ANWENDUNG11. März 2026

Stoïk integriert E-Mail-Security in den Maklervertrieb

Ein Laptop zeigt eine Warnmeldung zur E-Mail-Security mit einem gesperrten Briefsymbol. Im Hintergrund ist eine Person in formeller Kleidung zu sehen, die Dokumente betrachtet. Auf dem Tisch liegt ein Ordner mit der Aufschrift „VERSICHERUNG“ und ein Modellhaus.
KI, DALL-E

Der Cyber-Versicherer Stoïk erweitert sein Geschäftsmodell. Ab sofort ermöglicht er Maklern, Lösungen für E-Mail-Security direkt in den Angebotsprozess für Cyber-Policen zu integrieren. Das Unternehmen reagiert damit auf die alarmierende Anzahl von E-Mail-basierten Cyber-Vorfällen.

Laut dem aktuellen Stoïk-Schadensbericht 2025 seien E-Mail-basierte Cyber-Vorfälle für 60 Prozent aller gemeldeten Schäden verantwortlich. Mit dem für Makler entwickelten Prozess ziele Stoïk zunächst auf kleine und mittlere Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro ab.

Technische Risikofragen zur 2FA sollen entfallen

Makler könnten die E-Mail-Security nun als integralen Bestandteil der Cyber-Police anbieten. Die Implementierung der Schutzmaßnahme vereinfacht laut Stoïk den Prozess: So würden technische Risikofragen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung und zum Vier-Augen-Prinzip bei Überweisungen entfallen. Gleichzeitig werde das Sublimit für Geldtransfer-Risiken auf 40 Prozent der Versicherungssumme (bis maximal 1 Million Euro) erhöht. Während die Deckung steige, werde die sonst marktübliche Selbstbeteiligung bei Betrugsschäden auf Null reduziert.

Franziska Geier, Geschäftsführerin Stoik Deutschland
Stoïk

Wir setzen genau dort an, wo Cyberversicherung in der Praxis entschieden wird: bei den Maklern.“

Franziska Geier, Deutschland-Chefin bei Stoïk

Geier sieht die Initiative als strategische Antwort auf eine Bedrohungslage, die sich unter anderem durch Imitations-KI, Stimmklone und Audio-Deepfakes weiter verschärfen werde. Die proaktive Absicherung des E-Mail-Vektors werde damit zu einem kritischen Faktor für die Versicherbarkeit von Cyber-Risiken in diesem Segment.

Die Analyse der Schadenfälle im Rahmen des Stoïk-Schadensberichts 2025 zeige: Business Email Compromise (BEC) und andere Formen des Betrugs seien zu einem hochfrequenten Schadensbild geworden. Dabei gehe es unter anderem um:

  • Manipulierte Rechnungen
  • CEO-Fraud
  • Kompromittierte Postfächer

Insbesondere durch KI-gestützte Social-Engineering-Kampagnen habe die Qualität und Skalierung von Betrugsversuchen ein Niveau erreicht, das präventive Sicherheitsmaßnahmen für die Risikobewertung unerlässlich mache. Laut Stoïk bedeutet das für Makler, dass die reine Risikoübertragung durch eine Police nicht mehr ausreicht. Prävention werde zum entscheidenden Verkaufsargument.

Der vollständige Stoïk-Schadensbericht 2025 kann hier kostenlos heruntergeladen werden.dw

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