Money20/20 Europe 2026 kompakter – dafür mehr API‑Krieg um Pay-by-Bank, BNPL und Core
Anfang Juni füllten sich die Hallen der RAI Amsterdam wieder auf der Money20/20. Das Flagship Event der europäischen FinTech Szene ist nach wie vor ein Pflichttermin der Branche und das internationalste in Europa. Aber, das Event ist in 2026 sichtbar kleiner. Eine Halle ist reduziert worden und manche Stände waren in den letzten Jahren größer. von Dirk Emminger.. . [ -]Die offiziellen Zahlen zur zehnten Europa Ausgabe sind immer noch beeindruckend. Etwas mehr als 7.500 Teilnehmende aus über 105 Ländern und rund 2.300 Unternehmen, dazu mehr als 450 Speaker auf sechs Bühnen. Wer Money20/20 in den Hochjahren erlebt hat, merkt den Unterschied; wer das erste Mal nach Amsterdam zur Money reist, nicht. Die vier inhaltlichen Klammern hat Money20/20 in diesem Jahr passend gesetzt: AI and the Agentic Age, The Great Rebundling, Money Stack Rewired und Regulation in the Fast Lane. Klingt zunächst austauschbar, und viele der Themen werden aktuell überall gespielt. Die Qualität der Panels, Keynotes und Masterclasses war jedoch durchweg hoch. Man merkt, dass Money20/20 gerade wegen ihrer globalen Präsenz viel Wert auf Inhalte legt und diese gut kuratiert. . Von Agentic AI zu Stablecoins: Die neue Infrastruktur des Zahlungsverkehrs!. . Zwei Themen prägten viele Panels/Diskussionen: Agentic AI mit dem Subthema Agentic Commerce, und Payments, vor allem mit Blick auf Stablecoins und programmierbares Geld. In der Vergangenheit waren das häufig zwei getrennte Themen, aber durch die technische Entwicklung im KI‑Umfeld gehören sie 2026 viel enger zusammen: Wenn Ka I Agenten künftig Entscheidungen vorbereiten, Transaktionen koordinieren oder sogar auslösen, braucht es Zahlungsinfrastruktur, die schneller, programmierbarer und besser kontrollierbar ist als viele heutige Anwendungen. Interessant war, dass viele Dienstleister auch bewusst Merchants adressierten, die auf der M20/20 auch gut vertreten waren. Ein großer Teil der Payment Diskussionen ging dann auch um und über den Einsatz im Handel oder am P O S. Dabei ging es selten um die Coins/Produkte selbst, sondern um die benötigte Infrastruktur dahinter. Über allen Themen lag als politische Notwendigkeit das Thema europäische Finanzsouveränität, eigene Zahlungs Rails, digitale Identität, resiliente Infrastruktur und weniger Abhängigkeit. . Brite Payments, wenn Sovereign Payments tatsächlich liefern!. . Wer das Wort „europäische Zahlungssouveränität“ ernst meint, muss neben Wero auf Brite schauen. Das 2019 von Lena Hackelöer in Stockholm gegründete FinTech ist in 27 europäischen Märkten aktiv, verbindet rund 3.800 Banken und erreicht damit potenziell mehr als 350 Millionen Endkunden, Hackelöer kommt aus dem Klarna Kosmos und leistet mit ihrem Team derzeit viel Aufklärungsarbeit in einem Markt, in dem Pay by Bank noch deutlich hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Gerade in Deutschland muss das Thema vielerorts erst noch erklärt werden: als direkte, schnelle und kosteneffiziente Alternative zu etablierten Zahlverfahren. Das Wachstum bleibt zweistellig, neue Anwendungsfälle entstehen quer durch E Commerce, Trading, Travel und Charity.[ -]Was Money20/20 auszeichnet, ist die Dichte an relevanten Akteuren, von Regulatoren über Banken bis hin zu potenziellen Partnern. Für ein Unternehmen wie Brite, das in 27 Märkten quer durch Europa aktiv ist, ist es nach wie vor ein sehr wichtiges Format.