ANWENDUNG24. Juni 2026

Omada Identity Sovereign soll digitale Souveränität für Banken und Co. sicherstellen

Ein Mann mit Brille und Bart sitzt mit einem Laptop, auf dem die Benutzeroberfläche von Omada zu sehen ist. Die Anwendung zeigt Optionen zur Anforderung und Delegierung von Zugriffsrechten, was die digitale Souveränität unterstützt.
Omada

Omada Identity Sovereign soll europäischen Unternehmen die vollumfängliche Kontrolle darüber bieten, wo und wie ihre Identity Governance bereitgestellt wird. Mit herkömmlicher Cloud-Bereitstellung seien besonders stark regulierte Unternehmen wie zum Beispiel Banken und Versicherer nicht mehr in der Lage, die Anforderungen an digitale Souveränität und regulatorische Kontrolle zu erfüllen. Identity Sovereign sei entwickelt worden, um genau diesen Bestimmungen und den damit verbundenen Anforderungen gerecht zu werden.

Digitale Souveränität entwickelt sich laut Omada vor allem in den stark regulierten Branchen Europas von einem Wunschkriterium zu einer Beschaffungspriorität. Durch EU-weite Regulierungen wie DORA, NIS2 und dem geplanten „Cloud and AI Development Act“ seien gesetzliche Kontrollvorschriften keine Kür mehr, sondern klare Compliance-Anforderungen. Gleichzeitig gewähre der US-amerikanische CLOUD Act den US-Behörden Zugriff auf Daten amerikanischer Technologieanbieter. Das zwinge europäische Unternehmen dazu, nicht nur zu berücksichtigen, wo ihre Daten gespeichert sind, sondern auch, wer überhaupt die Kontrolle über diese hat.

Standardmäßige Cloud-Bereitstellungen könnten dieses Risiko nicht beseitigen. Das gelte besonders für cloud-basierte Lösungen von außereuropäischen Anbietern, die lediglich als „souverän“ vermarktet würden. Die damit beworbene Datenresidenz garantiere nicht die tatsächliche Kontrolle darüber, wer die zugrundeliegende Infrastruktur betreibt und welche Rechtsordnung letztendlich den Zugriff auf die Daten regelt. Besonders für Banken sei diese Unterscheidung allerdings kritisch. Denn sie entscheide darüber, ob sie ihre regulatorischen Verpflichtungen überhaupt erfüllen könnten oder weiterhin Risiken und potenziellem Fremdzugriff ausgesetzt seien.

Omada Identity Sovereign (Website) erweitere das aktuelle Portfolio um eine containerisierte Lösung, die Kunden auf einer Infrastruktur ihrer Wahl bereitstellen und betreiben könnten, ohne von einem bestimmten Cloud-Anbieter abhängig zu sein.

So sollen Unternehmen bei ihrer Identity Security die Kriterien von SEAL-3 erfüllen können – die strengste Anforderungsstufe digitaler Souveränität – weil die gesamte Kette aus rechtlicher, operativer und infrastruktureller Kontrolle im europäischen Hoheitsgebiet bleibe.

Die Lösung befinde sich derzeit in der Entwicklung und soll voraussichtlich Anfang 2027 verfügbar sein. Organisationen, die souveräne Bereitstellungsoptionen für ihre Identity Governance evaluieren, könnten sich an ihr Omada-Kundenteam wenden, um ihre Anforderungen zu besprechen.ft

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