„European Network for Payments“: Netzwerk für interoperable Payment-Lösungen gegründet

European Payments Initiative, EPI
Wie die European Payments Initiative (EPI) mitteilt, werde die neu gegründete Einrichtung mit Sitz in Madrid den gemeinsamen Interoperabilitäts-Hub betreiben. Dessen Aufbau sei bereits in der von den Gründungspartnern im Februar 2026 unterzeichneten Absichtserklärung angekündigt worden.
Die Aufgabe des „European Network for Payments“ sei die Verbindung bestehender europäischer Zahlungslösungen über eine gemeinsame technische und operative Ebene auf der Grundlage europäischer Standards einschließlich sofortiger Zahlungen von Konto zu Konto.
Die Gründungspartner würden zu gleichen Teilen Anteilseigner der Einrichtung. Diese diene als zentrale Koordinierungsstelle und verantworte die technische Steuerung sowie die künftige Weiterentwicklung des Ökosystems. Dazu gehörten auch neue Funktionalitäten und zusätzliche teilnehmende Lösungen.

EPI
Europäer sollten die Zahlungslösungen nutzen können, denen sie bereits vertrauen, wenn sie grenzüberschreitend reisen, einkaufen oder Geschäfte tätigen. (…) Durch die Vernetzung europäischer Zahlungslösungen können wir diesen Komfort grenzüberschreitend anbieten, den Verbrauchern mehr Auswahl bieten und Händlern helfen, Kunden aus ganz Europa ohne große Investitionen zu bedienen. So schaffen wir eine eigenständige europäische Alternative, die im Alltag funktioniert.“
Martina Weimert, Geschäftsführerin der EPI Company
Das Payment-Netzwerk stelle einen Durchbruch bei der Umsetzung eines eigenständigen und interoperablen europäischen Zahlungsrahmens. Es ermögliche den teilnehmenden Lösungen, schrittweise nahtlose grenzüberschreitende Zahlungen (Peer-to-Peer, im stationären Handel und online) in ganz Europa anzubieten.
Zusammen würden die Lösungen bereits rund 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern bedienen. Dies entspräche mehr als 70 Prozent der Bevölkerung der EU und Norwegens.
Die Vorbereitung der technischen Umsetzung der angestrebten Struktur läuft bereits
Das Rahmenwerk könne im Laufe der Zeit auch andere etablierte europäische Zahlungslösungen einbeziehen, vorbehaltlich der Zustimmung der Partner und der technischen und betrieblichen Anforderungen des Netzwerks. Solutions und ENP würden derzeit die technische Umsetzung der angestrebten Struktur vorbereiten.
Die schrittweise Einführung solle zunächst mit grenzüberschreitenden Peer-to-Peer-Zahlungen beginnen, E-Commerce- und Point-of-Sale-Zahlungen (POS) sollen in nachfolgenden Phasen folgen.
Die Gründung dieser Interoperabilitätseinheit stellt einen bedeutenden Schritt vorwärts beim Aufbau einer souveränen und integrierten europäischen Zahlungslandschaft dar. Indem wir starke nationale Lösungen über einen gemeinsamen Rahmen miteinander verbinden, ermöglichen wir nahtlose grenzüberschreitende Zahlungserlebnisse und bewahren gleichzeitig die Vielfalt, das Vertrauen und die Nähe, die jedes System in seinem eigenen Markt aufgebaut hat.”
Fabrizio Burlando, Chief Executive Officer von Bancomatdw
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