“sagt Lena Hackelöer, Founder & CEO, Brite Payments.. Viele Core Banking Anbieter in Amsterdam vertreten!. . . Auch im Core Banking Umfeld war die Money20/20 in diesem Jahr wieder gut besetzt. Mit Temenos, FIS und S A P Fioneer waren mehrere etablierte Anbieter vertreten, die im deutschen und europäischen Markt weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Besonders ins Auge fiel daneben Intellect Design Arena. Intellect bewegt sich im klassischen Core Banking mit vollständigen Front to Back Funktionalitäten, setzt den Akzent aber woanders: nicht Modernisierung plus Ka I, sondern Banking Architektur, die von Beginn an AI nätif gedacht ist. Die zur Money20/20 vorgestellte AI Digital Banking Platform richtet sich entsprechend an Challenger Banks und digitale Anbieter in UK und Europa, die keine gewachsene Systemlandschaft umbauen, sondern neue Banking Modelle schneller starten wollen. Bemerkenswert ist dabei weniger das AI Versprechen an sich, sondern die Kombination aus Ka I Abdeckung, das Verständnis von europäischer Regulierung rund um EU AI Act, Gi die pi ar, DORA, PSD3 und Open Banking sowie sehr offensiven Aussagen zu Setup- und Go live Zeiten. . Side Events, Visa, Marqeta, Banxware!. . Wie jedes Jahr verlagert sich ein guter Teil der Money20/20 von der Halle in die parallelen Side Events. Aus deutscher Sicht kam einer der interessantesten Side Events von Banxware. Das Berliner Embedded Lending FinTech rund um Miriam Wohlfarth und Jens Röhrborn lud am zweiten Tag zu einem Abendevent ein. Mit Partnerschaften wie Lieferando, Amazon und Qonto und einem klar fokussierten Orchestration Layer für SME Finanzierung zählt Banxware zu den deutschen FinTechs, die aus Deutschland heraus in Europa weiter wachsen können. . Deutscher Pavillon, alte und neue Bekannte!. . Wer einen Schnelldurchlauf durch die deutsche Paymentszene wollte, brauchte nur einmal am Deutschen Pavillon vorbeizuschauen. Hier traf man die vielen deutschen Player, die entweder mit eigenen Ständen vertreten waren oder den Gemeinschaftsstand als Treffpunkt nutzten. Christian Fink, frisch in der Rolle als Geschäftsführer der euro V, war vor Ort und im Dauer Gespräch. Die euro V positioniert sich rund um Verification of Payee und Pre Verification. Zwei Stände weiter dann die GreenBanana Group!. . Zwei Stände weiter war mit der GreenBanana Group eines der jüngeren deutschen Payment FinTechs vertreten. Das Frankfurter Unternehmen rund um CEO und Co Founder Cihan Duezguen positioniert sich als BNPL Orchestrator und will Händlern ermöglichen, verschiedene Buy now pay later Anbieter über eine technische Schnittstelle anzubinden. Mit bnplx.io adressiert GreenBanana damit ein sehr konkretes Problem im Handel: weniger Integrationsaufwand, mehr Flexibilität im Checkout und bessere Steuerung zwischen unterschiedlichen BNPL Providern. . Dass mit Marcus W. Mosen ein europäischer FinTech Enthusiast als Investor und Beirat an Bord ist, gibt zusätzliche Aufmerksamkeit. Spannend ist GreenBanana vor allem deshalb, weil es nicht den nächsten Payment Button baut, sondern die Fragmentierung im BNPL Markt technisch orchestrieren will. Trustpilot, wenn aus Bewertungen plötzlich Ka I Sichtbarkeit wird!. . Einen sehr relevanten Vortrag brauchte Trustpilot. Trustpilot fährt seit längerem eine bemerkenswert klare Botschaft, die in Amsterdam noch einmal nachgeschärft wurde: Bewertungen sind nicht mehr nur ein Marketingthema, sondern entscheiden zunehmend darüber, ob eine Marke in den Antworten generativer Ka I überhaupt auftaucht. [ -]Das Stichwort heißt Generative Engine Optimization, und der Mechanismus ist banal: ChatGPT, Gemini und Co. ziehen ihre Empfehlungen aus strukturierten, menschlich erzeugten Signalen, allen voran aus Reviews. Trustpilot selbst hat sich nach eigener Angabe binnen weniger Monate zu einer der meistzitierten Quellen im ChatGPT Index entwickelt. Das hauseigene Framework, die 3Rs aus Recency, Relevance und Ranking, ist inzwischen