Fehlgeschlagene Zahlungen: Jede zehnte Auslandsüberweisung scheitert an fehlerhaften Daten
. Jede zehnte grenzüberschreitende Zahlung scheitert beim ersten Versuch. Häufig sind fehlerhafte Empfängerdaten oder Bankverbindungen daran schuld. Eine Studie von LexisNexis Risk Solutions weist nach, dass das mit immensen Kosten für Finanzinstitute verbunden ist, und macht deutlich, welches Einsparpotenzial in einer besseren Datenqualität und automatisierten Zahlungsabwicklung steckt. Eine aktuelle Studie von LexisNexis Risk Solutions zeigt erhebliche Defizite bei der automatisierten Abwicklung internationaler Zahlungen. Für den Bericht „True Impact of Failed Payments 2026“ befragte das Marktforschungsunternehmen Datos Insights im Auftrag von LexisNexis 150 Zahlungsverkehrsverantwortliche von Finanzinstituten in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und der Region Asien Pazifik. Dabei erreichen gerade einmal 2 Prozent der Institute bei grenzüberschreitenden Zahlungen eine fast vollständige Straight Through Processing Quote (STP). Darunter versteht man die Verarbeitung von Zahlungen ohne manuelle Eingriffe. Die Kehrseite: Vier von fünf befragten Instituten sind mit ihrer aktuellen Automatisierungsquote unzufrieden. Eine wesentliche Ursache für fehlgeschlagene Transaktionen ist die unzureichende Qualität der Zahlungsdaten. In immerhin 21 Prozent der Fälle sind fehlerhafte Angaben zum Begünstigten zu finden, in jeweils rund 15 Prozent falsche Kontonummern beziehungsweise Bankverbindungsdaten. Viele dieser Fehler könnten durch eine frühzeitige automatisierte Validierung bereits bei der Zahlungsauslösung erkannt werden. Millionenverluste durch manuelle Nachbearbeitung. Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Bei 37 Prozent der befragten Finanzinstitute verursacht eine fehlgeschlagene oder verzögerte Zahlung Kosten von mehr als 20 US Dollar. Über Gebühren lassen sich diese Aufwendungen meist nicht vollständig kompensieren, da pro Fehlzahlung üblicherweise lediglich 11 bis 15 US Dollar erhoben werden. LexisNexis verdeutlicht das Problem anhand einer Modellrechnung: Bei täglich 10.000 grenzüberschreitenden Zahlungen und einer STP Quote von 95 Prozent müssen noch immer 500 Transaktionen manuell nachbearbeitet werden. Bei durchschnittlichen Bearbeitungskosten von 12,10 US Dollar summieren sich die direkten Kosten auf rund 6.000 US Dollar täglich beziehungsweise 2,2 Millionen US Dollar jährlich. Hinzu kommen mögliche Umsatzverluste durch unzufriedene Kunden. Ein Drittel der Finanzinstitute gibt an, aufgrund fehlgeschlagener Zahlungen zwischen zwei und fünf Prozent seiner Kunden zu verlieren. Drei Viertel berichten von jährlichen Kundenumsatzverlusten von bis zu fünf Millionen US Dollar. Verbesserungspotenzial sehen die Studienautoren insbesondere bei der Validierung von Zahlungsdaten, dem Zahlungsscreening und der weiteren Standardisierung der Nachrichtenformate. Von den Instituten, die bereits Lösungen zur Datenvalidierung eingeführt haben, berichten zwei von fünf über eine Verbesserung ihrer STP Quote um mehr als 25 Prozent.Fehlgeschlagene Zahlungen führen zu finanziellen Verlusten, Reibung im Kundenverhältnis und operativer Nacharbeit. Die gute Nachricht: Viele davon sind vermeidbar.“sagt Vijay Nagarajan, Director of Market Planning, Payments Efficiency LexisNexis Risk Solutions.. Bessere Daten, Validierungsverfahren und Screening könnten Probleme bereits bei der Zahlungsauslösung erkennen und eine durchgängig automatisierte Verarbeitung ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Zahlungsverkehrsstandard ISO 20022. Dessen strukturierte und umfangreichere Datenfelder schaffen die technischen Voraussetzungen, um Zahlungsinformationen besser automatisiert zu prüfen und weiterzuverarbeiten. Allerdings müssen Finanzinstitute die entsprechenden Daten auch vollständig und korrekt erfassen. Im internationalen Vergleich schneiden europäische Finanzinstitute am besten ab. Hier geben 92 Prozent der Befragten an, dass weniger als fünf Prozent ihrer Zahlungen fehlschlagen oder sich verzögern. In der Region Asien Pazifik erreichen 77 Prozent der Institute diesen Wert, in Nordamerika 69 Prozent. Die Unterschiede lassen sich laut LexisNexis unter anderem durch unterschiedliche Clearingsysteme, regulatorische Anforderungen und den Grad der Standardisierung erklären.
