STUDIEN & UMFRAGEN11. August 2026

Bundesbank: Starker Zuwachs bei Kartenzahlungen

Im Jahr 2025 ist die Anzahl der Kartenzahlungen deutlich gestiegen. Insgesamt gab es rund 14,5 Milliarden Kartentransaktionen. Dies waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Kartenzahlungen machten rund 43 Prozent aller Zahlungen von Nichtbanken aus. Dies geht aus der aktuellen Zahlungs­verkehrs­statistik der Deutschen Bundesbank hervor.

Die Grafik illustriert zentrale Entwicklungen im deutschen Zahlungsverkehr für das Jahr 2025. Kartenzahlungen zeigen einen Anstieg bei Transaktionen und Umsätzen für Debit- und Kreditkarten. Zudem ist ein Anstieg der POS-Terminals um 11 % zu verzeichnen.
ITFM, Datenquelle: Bundesbank

Lastschriften wurden ebenfalls weiterhin häufig genutzt. Ihre Zahl nahm leicht um 1 Prozent auf rund 10 Milliarden Transaktionen zu. Ihr Anteil an allen Zahlungen verringerte sich jedoch von 31 Prozent auf 30 Prozent. Überweisungen nahmen um 3 Prozent auf 7,8 Milliarden Transaktionen zu. Ihr Anteil lag bei rund 23 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelten sich SEPA‑Instant-Überweisungen. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt: Sie stieg um 102 Prozent auf rund 680 Millionen Transaktionen. Damit entfiel 2025 knapp jede zehnte elektronisch ausgelöste Überweisung auf eine SEPA‑Instant-Überweisung. Der Anteil stieg von 4,9 Prozent im Vorjahr auf 9,4 Prozent. Auch der Wert der SEPA‑Instant-Überweisungen nahm deutlich zu und erhöhte sich um 141 Prozent auf rund 610 Milliarden Euro.

Dem Transaktionswert nach hatten Überweisungen mit rund 66 Billionen Euro weiterhin einen Anteil von etwa 90 Prozent an allen Zahlungen. Lastschriften erreichten einen Wert von rund 6,2 Billionen Euro und damit einen Anteil von rund 8 Prozent. Der mit Karten generierte Umsatz machte weniger als 2 Prozent aus.

Die Zahl der Debitkarten gibt die Bundesbank per Ende 2025 mit gut 181,1 Millionen Stück an. Dies sind rund 20 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahlen scheinen wenig plausibel – es sei denn, man zählt alle digitalisierten Debitkarten mit (s. https://www.it-finanzmagazin.de/zahlungsverkehr-kartennutzung-nimmt-weiter-zu-239604). Die Zahl der Kreditkarten lag bei 36,7 Millionen (+1,4 Mio.), davon 30 Millionen Karten ohne Kreditfunktion (Chargecards) und 6,7 Millionen Karten mit Kreditfunktion (Revolving Credit).

Debitkarten bauen Vorsprung vor Kreditkarten weiter aus

Mit den Debitkarten wurden 2025 gut 12,1 Milliarden Transaktionen (+11%) im Wert von rund 440,5 Milliarden Euro (+6,3%) abgewickelt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Betrag von 36,40 Euro je Transaktion. 89 Prozent der Debitkarten-Transaktionen erfolgen im Inland.

Mit Kreditkarten wurden 2,3 Milliarden Transaktionen (+7%) im Wert von 154,4 Milliarden Euro (+4%) getätigt, durchschnittlich also gut 67 Euro je Transaktion. Der Anteil der Inlandstransaktionen lag hier bei 56 Prozent.

Die Zahl der im Inland von deutschen Zahlungsdienstleistern betriebenen Geldausgabeautomaten nimmt weiter ab. Zum Jahresende 2025 lag sie bei rund 48.000 Geräten, nach rund 49.700 im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 3 Prozent. Dagegen stieg die Zahl der POS-Terminals im Inland um 11 Prozent auf rund 1,3 Millionen.fb

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