Agentic AI: Nur rund 12 % der BFSI-Firmen nutzt sie produktiv

KI, DALL-E
Für die Studie befragte Camunda laut eigenen Angaben 1.150 leitende Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich. Dem Bericht zufolge experimentieren zwar viele Firmen mit KI-Agenten oder planen deren Einsatz. Ein wesentliches Hindernis für eine breitere Einführung bleibe aber fehlendes Vertrauen:
- 84 Prozent befürchten geschäftliche Risiken in laufenden Prozessen, wenn der IT entsprechende Kontrollmechanismen fehlen.
- 80 Prozent sind besorgt über mangelnde Transparenz hinsichtlich der KI-Nutzung.
- 66 Prozent nennen Compliance-Bedenken im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Agenten.

Camunda

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Fehlendes Vertrauen in Agentic AI ist die größte Hürde für ihren Einsatz
Wie Camunda mitteilt, führten die Bedenken der BFSI-Unternehmen zu gegensätzlichen Mustern bei der Einführung: Demnach gegen 80 Prozent an, beim Großteil der eingesetzten KI-Agenten würde es sich um Chatbots oder um Assistenten handeln. Diese würden lediglich Zusammenfassungen erstellen oder Fragen beantworten, könnten aber keine geschäftskritischen Fälle bearbeiten. Weitere 48 Prozent sagen, dass ihre KI-Agenten in Silos operieren und nicht “end-to-end” in durchgängige Geschäftsprozesse eingebunden seien.
Das Nutzenversprechen von KI-Agenten ist unbestritten, aber für die Akzeptanz bleibt Vertrauen die größte Hürde. Viele Unternehmen gehen das Thema vorsichtig an, kommen dabei aber nicht über Pilotprojekte oder isolierte Anwendungsfälle hinaus. Ohne klare Leitplanken und Transparenz bleiben Agenten eine Randerscheinung im Unternehmen.”
Kurt Petersen, Senior Vice President Customer Success bei Camunda
Sobald allerdings eine Vertrauensbasis bestehe, könnten KI-Agenten zu starken Multiplikatoren innerhalb gesteuerter Prozesse werden. Dann blieben sie nicht mehr nur isolierte Co-Piloten oder Chatbots, betont Petersen.

Camunda
Der Report hebt weiter hervor: 95 Prozent der Unternehmen hätten im vergangenen Jahr durch Prozessautomatisierung ein gesteigertes Geschäftswachstum verzeichnet (87 Prozent im Vorjahr). Im Durchschnitt hätten Unternehmen 48 Prozent ihrer Prozesse automatisiert. Sie gingen davon aus, dass dieser Wert in Zukunft auf 64 Prozent steigen könnte. Knapp 79 Prozent planen, ihre Ausgaben für Automatisierung zu erhöhen, wobei die Budgets in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich um durchschnittlich 20 Prozent steigen würden.
Einzelne Agenten sind nicht der Schlüssel, um die Lücke zwischen KI-Vision und Realität zu schließen, sondern die agentenbasierte Orchestrierung. Deterministische Orchestrierung hat schon immer klare Leitplanken etabliert. Dynamische Orchestrierung ermöglicht das logische Denken in End-to-End Prozesssen über KI-Agenten, Menschen und Systeme hinweg.”
Kurt Petersen, Senior Vice President Customer Success bei Camunda

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Der „2026 State of Agentic Orchestration and Automation Report“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.dw
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/238904


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