STUDIEN & UMFRAGEN9. April 2026

Stripe-Studie: KI, Mobile Payments und Wallets verändern den Checkout

Ein Smartphone zeigt eine Zahlungsaufforderung für einen Betrag von 24,75 € über eine digitale Geldbörse. Im Hintergrund befindet sich ein Kartenlesegerät mit der Anzeige „APPROVED“. Die Nutzung von Stripe wird durch diese Zahlungsmethode unterstützt.
KI, DALL-E

Der Finanzdienst Stripe hat den Future-of-Checkouts-Report veröffentlicht. Demnach entwickelt sich der Bezahlprozess vom reinen Abschluss einer Transaktion hin zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt für Conversion, Vertrauen und Kundenbindung.

Laut Stripe wurden für die Studie über Stripe abgewickelte Bezahlvorgänge und Zahlungsaktivitäten von über 20.000 B2C-Unternehmen untersucht. Diese Erkenntnisse seien mit Umfragen kombiniert worden, um den Kontext aus Sicht der Kunden und Unternehmen gleichermaßen zu beleuchten.

Die Analyse zeige: Käufer tätigen inzwischen auch hochpreisige Einkäufe zunehmend über das Smartphone. Da der mobile Bezahlvorgang immer schneller und sicherer werde, hätten Konsumenten immer weniger Gründe, das Gerät zu wechseln, um einen Kauf abzuschließen. Selbst bei Beträgen über 1.000 US-Dollar bleibe mehr als die Hälfte der europäischen Konsumenten am Handy.

Die Grafik veranschaulicht den Anteil des mobilen Checkouts in den Regionen APAC und EMEA über verschiedene Preiskategorien. Mobile Zahlungen übersteigen in vielen Fällen 50 %, was die wachsende Bedeutung von Stripe im Zahlungsverkehr unterstreicht. Stripe

Gleichzeitig würden digitale Wallets weiter an Bedeutung gewinnen: Digitale Geldbörsen machten mittlerweile etwa 30 Prozent des weltweiten Umsatzes im digitalen Handel aus, betont Stripe. Sie halbierten die Checkout-Zeit im Durchschnitt auf 42 Sekunden und steigerten nachweislich Conversion-Raten und Umsätze.

Die Grafik veranschaulicht die Nutzung digitaler Wallets in Abhängigkeit vom Alter. Stripe

Auch der internationale Handel nehme weiter zu: 45 Prozent der Kaufenden würden grenzüberschreitend einkaufen, erwarteten dabei jedoch lokal angepasste Bezahlmethoden und Preise. Laut Stripe führe beispielsweise das Angebot der lokalen Zahlungsmethode BLIK für Kunden in Polen zu einem durchschnittlichen Anstieg der Checkout-Conversion um 46 Prozent.

Zudem sei die Akzeptanz für Künstliche Intelligenz im Handel inzwischen hoch: Eine Mehrheit der Konsumenten sei offen dafür, Einkäufe von KI-Agenten unterstützen oder sogar durchführen zu lassen. In Deutschland seien es sogar 72 Prozent. Damit wachse die Bedeutung des Checkouts als zentraler Ort für Identitätsprüfung, Autorisierung und Vertrauen.

Die Grafik veranschaulicht die Akzeptanz von KI-unterstützten Kaufentscheidungen in verschiedenen Märkten. Der höchste Anteil an zustimmenden Verbrauchern befindet sich im Vereinigten Königreich (75 %), gefolgt von Frankreich (73 %) und Deutschland (72 %). Stripe

Stripe entwickelt eigenen Angaben zufolge programmierbare Finanzdienste für Unternehmen weltweit. Die Lösungen würden Kunden dabei unterstützen, Zahlungen zu akzeptieren und zu verwalten, wiederkehrende Umsätze zu erzielen, Finanzdienstleistungen zu integrieren und Geldbeträge automatisiert zu bewegen.

Interessierte können den vollständigen Future-of-Checkouts-Report nach dem Hinterlassen ihrer Kontaktdaten hier kostenlos herunterladen.dw

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