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KI, DALL-E
Jede zehnte grenzüberschreitende Zahlung scheitert beim ersten Versuch. Häufig sind fehlerhafte Empfängerdaten oder Bankverbindungen daran schuld. Eine Studie von LexisNexis Risk Solutions weist nach, dass das mit immensen Kosten für Finanzinstitute verbunden ist – und macht deutlich, welches Einsparpotenzial in einer besseren Datenqualität und automatisierten Zahlungsabwicklung steckt.
Eine aktuelle Studie von LexisNexis Risk Solutions zeigt erhebliche Defizite bei der automatisierten Abwicklung internationaler Zahlungen. Für den Bericht „True Impact of Failed Payments 2026“ befragte das Marktforschungsunternehmen Datos Insights im Auftrag von LexisNexis 150 Zahlungsverkehrsverantwortliche von Finanzinstituten in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und der Region Asien-Pazifik. Dabei erreichen gerade einmal 2 Prozent der Institute bei grenzüberschreitenden Zahlungen eine fast vollständige Straight-Through-Processing-Quote (STP). Darunter versteht man die Verarbeitung von Zahlungen ohne manuelle Eingriffe. Die Kehrseite: Vier von fünf befragten Instituten sind mit ihrer aktuellen Automatisierungsquote unzufrieden.
Eine wesentliche Ursache für fehlgeschlagene Transaktionen ist die unzureichende Qualität der Zahlungsdaten. In immerhin 21 Prozent der Fälle sind fehlerhafte Angaben zum Begünstigten zu finden, in jeweils rund 15 Prozent falsche Kontonummern beziehungsweise Bankverbindungsdaten. Viele dieser Fehler könnten durch eine frühzeitige automatisierte Validierung bereits bei der Zahlungsauslösung erkannt werden.
Millionenverluste durch manuelle Nachbearbeitung
Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Bei 37 Prozent der befragten Finanzinstitute verursacht eine fehlgeschlagene oder verzögerte Zahlung Kosten von mehr als 20 US-Dollar. Über Gebühren lassen sich diese Aufwendungen meist nicht vollständig kompensieren, da pro Fehlzahlung üblicherweise lediglich 11 bis 15 US-Dollar erhoben werden. LexisNexis verdeutlicht das Problem anhand einer Modellrechnung: Bei täglich 10.000 grenzüberschreitenden Zahlungen und einer STP-Quote von 95 Prozent müssen noch immer 500 Transaktionen manuell nachbearbeitet werden. Bei durchschnittlichen Bearbeitungskosten von 12,10 US-Dollar summieren sich die direkten Kosten auf rund 6.000 US-Dollar täglich beziehungsweise 2,2 Millionen US-Dollar jährlich. Hinzu kommen mögliche Umsatzverluste durch unzufriedene Kunden. Ein Drittel der Finanzinstitute gibt an, aufgrund fehlgeschlagener Zahlungen zwischen zwei und fünf Prozent seiner Kunden zu verlieren. Drei Viertel berichten von jährlichen Kundenumsatzverlusten von bis zu fünf Millionen US-Dollar.
Verbesserungspotenzial sehen die Studienautoren insbesondere bei der Validierung von Zahlungsdaten, dem Zahlungsscreening und der weiteren Standardisierung der Nachrichtenformate. Von den Instituten, die bereits Lösungen zur Datenvalidierung eingeführt haben, berichten zwei von fünf über eine Verbesserung ihrer STP-Quote um mehr als 25 Prozent.
Fehlgeschlagene Zahlungen führen zu finanziellen Verlusten, Reibung im Kundenverhältnis und operativer Nacharbeit. Die gute Nachricht: Viele davon sind vermeidbar.“
Vijay Nagarajan, Director of Market Planning, Payments Efficiency LexisNexis Risk Solutions
Bessere Daten, Validierungsverfahren und Screening könnten Probleme bereits bei der Zahlungsauslösung erkennen und eine durchgängig automatisierte Verarbeitung ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Zahlungsverkehrsstandard ISO 20022. Dessen strukturierte und umfangreichere Datenfelder schaffen die technischen Voraussetzungen, um Zahlungsinformationen besser automatisiert zu prüfen und weiterzuverarbeiten. Allerdings müssen Finanzinstitute die entsprechenden Daten auch vollständig und korrekt erfassen.
Im internationalen Vergleich schneiden europäische Finanzinstitute am besten ab. Hier geben 92 Prozent der Befragten an, dass weniger als fünf Prozent ihrer Zahlungen fehlschlagen oder sich verzögern. In der Region Asien-Pazifik erreichen 77 Prozent der Institute diesen Wert, in Nordamerika 69 Prozent. Die Unterschiede lassen sich laut LexisNexis unter anderem durch unterschiedliche Clearingsysteme, regulatorische Anforderungen und den Grad der Standardisierung erklären.tw
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