weniger ein Marketingbegriff als eine Anleitung. Für Banken und Versicherer ist das alles andere als ein Nebenthema. Wer beobachtet, wie häufig Kunden ihre erste Bankempfehlung inzwischen über Ka I Assistenten einholen, versteht die Verschiebung schnell: Wer nicht zitiert wird, existiert in dieser Welt zunehmend nicht mehr. Neobanken haben das verstanden, agieren auf Trustpilot offensiv und ernten dafür Sichtbarkeit. Filialbanken sammeln Bewertungen, ohne zu antworten, und wundern sich anschließend, warum sie in Ka I Antworten auf Fragen wie „Welche Bank finanziert meine Solaranlage?“ schlicht nicht stattfinden. . Was Money20/20 wirklich auszeichnet, sind die Gespräche!. . Wer mit Money20/20 mehr machen will, als nur passiv die Formate zu konsumieren, kommt um die App und die kuratierten Treffen nicht herum. Genau das ist auch die Erfahrung von Pedro Leite, Head of Sales & Partnerships beim portugiesischen Spezialisten Critical Software.Money20/20 ist für uns kein gewöhnliches Event. An kaum einem anderen Ort treffen wir in so kurzer Zeit auf so viele relevante Partner, von Banken über Tech Anbieter bis hin zu Merchants. Was viele unterschätzen: die Event App und das Setup für gezielte Meetings funktionieren wirklich gut. Wir gehen aus drei Tagen Amsterdam jedes Mal mit mehr werthaltigen Gesprächen heraus als aus ganzen Quartalen anderer Konferenzen.“Das beschreibt gut, warum die Money20/20 auch in einem kompakteren Format funktioniert. Die Qualität entsteht nicht nur durch große Messestände und volle Hallen, sondern vor allem in den Gesprächen dazwischen, oft geplant über die App, manchmal zufällig, aber wenn man will, mit sehr relevanten, spannenden und neuen Themen. Colossos.ai war so ein Fall. Kein eigener Stand, kein großer Messeauftritt, sondern ein Kontakt über die Event App, und trotzdem eines der Themen, das sehr gut zur Agentic AI Debatte der diesjährigen Money20/20 passte. Denn sobald Ka I Agenten nicht mehr nur Texte schreiben oder Informationen zusammenfassen, sondern tatsächlich in Unternehmenssystemen handeln sollen, wird es schnell ernst. Dann geht es nicht mehr um Produktivität im Kleinen, sondern um Zugriff, Rechte, Freigaben, Protokolle und Verantwortung. Oder einfacher gesagt: Wer darf was auslösen, und wer kann später nachvollziehen, warum es passiert ist?. Colossos.ai setzt genau an dieser Stelle an. Das Unternehmen beschreibt seinen Ansatz als Governed Access Layer, also als Kontrollschicht zwischen Ka I Agenten und bestehenden Enterprise Systemen. agentic Anfragen werden nicht einfach durchgereicht, sondern gegen Regeln geprüft, bei Bedarf zur menschlichen Freigabe weitergeleitet und sauber dokumentiert. Fazit: Der Hallenauftritt mag in diesem Jahr kompakter sein, das Event ist aber weiterhin sehr relevant und man hat die Chance, mit vielen Kontakten in der Branche zu interagieren. Save the Date!. . Money20/20 Europe 2027: achten, zehnten Juni 2027, RAI Amsterdam, wieder das zentrale Format für Banking, Payment und FinTech in Europa. Tip… Jetzt planen, nicht im April. Die guten und preislich sinnvollen Hotels in Amsterdam sind schnell weg.Sie hörten einen Beitrag von „Dirk Emminger“
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von Dirk Emminger

Money 20/20
Die vier inhaltlichen Klammern hat Money20/20 (Website) in diesem Jahr passend gesetzt: AI and the Agentic Age, The Great Rebundling, Money Stack Rewired und Regulation in the Fast Lane. Klingt zunächst austauschbar – und viele der Themen werden aktuell überall gespielt. Die Qualität der Panels, Keynotes und Masterclasses war jedoch durchweg hoch. Man merkt, dass Money20/20 gerade wegen ihrer globalen Präsenz viel Wert auf Inhalte legt und diese gut kuratiert.

Dirk Emminger
Von Agentic AI zu Stablecoins: Die neue Infrastruktur des Zahlungsverkehrs
Zwei Themen prägten viele Panels/Diskussionen: Agentic AI mit dem Subthema Agentic Commerce – und Payments, vor allem mit Blick auf Stablecoins und programmierbares Geld. In der Vergangenheit waren das häufig zwei getrennte Themen, aber durch die technische Entwicklung im KI‑Umfeld gehören sie 2026 viel enger zusammen: Wenn KI-Agenten künftig Entscheidungen vorbereiten, Transaktionen koordinieren oder sogar auslösen, braucht es Zahlungsinfrastruktur, die schneller, programmierbarer und besser kontrollierbar ist als viele heutige Anwendungen. Interessant war, dass viele Dienstleister auch bewusst Merchants adressierten, die auf der M20/20 auch gut vertreten waren.
Ein großer Teil der Payment Diskussionen ging dann auch um und über den Einsatz im Handel oder am POS. Dabei ging es selten um die Coins/Produkte selbst, sondern um die benötigte Infrastruktur dahinter. Über allen Themen lag als politische Notwendigkeit das Thema europäische Finanzsouveränität – eigene Zahlungs-Rails, digitale Identität, resiliente Infrastruktur und weniger Abhängigkeit.

Dirk Emminger
Brite Payments – wenn Sovereign Payments tatsächlich liefern
Wer das Wort „europäische Zahlungssouveränität“ ernst meint, muss neben Wero auf Brite schauen. Das 2019 von Lena Hackelöer in Stockholm gegründete FinTech ist in 27 europäischen Märkten aktiv, verbindet rund 3.800 Banken und erreicht damit potenziell mehr als 350 Millionen Endkunden – Hackelöer kommt aus dem Klarna-Kosmos und leistet mit ihrem Team derzeit viel Aufklärungsarbeit in einem Markt, in dem Pay-by-Bank noch deutlich hinter seinem Potenzial zurückbleibt.
Gerade in Deutschland muss das Thema vielerorts erst noch erklärt werden: als direkte, schnelle und kosteneffiziente Alternative zu etablierten Zahlverfahren. Das Wachstum bleibt zweistellig, neue Anwendungsfälle entstehen quer durch E-Commerce, Trading, Travel und Charity.
Was Money20/20 auszeichnet, ist die Dichte an relevanten Akteuren – von Regulatoren über Banken bis hin zu potenziellen Partnern. Für ein Unternehmen wie Brite, das in 27 Märkten quer durch Europa aktiv ist, ist es nach wie vor ein sehr wichtiges Format.“
Lena Hackelöer, Founder & CEO, Brite Payments
Viele Core-Banking-Anbieter in Amsterdam vertreten

Dirk Emminger
Auch im Core-Banking-Umfeld war die Money20/20 in diesem Jahr wieder gut besetzt. Mit Temenos, FIS und SAP Fioneer waren mehrere etablierte Anbieter vertreten, die im deutschen und europäischen Markt weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Besonders ins Auge fiel daneben Intellect Design Arena. Intellect bewegt sich im klassischen Core-Banking mit vollständigen Front-to-Back-Funktionalitäten – setzt den Akzent aber woanders: nicht Modernisierung plus KI, sondern Banking-Architektur, die von Beginn an AI-native gedacht ist.
