote bei der Erkennung verdächtiger Aktivitäten, einer deutlichen Reduktion falscher Hinweise sowie zu einer erweiterten Governance für KI-Modelle im Rahmen der Software-Validierung. Auch aus Sicht des Technologiepartners wird der Einsatz von KI in der Geldwäschebekämpfung zunehmend zur Voraussetzung für effiziente Compliance-Prozesse.

Tobias Schweiger, CEO von Hawk
Hawk

Banken müssen sich bei der Geldwäschebekämpfung auf neue Bedrohungsszenarien einstellen und gleichzeitig die stark steigenden Compliance-Kosten im Griff behalten. Unsere KI-gestützte Lösung hilft, beides zu erreichen.“

Tobias Schweiger, CEO von Hawk

Erklärbare KI als regulatorischer Faktor

Ein zentraler Aspekt der Technologie ist nach Angaben des Unternehmens die sogenannte erklärbare KI. Sie soll sicherstellen, dass Entscheidungen der Modelle nachvollziehbar bleiben und damit auch regulatorischen Anforderungen standhalten. Gerade für Banken sei Transparenz bei automatisierten Risikoentscheidungen ein entscheidender Faktor für die behördliche Genehmigung entsprechender Systeme. Hans-Georg Beyer, Group Chief Compliance Officer der Commerzbank, sieht in der Kooperation einen weiteren Schritt zur Modernisierung der Finanzkriminalitäts­bekämpfung im Institut. Die Bank wolle ihre Position als Vorreiter bei der Nutzung neuer Technologien nutzen, um Geldwäsche und Betrug noch gezielter zu bekämpfen.

Hawk entwickelt KI-basierte Technologien zur Prävention von Geldwäsche und Betrug für Banken und Zahlungsdienstleister. Die Plattform kombiniert klassische regelbasierte Verfahren mit erklärbaren KI-Modellen, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig die Zahl der Fehlalarme zu reduzieren.tw

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