DZ BANK tritt europäischem Bankenkonsortium für regulierten Euro-Stablecoin bei

DZ Bank
Mit dem Beitritt Ende Dezember 2025 ist die DZ BANK das elfte Mitglied des Konsortiums. Zu den weiteren beteiligten Instituten zählen Banca Sella, BNP Paribas, CaixaBank, Danske Bank, DekaBank, ING, KBC, Raiffeisen Bank International, SEB und UniCredit. Ziel der Initiative ist der Aufbau einer europaweit nutzbaren, vertrauenswürdigen digitalen Finanzinfrastruktur, die auf gemeinsamer institutioneller Verantwortung und einheitlichen regulatorischen Standards basiert.
Die DZ BANK ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, einer der größten privatwirtschaftlichen Finanzdienstleister Deutschlands gemessen an der Bilanzsumme. Mit dem Einstieg unterstreicht das Institut den Anspruch, die Entwicklung regulierter digitaler Zahlungsmittel in Europa aktiv mitzugestalten.
Regulatorische Verankerung und technologische Vorbereitung

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Qivalis strebt derzeit die Zulassung als E-Geld-Institut (Electronic Money Institution, EMI) bei der DNB an. Parallel dazu laufen Vorbereitungen zur operativen und technischen Umsetzung des Stablecoin-Modells sowie der fortlaufende regulatorische Abstimmungsprozess mit der Aufsicht. Der Ansatz zielt darauf ab, von Beginn an eine vollständige Konformität mit der europäischen Krypto-Regulierung (Markets in Crypto-Assets Regulation, MiCAR) sicherzustellen.
Nach Angaben von Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis, stärkt der Beitritt der DZ BANK die Position des Konsortiums erheblich. Jedes neue Mitglied erweitere die fachliche Expertise und die Reichweite innerhalb des europäischen Finanzökosystems. Ziel sei es, eine belastbare Infrastruktur für einen Euro-Stablecoin aufzubauen, die sowohl für Unternehmen als auch für Endkunden einen echten Mehrwert bietet. Der geplante Stablecoin soll rund um die Uhr verfügbare, effiziente grenzüberschreitende Zahlungen ermöglichen. Darüber hinaus sind Anwendungsfelder wie programmierbare Zahlungsprozesse, digitale Abwicklung von Lieferketten sowie die Abrechnung tokenisierter Vermögenswerte und Kryptowährungen vorgesehen.
Stablecoin als Brücke zwischen traditionellem Finanzsystem und Blockchain
Stablecoins gelten zunehmend als Bindeglied zwischen dem klassischen Bankensystem und der Blockchain-basierten Finanzwelt. Während viele bislang genutzte Stablecoins außerhalb des regulierten Bankensektors entstanden sind, setzen europäische Institute mit Initiativen wie Qivalis auf eine institutionell getragene, rechtssichere Alternative. Damit rücken Stablecoins stärker in den Fokus als Infrastrukturkomponente für künftige Zahlungs- und Abwicklungsmodelle, insbesondere im grenzüberschreitenden Geschäft und bei digitalen Vermögenswerten.
Das Konsortium zeigt sich laut der Pressemitteilung weiterhin offen für weitere Banken. Damit soll die Initiative zur Entwicklung innovativer Zahlungs- und Settlement-Lösungen im Umfeld digitaler Assets ausgebaut werden – mit regulatorischer Klarheit, Sicherheit und institutioneller Verantwortung als zentralen Leitprinzipien. tw
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