ibi-Studie „Konsum- und Bezahlverhalten“: Leidenschaftliche Online-Shopper werden weniger

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Gesunken ist außerdem der Anteil derer, die mindestens einmal pro Monat online bestellen: 2025 lag er bei durchschnittlich 82 Prozent und damit um vier Prozentpunkte niedriger als 2024.
Die durchschnittlichen monatlichen Online-Bestellungen gingen 2025 auf 5,1 zurück – im Vergleich zu 5,4 im Vorjahr. Gleiches gilt auch für die durchschnittliche Anzahl bestellter Artikel, die von 8,1 auf 7,3 sank. Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Retouren: Die Retourenquote fiel von 12,1 Prozent auf 9,5 Prozent. Die monatlichen Ausgaben für Online-Einkäufe lagen im Jahr 2025 durchschnittlich bei 214,81 Euro (2024: 229,90 Euro).

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Als Hauptgründe für Online-Einkäufe wurden Preisbewusstsein und Zeitersparnis genannt. Zentrale Erwartungen sind zudem kostenlose Versandoptionen und schnelle Lieferungen.
PayPal ist bei Online-Shopper für Zahlungen weiterhin dominierend
PayPal ist weiterhin die dominierende Zahlungsmethode bei Online-Einkäufen. 69 Prozent der Befragten nutzen es mindestens einmal im Monat. Besonders beliebt ist PayPal bei den 41- bis 60-Jährigen, von denen 73 Prozent regelmäßig darauf zurückgreifen. Andere Zahlungsmethoden wie Rechnung (27%) und Kreditkarte/Debitkarte (27%) folgen mit deutlichem Abstand. Insgesamt ist PayPal die bevorzugte Zahlungsmethode von 49 Prozent aller Verbraucher.
Finanzielle Schwierigkeiten durch Online-Bestellungen treten vor allem bei jüngeren Altersgruppen auf. So geben 33 Prozent der 21- bis 30-Jährigen an, aufgrund von Online-Einkäufen bereits Schulden oder Rückstände bei Ratenzahlungen gehabt zu haben, während dies bei den über 60-Jährigen lediglich zwei Prozent betrifft. Insgesamt ist der Anteil der Betroffenen von sieben Prozent im Jahr 2024 auf nun zwölf Prozent deutlich angestiegen.
Im stationären Handel bleibt Bargeld – hinsichtlich der Zahl der Transaktionen – mit 79 Prozent die am häufigsten genutzte Zahlungsmethode, gefolgt von kontaktlosen Zahlungen mit der girocard (43%) und Kreditkarte/Debitkarte (33%) sowie Zahlungen, bei denen die Karte ins POS-Terminal eingesteckt wird (girocard: 17%; Kreditkarten: 14%). Zahlungen per Smartphone gewinnen bei jüngeren Konsumenten zunehmend an Bedeutung, obwohl ihre Nutzung insgesamt noch gering bleibt.
66 Prozent der Konsumenten besitzen (mindestens) eine girocard, Kreditkarten sind mit 44 Prozent ebenfalls verbreitet, wobei ihr Besitz bei jüngeren Gruppen (16 bis 20 Jahre: 27%) weniger häufig vorkommt.
Neue Impulse durch Wero und KI
Nachdem die Wallet „Wero“ der European Payments Initiative (EPI) seit Mitte 2024 in Deutschland verfügbar ist, hat ibi research auch deren Bekannheitsgrad und Nutzungsquote untersucht. Die Bekanntheit hat von 12 Prozent im November 2024 auf 35 Prozent im Oktober 2025 deutlich zugenommen. Die Nutzung der P2P-Funktion, also der Zahlung zwischen zwei Personen, ist von einem Prozent im November 2024 auf 12 Prozent im Oktober 2025 gestiegen.
Perspektivisch sieht ibi research, dass neue technologische Entwicklungen und insbesondere die Künstliche Intelligenz (KI) den Kaufprozess weiter verändern werden. Dabei betrifft der Einfluss der KI nicht mehr nur die Produktrecherche, sondern zunehmend auch Preisvergleiche, Angebotsdarstellung und Entscheidungsunterstützung entlang der gesamten Customer Journey.
Die vollständige Studie kann hier nach Abgabe der Kontaktdaten angefordert werden.fb
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