FINTECH22. Oktober 2026

Fintech Qivalis erhält Zulassung als E-Geld-Institut

Vernetzte Linien über einer Stadt-Skyline bei Sonnenuntergang; Qivalis bereitet einen regulierten Euro-Stablecoin für digitale Zahlungen vor.
Qivalis

Qivalis hat von De Nederlandsche Bank (DNB) die Zulassung als E-Geld-Institut erhalten. Das in Amsterdam ansässige Unternehmen werde von 37 europäischen Banken aus 15 Ländern unterstützt und bereite die Ausgabe eines regulierten Euro-Stablecoins vor. Dabei handele es sich um einen digitalen Token, dessen Wert im Verhältnis 1:1 an den Euro gekoppelt sei und der für Zahlungen und die Abwicklung von Transaktionen auf der Blockchain eingesetzt werden soll.

Mit der Lizenz unterliege Qivalis nun der laufenden Aufsicht der DNB und sei als zugelassenes E-Geld-Institut berechtigt, auf Euro lautende E-Geld-Token (Electronic Money Tokens, EMTs) zu emittieren. Die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sei seit der Gründung fester Bestandteil der Unternehmensarchitektur von Qivalis. Mit der EMI-Zulassung sei nun eine entscheidende regulatorische Voraussetzung für die Emission des Qivalis-EMT erfüllt. Die Ausgabe soll in den kommenden Monaten beginnen und erfolge vorbehaltlich der einschlägigen Anforderungen der Verordnung über Märkte für Kryptowerte (Markets in Crypto-Assets Regulation, MiCA) sowie der Veröffentlichung des Whitepapers.

Ein lächelnder Mann in dunkelblauem Anzug und weißem Hemd steht vor hellem Hintergrund; Qivalis erhält die Zulassung als E-Geld-Institut.
Qivalis

Je stärker sich Finanzaktivitäten on-chain verlagern, desto mehr wird die Frage, welche Regeln und welche Aufsicht für diese Infrastruktur gelten, zu einer Frage der europäischen Autonomie. Wir sind überzeugt, dass Europa ein auf Euro lautendes On-Chain-Settlement-Asset braucht, das nach europäischem Recht emittiert wird und europäischen Regulierungsstandards unterliegt. Heute sind wir diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen.“

Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis

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Qivalis (Website) setze auf ein B2B2X-Modell und werde seinen EMT über geeignete Vertriebspartner anbieten, darunter Banken, Handelsplätze, Zahlungsdienstleister und Teilnehmer der Marktinfrastruktur.

Das Unternehmen sei im September 2025 gegründet worden und habe seinen Sitz in Amsterdam. Es agiere unabhängig und werde von 37 europäischen Banken aus 15 Ländern unterstützt. Aufsicht und Infrastruktur seien fest in Europa verankert. Die Governance liege bei einem unabhängigen Management-Team und einem Aufsichtsrat mit unabhängigen Mitgliedern. Vorsitzender sei Sir Howard Davies, früherer Chairman der NatWest Group und der britischen Finanzaufsicht FSA. Die Struktur sei auf Resilienz und Interoperabilität über europäische Märkte hinweg ausgelegt.ft

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