BSI-Cybersicherheitsmonitor 2026: Onlinebanking-Betrug trifft Verbraucher zunehmend hart

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Für Banken und Finanzdienstleister besonders relevant: Betrug beim Onlinebanking beziehungsweise der Missbrauch von Kontodaten zählt inzwischen zu den häufigsten Delikten im digitalen Raum. Laut Kurzbericht nannten 13 Prozent der Betroffenen entsprechende Vorfälle. Häufiger waren lediglich Betrugsfälle beim Online-Shopping mit 22 Prozent sowie unberechtigte Zugriffe auf Online-Accounts mit 14 Prozent. Auch Phishing bleibt mit 12 Prozent ein bedeutender Angriffsvektor. Die Auswirkungen sind erheblich. 88 Prozent der Opfer berichten von konkreten Schäden infolge der Angriffe. Ein Drittel erlitt finanzielle Verluste. Zusätzlich nennen die Betroffenen hohen Zeitaufwand zur Schadensbegrenzung sowie Vertrauensverluste gegenüber digitalen Diensten.
Besonders kritisch aus Sicht der Finanzbranche: Viele Verbraucher unterschätzen weiterhin ihr persönliches Risiko. Trotz der hohen Fallzahlen halten 55 Prozent der Befragten die Wahrscheinlichkeit, selbst Opfer von Cyberkriminalität zu werden, für gering oder ausgeschlossen. Gleichzeitig informieren sich lediglich 14 Prozent regelmäßig über Cybersicherheit. 40 Prozent beschäftigen sich erst nach einem Vorfall intensiver mit Schutzmaßnahmen.

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Zentrale Sicherheitsmaßnahmen bleiben wichtig
Auch bei der Nutzung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen zeigen sich Defizite. Von 19 abgefragten Schutzmaßnahmen werden nur wenige von einer größeren Zahl der Nutzer konsequent eingesetzt. Starke Passwörter nutzen 46 Prozent der Befragten, Antivirenprogramme 40 Prozent. Viele Verbraucher empfinden Sicherheitsmaßnahmen als zu kompliziert oder sehen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner fordert daher, Cybersicherheit müsse „einfacher, präsenter und verständlicher“ werden.
Diese Informationen liefern wir – etwa indem wir Anleitungen für Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag bereitstellen und Lehrkräfte befähigen, das Thema in ihren Unterricht zu holen. Zugleich dürfen wir die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern abladen: Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssen sichere Produkte und Dienste zum Standard machen.“
Claudia Plattner, BSI-Präsidentin
Cyberkriminalität ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – sei es durch gefälschte E-Mails oder Betrug beim Einkauf im Internet. Das Zusammenspiel aus Prävention, Aufklärung und entschlossenem Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden trägt entscheidend dazu bei, den digitalen Raum sicherer zu machen.“
Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK

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Hersteller und Anbieter digitaler Dienste müssten sichere Anwendungen standardmäßig bereitstellen. Gerade für Banken dürfte damit die Bedeutung von Betrugsprävention, Echtzeit-Erkennung verdächtiger Transaktionen und verständlicher Sicherheitskommunikation weiter steigen. Im Rahmen ihrer Kooperation bauen BSI und ProPK auch ihr Unterstützungsangebot weiter aus. Neben allen Ergebnissen des Cybersicherheitsmonitors finden sich auf den Websites der Partner auch zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“: Diese geben Verbraucherinnen und Verbrauchern niedrigschwellige Orientierung in den Fällen von Betrug beim Onlineshopping und Identitätsdiebstahl.tw
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