ANWENDUNG3. März 2026

JenID verbessert Genuine-ID Verifizierungssoftware

Auf dem Bildschirm ist eine Benutzeroberfläche für die Verifizierung von Identitäten abgebildet. Links ist ein Foto eines Mannes zu sehen, rechts eine digitale Darstellung eines Gesichts. JenID verbessert diese Technologie zur Identitätsprüfung.
Bing Image Creator / ART-KON-TOR Media

JenID hat ein Update für seine Prüfsoftware Genuine-ID vorgestellt. Mit der neuen Version adressiere das Unternehmen die Anforderungen von Banken, FinTechs, Telekommunikations­anbietern, Mobility- und Plattformbetreibern, die auf zuverlässige und skalierbare Prüfungen von Ausweisdokumenten angewiesen seien. Ein zentrales Ziel der Updates sei dabei die Beschleunigung der Prüfprozesse gewesen. KI-Modelle sollen nun ressourcen­schonender und schneller arbeiten – ohne Abstriche bei der Erkennungsqualität. 

Auch die OCR (optische Zeichen­erkennungs­rate) sei verbessert worden und liege jetzt bei bis zu 97,2 Prozent. Zusätzlich könnten mehrere Dokumente parallel verarbeitet werden, was die Gesamtbearbeitungszeit bei hohem Aufkommen reduziere.

Gleichzeitig sei die Bildverarbeitung robuster gestaltet worden: Selbst gedrehte, hochformatige oder sehr hochauflösende Bilder bis 750 DPI ließen sich zuverlässig prüfen.

Neu sei auch das Face-Matching-Verfahren bei dem erstmals keine Drittanbieter-Lösung mehr zum Einsatz komme. Der Algorithmus liefere verbesserte Vergleichsqualität bei gleichzeitig hoher Verarbeitungs­geschwindigkeit. Für Anwender bedeute das mehr Unabhängigkeit, geringere Integrations­komplexität und eine konsistente Systemarchitektur aus einer Hand.

So funktioniert die Dokumenten-Verifizierung mit Genuine-ID

Die Identitätsprüfung erfolge in Echtzeit über das Smartphone, Tablet, den Computer oder ein handelsübliches Multifunktionsgerät (Drucker/Scanner). Ein Foto oder Scan von der Vorder- und Rückseite des erforderlichen Ausweisdokuments (Personalausweis, Reisepass, Führerschein etc.) werde angefertigt.

Das Bild werde sofort zur globalen Datenbank von JenID gesendet. Diese halte Templates aus über 140 Ländern vor. Innerhalb weniger Sekunden überprüfe die KI das Dokument auf Sicherheitsmerkmale. Auch die globale Datenbank werde kontinuierlich trainiert und lerne zudem mit jedem Verifizierungsvorgang hinzu.

Alle Server würden sich in Deutschland befinden und den deutschen Datenschutzgesetzen unterstehen. Die Anwendung der Lösung sei nutzerfreundlich und brauche keiner gesonderten Kenntnisse von Mitarbeitern.

Volle Linux-Unterstützung und neue REST-API für flexible Integrationen

Mit dem Release führe das Unternehmen zudem eine REST-basierte Schnittstelle für Genuine-ID LAB SDK ein. Die neue API erleichtere die Anbindung an bestehende IT-Systeme und Cloud-Umgebungen. Eine integrierte Dokumentation unterstütze Entwickler bei der schnellen Implementierung. Die Bereitstellung erfolge über ein Docker-Image, das laut JenID in einer Beta-Phase erfolgreich im Kundeneinsatz getestet wurde.

Mit unserem neuen Release gehen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung technologischer Unabhängigkeit und Zukunftssicherheit. Das vollständig eigenentwickelte Face-Matching-Verfahren bei Dokumenten ermöglicht uns maximale Kontrolle über Qualität, Performance und Weiterentwicklung – ohne Abhängigkeit von Drittanbietern. Gleichzeitig schaffen wir mit der neuen Linux-basierten Bereitstellung inklusive moderner REST-Schnittstelle die Grundlage für eine besonders flexible und skalierbare Integration in bestehende IT- und Cloud-Architekturen.“

Michael Weisback, CEO von JenID

Auch neu sei die vollständige Linux-Unterstützung auf Intel x64-Plattformen – ein laut Anbieter wichtiger Schritt für Unternehmen mit modernen Server- und Cloud-Infrastrukturen.

Erweiterte Dokumentenunterstützung sowie höhere Sicherheit und Stabilität

Das Release erweitere die Datenextraktion, etwa für deutsche Geburtsurkunden, bei denen nun zusätzliche Informationen wie Geburtsort, Ausstellungsdatum und ausstellende Behörde erfasst werden könnten. Zudem stünden neue Templates für US-Führerscheine bereit, während bestehende Dokumenttypen weiter verbessert worden seien.

Parallel dazu sollen neu trainierte Verfahren zur Manipulations- und Unterschriftserkennung die Sicherheit erhöhen. Weitere Verbesserungen sind laut JenID (Website) die Stabilität und der reduzierte Speicherbedarf – insbesondere bei der Verarbeitung großer oder hochauflösender Dokumente.ft

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert