ANWENDUNG17. Juni 2026

Sutor Bank entwickelt technische Komplettplattform für das Altersvorsorgedepot

Altersvorsorgedepot
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Die Sutor Bank baut ihre bestehende Investment-as-a-Service-Plattform zu einer umfassenden Technologieplattform für das zum 1. Januar 2027 startende Altersvorsorgedepot (AVD) aus. Hintergrund sind nach Angaben des Instituts erhebliche Herausforderungen bei der technischen Umsetzung der neuen staatlich geförderten Vorsorgelösung, insbesondere im Bereich des Zulagenmanagements und der erforderlichen Systemintegration.

Nach Einschätzung der Bank verfügen zahlreiche potenzielle Anbieter zwar über geeignete Investmentprodukte und Vertriebskanäle, nicht jedoch über die notwendige Backend-Infrastruktur für den operativen Betrieb. Als besonders anspruchsvoll gelten die Anbindung an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA), die Automatisierung der Zulagenprozesse sowie die Integration der erforderlichen Schnittstellen in bestehende Kernbank- und Wertpapiersysteme.

Hartmut Giesen, Geschäftsleiter der Sutor Bank
Sutor Bank

In den Gesprächen mit Marktteilnehmern hat sich ein klares Muster gezeigt. Die Integration der für das Zulagenmanagement notwendigen Schnittstellen ist anspruchsvoll, insbesondere wenn man zum Stichtag am 1. Januar 2027 mit einem AVD am Start sein möchte. Hinzu kommt, dass vielen Häusern die Teams für die anspruchsvolle Sachbearbeitung und einen kompetenten Kundenservice fehlen“

Hartmut Giesen, Geschäftsführer der Sutor Bank

Gleichzeitig fehlten vielen Instituten die personellen Ressourcen für die fachliche Sachbearbeitung und den Betrieb entsprechender Serviceprozesse.

Modulare Plattform für unterschiedliche Anbieter

Vor diesem Hintergrund erweitert die Sutor Bank ihre Plattform um spezifische AVD-Funktionalitäten. Diese umfassen neben Depotführung und Wertpapierabwicklung insbesondere ein vollständig integriertes Zulagenmanagement inklusive ZfA-Schnittstelle sowie optional Customer Service und Frontend-Komponenten. Die Architektur ist modular ausgelegt, sodass Finanzdienstleister einzelne Services oder eine vollständige White-Label-Lösung beziehen können. Mit dem Plattformansatz adressiert die Bank insbesondere Asset Manager, Vermögensverwalter, Banken und Neo-Broker, die kurzfristig ein Altersvorsorgedepot anbieten möchten, ohne sämtliche regulatorischen und operativen Prozesse selbst entwickeln zu müssen. Durch die Wiederverwendung bestehender Komponenten der Investment-as-a-Service-Infrastruktur sollen Implementierungsaufwand und Time-to-Market reduziert werden.

Die Sutor Bank betreibt das Zulagenmanagement nach eigenen Angaben seit mehr als 15 Jahren produktiv und verfügt seit Einführung der Riester-Rente im Jahr 2002 über eine Anbindung an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. Aktuell werden über 50.000 geförderte Altersvorsorgeverträge administriert. Die bestehende Plattform dient bereits als regulatorische und operative Infrastruktur für Fintechs, Vermögensverwalter und Asset Manager und betreut über Partner mehr als 500.000 Endkunden. Die nun angekündigte Erweiterung soll diese Infrastruktur für den Betrieb des neuen Altersvorsorgedepots nutzbar machen und die technische Eintrittshürde für neue Marktteilnehmer senken.tw

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