Die zur Money20/20 vorgestellte AI Digital Banking Platform richtet sich entsprechend an Challenger Banks und digitale Anbieter in UK und Europa, die keine gewachsene Systemlandschaft umbauen, sondern neue Banking-Modelle schneller starten wollen. Bemerkenswert ist dabei weniger das AI-Versprechen an sich, sondern die Kombination aus KI-Abdeckung, das Verständnis von europäischer Regulierung rund um EU AI Act, GDPR, DORA, PSD3 und Open Banking sowie sehr offensiven Aussagen zu Setup- und Go-live-Zeiten.

Dirk Emminger
Side Events – Visa, Marqeta, Banxware
Wie jedes Jahr verlagert sich ein guter Teil der Money20/20 von der Halle in die parallelen Side Events. Aus deutscher Sicht kam einer der interessantesten Side-Events von Banxware. Das Berliner Embedded-Lending-FinTech rund um Miriam Wohlfarth und Jens Röhrborn lud am zweiten Tag zu einem Abendevent ein. Mit Partnerschaften wie Lieferando, Amazon und Qonto und einem klar fokussierten Orchestration-Layer für SME-Finanzierung zählt Banxware zu den deutschen FinTechs, die aus Deutschland heraus in Europa weiter wachsen können.

Dirk Emminger
Deutscher Pavillon – alte und neue Bekannte
Wer einen Schnelldurchlauf durch die deutsche Paymentszene wollte, brauchte nur einmal am Deutschen Pavillon vorbeizuschauen. Hier traf man die vielen deutschen Player, die entweder mit eigenen Ständen vertreten waren oder den Gemeinschaftsstand als Treffpunkt nutzten. Christian Fink, frisch in der Rolle als Geschäftsführer der euro-V, war vor Ort und im Dauer-Gespräch. Die euro-V positioniert sich rund um Verification of Payee und Pre-Verification.
Zwei Stände weiter dann die GreenBanana Group
Zwei Stände weiter war mit der GreenBanana Group eines der jüngeren deutschen Payment-FinTechs vertreten. Das Frankfurter Unternehmen rund um CEO und Co-Founder Cihan Duezguen positioniert sich als BNPL-Orchestrator und will Händlern ermöglichen, verschiedene Buy-now-pay-later-Anbieter über eine technische Schnittstelle anzubinden. Mit bnplx.io adressiert GreenBanana damit ein sehr konkretes Problem im Handel: weniger Integrationsaufwand, mehr Flexibilität im Checkout und bessere Steuerung zwischen unterschiedlichen BNPL-Providern.

Dirk Emminger
Dass mit Marcus W. Mosen ein europäischer FinTech-Enthusiast als Investor und Beirat an Bord ist, gibt zusätzliche Aufmerksamkeit. Spannend ist GreenBanana vor allem deshalb, weil es nicht den nächsten Payment-Button baut, sondern die Fragmentierung im BNPL-Markt technisch orchestrieren will.
Trustpilot – wenn aus Bewertungen plötzlich KI-Sichtbarkeit wird
Einen sehr relevanten Vortrag brauchte Trustpilot. Trustpilot fährt seit längerem eine bemerkenswert klare Botschaft, die in Amsterdam noch einmal nachgeschärft wurde: Bewertungen sind nicht mehr nur ein Marketingthema, sondern entscheiden zunehmend darüber, ob eine Marke in den Antworten generativer KI überhaupt auftaucht.
