Bitkom-Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen will die EUDI-Wallet nutzen

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Für die Nutzung der EUDI-Wallet sei die aktivierte Online-Funktion des Personalausweises (eID) notwendig, aber nur 18 % haben die eID aktiviert und kennen ihre dazugehörige PIN. Weitere 21 % haben zwar die Online-Funktion freischalten lassen, kennen ihre PIN aber nicht oder nicht mehr. Mehr als die Hälfte (57 %) hat die Online-Funktion noch gar nicht aktiviert, weitere 5 % wissen es nicht oder wollen keine Angaben machen.

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Die meisten Menschen in Deutschland sind bereit für die EUDI-Wallet. Nun muss sichergestellt werden, dass sie die digitale Brieftasche ab Januar 2027 auch unkompliziert nutzen können. Wer seine eID nicht aktiviert hat oder seine PIN nicht mehr kennt, steht am Starttag vor verschlossenen Türen. Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Verwaltungen vor Ort eine breit angelegte Aktivierungs- und Informationskampagne zum elektronischen Personalausweis starten. Dabei müssen die Aktivierung der eID und die PIN-Rücksetzung so einfach und so digital wie möglich sein.“
Dr. Ralf Wintergerst, Bitkom-Präsident
Ganz oben auf der Wunschliste zur EUDI-Wallet stehe die digitale Aufbewahrung wichtiger Dokumente. Unter denjenigen, die sich eine Nutzung der EUDI-Wallet grundsätzlich vorstellen können, wollen 61 % Ausweis, Führerschein oder ähnliche Karten auf jeden Fall künftig digital auf dem Smartphone bei sich tragen, weitere 22 % eventuell. Verträge oder Rechnungen digital unterzeichnen wollen 57 % auf jeden Fall und 21 % vielleicht. Die eigene Identität digital nachweisen – etwa bei Behördenangelegenheiten oder der Online-Eröffnung eines Bankkontos – wollen ebenfalls 57 % auf jeden Fall und 19 % eventuell. Den einfacheren Login bei digitalen Anwendungen wie Krankenkassen- oder Steuerportalen möchten 48 % auf jeden Fall nutzen, weitere 34 % vielleicht.Vorgesehen sei, dass es nicht nur eine Wallet-App geben werde, sondern voraussichtlich ab 2028 mehrere Organisationen oder Unternehmen entsprechende Apps anbieten. Viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger möchten von dieser Auswahl Gebrauch machen. 52 % wollen zwar eine EUDI-Wallet ausschließlich von staatlichen Stellen wie dem Bund beziehen, 19 % sind aber sowohl gegenüber staatlichen als auch gegenüber privaten Anbietern offen. 15 % können sich vorstellen, eine Wallet-App allein von privaten Unternehmen wie Telekommunikationsanbietern, Tech-Unternehmen oder Finanzdienstleistern zu verwenden, 15 % wissen es noch nicht oder wollen keine Angabe machen.
Bitkom eIDAS Summit 2026
Wie der Start der EUDI-Wallet gelingen kann, welche Pilotanwendungen bereits heute erprobt werden und welche regulatorischen Rahmenbedingungen gelten, steht im Mittelpunkt des diesjährigen eIDAS Summit des Bitkom. Die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung findet am 28. April in Berlin und am 29. April online statt. Zu den Rednern zählen der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Dr. Karsten Wildberger, Norbert Sagstetter von der Europäischen Kommission, Dr. Markus Reichel, Berichterstatter für Digitale Identitäten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie Bitkom-Vizepräsidentin Christina Raab, CEO von Accenture DACH. Informationen zu Programm, Speakern und Anmeldung könnten Interessenten auf der Website finden.
Zur Methodik der Befragung
Grundlage der Angaben sei eine Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei seien 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt worden. Die Interviews wurden laut Unternehmen zwischen KW 9 und KW 12 des Jahres 2026 geführt. Die Umfrage sei repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland.ft
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