FINTECH25. Februar 2026

Copla erhält 6 Mio. Euro für den Ausbau seiner Compliance-Plattform

Drei Personen in schwarzen Kapuzenpullovern mit dem Logo von Copla posieren lässig an einem Tisch. Im Hintergrund ist ein Banner mit dem Schriftzug „Copla“ sichtbar. Die Umgebung wirkt modern und freundlich.
Gründungsteam von Copla: Nojus Bendoraitis, Aurimas Bakas & Andrius MinkevičiusJudita Gigelyté (Verslo žinios)

Copla ist Anbieter von Compliance-Infrastruktur für Finanzdienstleister und hat in einer Series-A-Runde nun 6 Millionen Euro für den Ausbau seiner Lösungen erhalten. Die Plattform des RegTechs übersetze regulatorische Rahmenwerke in strukturierte, nachweisgestützte Arbeitsabläufe. Unterstützt seien zum Beispiel der Digital Operational Resilience Act (DORA), der EU AI Act und der Cyber Resilience Act.

Die SaaS-Anwendung des Unternehmens zerlege die jeweiligen Anforderungen in konkrete Aufgaben, verfolge deren Umsetzung und speichere relevante Nachweise in Echtzeit. Compliance werde dabei nicht als wiederkehrende Dokumentationspflicht behandelt, sondern als stetiger Bestandteil der Tagesprozesse. Dadurch sollen Governance-, Risk-, Security- und Operations-Teams jederzeit prüfungsbereit und für den Ernstfall gewappnet bleiben. Manueller Aufwand und das Risiko von Compliance-Verstößen würden reduziert.

Die Regulierungsanforderungen werden immer umfassender, aber die meisten Compliance-Prozesse stecken immer noch in Excel-Tabellen fest. Wir haben Copla entwickelt, damit Compliance standardmäßig aktuell bleibt und Unternehmen mit Zuversicht statt Audit-Angst wachsen können. Diese Runde gibt uns den Schwung, Copla zur ersten Anlaufstelle für regulierte Finanzdienstleister in Europa und darüber hinaus zu machen. Besonders den deutschen Markt sehen wir als Wachstumsmarkt.”

Aurimas Bakas, Mitgründer und CEO von Copla

Durch den Ersatz statischer Tabellen und Register halte die Plattform Verzeichnisse von Assets, Anbietern, Risiken und Kontrollen auf dem neuesten Stand, während das Geschäft wachse und sich die Regulierung weiterentwickelt. Wo Automatisierung an ihre Grenzen stößt, würden CISO-Mitarbeiter von Copla sowie ein Netzwerk von Partnern in ganz Europa zum Einsatz kommen. Diese sollen bei Audits, Risikoentscheidungen und beim Umgang mit Aufsichtsbehörden unterstützen.

Geplant sei zudem die Einführung von Copla Bridge, einer neuen Plattformebene, die es Partnern, Beratern und Multi-Entity-Organisationen ermögliche, Compliance über mehrere Unternehmen hinweg aus einer Ansicht zu verwalten.

Wachsender Regulierungsdruck in Europa

Die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an regulierte Institute in Europa steigen laut Copla kontinuierlich. Diese Entwicklung offenbare eine strukturelle Herausforderung, insbesondere für FinTechs und andere regulierte Drittanbieter.

Für regulierte Finanzdienstleister könnten Cybervorfälle und Lücken ernste Konsequenzen haben, die über Datenschutzverletzungen hinausgehen – darunter Strafen, Reputationsschäden bis hin zum Verlust von Lizenzen in schweren Fällen. Die Plattform von Copla (Website) soll Compliance im Tagesgeschäft verankern und sie zum selbstverständlichen Bestandteil regulierter Unternehmen machen.ft

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