FINTECH2. Oktober 2026

Neobank Holvi startet mit lokalen IBANs in Österreich

Eine Person präsentiert eine gelbe Holvi-Karte, während eine weitere Person im Hintergrund steht. Der Hintergrund ist einfarbig in Blau gehalten. Die Darstellung vermittelt den Fokus auf die angebotenen Finanzdienstleistungen von Holvi.
Holvi

Holvi eröffnet eine eigene Zweigniederlassung in Wien und biete ab sofort eine lokale österreichische IBAN für Unternehmer, ganz ohne monatliche Grundgebühr, an. Damit hätten österreichische KMU und Selbstständige Zugriff auf eine lokale IBAN in einem Konto, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sei – von der Firmengründung bis ins laufende Geschäft.

Kleine und mittlere Unternehmen machen 99,7 % aller Unternehmen in Österreich aus – entsprechend groß sei der Bedarf an reibungslosem Business Banking. Eine große Rolle spiele hierbei eine lokale IBAN, denn mit einer ausländischen IBAN würden Lastschriften häufiger abgelehnt und Förderanträge würden länger dauern. Wie groß dieses Problem tatsächlich ist, würden die Zahlen zeigen: Zwischen Februar 2021 und September 2023 seien im SEPA-Raum fast 3.500 Fälle mutmaßlicher IBAN-Diskriminierung gemeldet – Österreich zähle, neben Deutschland, Frankreich und Spanien, zu den vier EU-Ländern, gegen die die Europäische Kommission wegen möglicher IBAN-Diskriminierung bereits ein Vorprüfverfahren eingeleitet habe.

Lokale IBAN trifft auf zugeschnittenes KMU-Angebot

Der österreichische Markt für Geschäftskonten werde stark von traditionellen Banken dominiert. Digitale Finanzplattformen würden zwar auch Fuß fassen, jedoch weitestgehend ohne lokale IBAN – Holvi kombiniere diese nun mit einem auf KMU zugeschnittenen Tool-Angebot. Für KMU heiße das: geringere monatliche Kosten, einfache Einzugsermächtigungen und Förderungen, alles in einem Konto.

Eine Person mit Brille trägt ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „MAKERS AND DOERS“. Der Hintergrund zeigt einen hellen Raum mit einem Fenster. Holvi, als Neobank, könnte in diesem Kontext relevant sein.
Holvi

Eine eigene Zweigniederlassung für einen Markt dieser Größe aufzubauen, ist ein erheblicher Aufwand, und genau deshalb hat das bisher kaum ein digitaler Anbieter gemacht. Nach über zehn Jahren am österreichischen Markt wissen wir: Gute Funktionen allein reichen nicht – Unternehmerinnen und Unternehmer erwarten eine Lösung, die auch lokal funktioniert und verstanden wird. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, diesen Schritt zu gehen.“

Tuomas Toivonen, Co-Gründer und CEO von Holvi

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Der Marktstart in Österreich falle mit dem 15-jährigen Bestehen von Holvi zusammen. Gegründet im Mai 2011 in Helsinki, sei Holvi ursprünglich vor allem für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen ausgelegt gewesen – das Angebot erweitere sich seither zunehmend auf kleine und mittlere Unternehmen. Die finnische Neobank will sich dabei voll auf die Bedürfnisse von KMU und Selbstständigen konzentrierten.

Der Ausbau des Österreich-Geschäfts sei der nächste Schritt für Holvi (Website). Die lokale IBAN werde ab dem 5. Oktober für alle Neukunden verfügbar sein.ft

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