FINTECH17. September 2026

Revolut beantragt Schweizer Banklizenz

Ein Mobilgerät zeigt eine Benutzeroberfläche mit einem Kontostand von CHF 3.126. Die App ermöglicht Funktionen wie Einzahlen und Übertragen. Diese Darstellung könnte im Kontext der Beantragung einer Banklizenz durch Revolut relevant sein.
Revolut

Die globale Finanzplattform Revolut hat offiziell den Antrag auf eine Schweizer Banklizenz bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) eingereicht. Das Lizenzierungsverfahren sei derzeit anhängig, der Ausgang offen, teilt das Unternehmen mit. Zudem wolle die Neobank in den kommenden fünf Jahren mehr als 150 Millionen Schweizer Franken in die Schweiz investieren.

Die derzeit über 1,3 Millionen Schweizer Kunden von Revolut würden aktuell von der in Litauen lizenzierten Revolut Bank UAB bedient. Diese verfüge in der Schweiz zwar über eine Vertretung, jedoch nicht über eine Schweizer Bankbewilligung.

Die Erteilung der Banklizenz wäre laut der Neobank der nächste logische Schritt, um das Angebot für Schweizer Kunden weiter auszubauen und die lokale Präsenz langfristig zu stärken.

Banklizenz als Grundlage für ein vollständiges Bankangebot

Wie Revolut mitteilt, würde die Schweizer Banklizenz die Grundlage für ein vollständiges Bankangebot schaffen und die zukünftige Schweizer Bankeinheit ein neues Maß an Produktlokalisierung für Schweizer Kunden ermöglichen. Dazu gehörten Schweizer IBANs, Lohnkonten, eBill, Zahlungsabwicklung für Händler sowie der Zugang zur Schweizer Einlagensicherung. Weitere lokale Produkte, darunter die Säule 3a und TWINT, würden derzeit genauer geprüft.

Mit dem Antrag einer Schweizer Banklizenz gehen wir einen wichtigen Schritt, um ein noch wichtigerer Teil einer der bedeutendsten und fortschrittlichsten Finanzmärkte der Welt zu werden. Gemeinsam mit unseren bestehenden Lizenzen und der regulatorischen Infrastruktur in ganz Europa würden wir unsere Compliance, Governance und den regulatorischen Rahmen weiter stärken.”

David Tirado, Partner und Chief Commercial Officer bei Revolut,

Darüber hinaus kündigte Revolut (Website) an, in den kommenden fünf Jahren mehr als 150 Millionen Schweizer Franken in die Schweiz zu investieren. Die Investition unterstütze insbesondere die Entwicklung neuer Produkte und die Schaffung lokaler Arbeitsplätze. Zusätzlich seien Erweiterungen auf Verwaltungsrats- und Führungsebene geplant, um den Aufbau einer lokal verankerten Bankenstruktur zu stärken.

Sollte die Genehmigung erteilt werden, sollen bestehende Kunden über einen einfachen Prozess zur Schweizer Bankeinheit wechseln können.

Revolut ist bereits das führende Fintech der Schweiz. Mit einer eigenen Banklizenz würden wir unseren mehr als 1,3 Millionen Kunden künftig ein auf den Schweizer Markt zugeschnittenes Revolut-Bankprodukt bieten können. Kunden würden ihr Salär auf ihr Revolut-Konto erhalten und ihre gesamten Finanzen verwalten können, von Ausgaben über Investieren und weit darüber hinaus. Gepaart mit dem Produkterlebnis, das sie von Revolut bereits kennen und schätzen.”

Julian Biegmann, General Manager für die Schweizdw

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