Weniger Sprengungen: DK meldet Fortschritte bei Schutz von Geldautomatenstandorten

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Zu den Sicherheitsvorkehrungen zählen unter anderem Nachtverschlusssysteme, Einfärbetechnik sowie weitere technische und bauliche Sicherungen an Geldautomatenstandorten. Ziel ist es, Angriffe zu erschweren und potenzielle Schäden zu reduzieren. Nach Angaben der Branche ist die Zahl der sogenannten Risikostandorte deutlich gesunken. Sie lag Ende 2025 bei 7.176, nachdem 2023 noch 11.527 Standorte als besonders gefährdet eingestuft worden waren.
Die Kreditwirtschaft führt diese Entwicklung auf die enge Zusammenarbeit zwischen Banken, Sparkassen, Sicherheitsbehörden und Versicherungswirtschaft zurück. Die Maßnahmen wurden im Rahmen eines gemeinsamen „Runden Tisches Geldautomatensprengungen“ entwickelt, dessen Abschlussbericht Anfang 2026 vorgelegt wurde. Unabhängig von den Sicherheitsinvestitionen bekennt sich die Branche zur Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Bargeldversorgung. Aktuell betreiben Banken und Sparkassen in Deutschland insgesamt 48.257 Geldautomaten. Nach Angaben der Kreditwirtschaft sollen die bestehenden Sicherheitsstandards auch nach Abschluss des Runden Tisches weiterentwickelt werden. Ziel bleibt es, das Risiko von Angriffen weiter zu reduzieren und gleichzeitig die Bargeldinfrastruktur aufrechtzuerhalten.

BVR
Im engen Schulterschluss von Banken und Sparkassen, Sicherheitsbehörden sowie der Versicherungswirtschaft ist es gelungen, Geldautomatensprengungen wirksam einzudämmen und die Sicherheit an vielen Standorten deutlich zu erhöhen. Die Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen, dass konsequente Prävention wirkt.“
Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied beim BVR, stellvertretend für die DK
Geldautomatennetz: Banken vor dem Zielkonflikt
Die verstärkten Investitionen sind vor dem Hintergrund einer in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Zahl von Geldautomatensprengungen zu sehen, die insbesondere in Deutschland ein sicherheits- und versicherungstechnisches Problem darstellten. Tätergruppen agieren häufig grenzüberschreitend und setzen zunehmend auf professionelle Vorgehensweisen, was Banken zu umfassenden Schutzkonzepten zwingt. Gleichzeitig stehen die Institute vor einem Zielkonflikt: Einerseits erfordert die Sicherheit zusätzliche Investitionen und teilweise auch Standortanpassungen, andererseits soll die Bargeldversorgung in der Fläche erhalten bleiben.
Immerhin haben in den vergangenen Jahren auch die Bezugsmöglichkeiten von Bargeld in den Geschäften vor Ort zugenommen. Doch auch hieraus ergibt sich ein Problem: Denn gerade viele Filialbanken hatten in der Vergangenheit stets mit ihrem Geldautomatennetz argumentiert, wenn es darum ging, dem Kunden den eigenen Stellenwert zu zeigen.tw
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