Das Stichwort heißt Generative Engine Optimization – und der Mechanismus ist banal: ChatGPT, Gemini und Co. ziehen ihre Empfehlungen aus strukturierten, menschlich erzeugten Signalen, allen voran aus Reviews. Trustpilot selbst hat sich nach eigener Angabe binnen weniger Monate zu einer der meistzitierten Quellen im ChatGPT-Index entwickelt. Das hauseigene Framework – die 3Rs aus Recency, Relevance und Ranking – ist inzwischen weniger ein Marketingbegriff als eine Anleitung.Für Banken und Versicherer ist das alles andere als ein Nebenthema. Wer beobachtet, wie häufig Kunden ihre erste Bankempfehlung inzwischen über KI-Assistenten einholen, versteht die Verschiebung schnell: Wer nicht zitiert wird, existiert in dieser Welt zunehmend nicht mehr.
Neobanken haben das verstanden, agieren auf Trustpilot offensiv und ernten dafür Sichtbarkeit. Filialbanken sammeln Bewertungen, ohne zu antworten – und wundern sich anschließend, warum sie in KI-Antworten auf Fragen wie „Welche Bank finanziert meine Solaranlage?“ schlicht nicht stattfinden.

Dirk Emminger
Was Money20/20 wirklich auszeichnet, sind die Gespräche
Wer mit Money20/20 mehr machen will, als nur passiv die Formate zu konsumieren, kommt um die App und die kuratierten Treffen nicht herum. Genau das ist auch die Erfahrung von Pedro Leite, Head of Sales & Partnerships beim portugiesischen Spezialisten Critical Software.
Money20/20 ist für uns kein gewöhnliches Event. An kaum einem anderen Ort treffen wir in so kurzer Zeit auf so viele relevante Partner – von Banken über Tech-Anbieter bis hin zu Merchants. Was viele unterschätzen: die Event-App und das Setup für gezielte Meetings funktionieren wirklich gut. Wir gehen aus drei Tagen Amsterdam jedes Mal mit mehr werthaltigen Gesprächen heraus als aus ganzen Quartalen anderer Konferenzen.“
Das beschreibt gut, warum die Money20/20 auch in einem kompakteren Format funktioniert. Die Qualität entsteht nicht nur durch große Messestände und volle Hallen, sondern vor allem in den Gesprächen dazwischen – oft geplant über die App, manchmal zufällig, aber wenn man will, mit sehr relevanten, spannenden und neuen Themen.
Colossos.ai war so ein Fall. Kein eigener Stand, kein großer Messeauftritt, sondern ein Kontakt über die Event-App – und trotzdem eines der Themen, das sehr gut zur Agentic-AI-Debatte der diesjährigen Money20/20 passte. Denn sobald KI-Agenten nicht mehr nur Texte schreiben oder Informationen zusammenfassen, sondern tatsächlich in Unternehmenssystemen handeln sollen, wird es schnell ernst. Dann geht es nicht mehr um Produktivität im Kleinen, sondern um Zugriff, Rechte, Freigaben, Protokolle und Verantwortung. Oder einfacher gesagt: Wer darf was auslösen – und wer kann später nachvollziehen, warum es passiert ist?
Colossos.ai setzt genau an dieser Stelle an. Das Unternehmen beschreibt seinen Ansatz als Governed Access Layer – also als Kontrollschicht zwischen KI-Agenten und bestehenden Enterprise-Systemen. Agentische Anfragen werden nicht einfach durchgereicht, sondern gegen Regeln geprüft, bei Bedarf zur menschlichen Freigabe weitergeleitet und sauber dokumentiert.
Fazit: Der Hallenauftritt mag in diesem Jahr kompakter sein, das Event ist aber weiterhin sehr relevant und man hat die Chance, mit vielen Kontakten in der Branche zu interagieren.
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Money20/20 Europe 2027: 8. – 10. Juni 2027, RAI Amsterdam – wieder das zentrale Format für Banking, Payment und FinTech in Europa. Tip… Jetzt planen, nicht im April. Die guten und preislich sinnvollen Hotels in Amsterdam sind schnell weg.Dirk Emminger
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