LSI-Stresstest der BaFin: Wie gut sind Deutschlands Banken für schwere Krisen gerüstet?

Kai Hartmann Photography / BaFin
Der Anstieg der Zinsen hat die Lage von Deutschlands Banken und Sparkassen nach Einschätzung der Aufsicht deutlich verbessert. „Die meisten Institute sind gut kapitalisiert und können die sehr anspruchsvollen Herausforderungen des diesjährigen Stresstests meistern“, sagte der oberste Bankenkontrolleur der Finanzaufsicht BaFin, Raimund Röseler, am Montag in Frankfurt. Allerdings mahnte er auch zur Vorsicht: So bekomme eine mittlere zweistellige Zahl von Instituten im Stresstest-Szenario Schwierigkeiten. Und die wirtschaftliche Lage sei nach wie vor unsicher.
Im Stresstest-Szenario bekommt eine mittlere zweistellige Zahl von Instituten Schwierigkeiten. Diese Institute liegen bei einem deutlichen wirtschaftlichen Abschwung unterhalb der aufsichtlichen Kapitalanforderung. Die Zahl der betroffenen Institute ist etwa doppelt so hoch wie im LSI-Stresstest 2022, hauptsächlich aufgrund der schärferen Vorgaben des Szenarios.
Die Institute sollten ihre Kapitalausstattung weiter stärken und ihre solide Ausgangslage nicht ohne Not aufgeben. Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor unsicher. Die Ausreißer werden wir sehr eng begleiten. Wenn nötig, werden wir mit aufsichtlichen Maßnahmen frühzeitig gegensteuern.“
Raimund Röseler, BaFin-Exekutivdirektor
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank nahmen in einem Belastungstest 1.200 kleinere und mittlere Geldhäuser unter die Lupe, die sie direkt beaufsichtigen. Die Institute mussten in einer Umfrage beantworten, wie ihre Pläne und Prognosen auf fünf Zinsszenarien für den Zeitraum 2024 bis 2028 reagieren würden.dpa
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